Zwillingsschwangerschaft – Entwicklung, Risiko & Geburt

Eine Zwillingsschwangerschaft ist für viele Eltern eine freudige Überraschung. Doch wie bei allen Mehrlingsschwangerschaften, kommen mit der doppelten Freude auch zusätzliche Fragen auf. Wie eine Zwillingsschwangerschaft verläuft, mit welchen Komplikationen werdende Eltern rechnen müssen und wie sie nach der Geburt mit ihren Kindern umgehen sollten, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Zwillingsschwangerschaft – Entwicklung und Ablauf

Eine Zwillingsschwangerschaft entwickelt sich entweder auf eineiiger oder zweieiiger Basis. Bei Mehrlingsschwangerschaften kommen verschiedene Kombinationen von eineiigen oder zweieiigen Zwillingen vor. Insbesondere, wenn die Schwangere bereits über 35 Jahre alt ist und bereits Kinder geboren hat oder wenn eine Fertilitätsbehandlung stattgefunden hat, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zwillingsschwangerschaft am größten (mehr zum Thema künstliche Befruchtung finden Sie unter heterologe Insemination oder Heiminsemination). Eineiige Zwillinge entstehen, wenn sich eine befruchtete Eizelle in einem frühen Stadium in zwei Zellkerne mit identischen Erbanlagerungen und in zwei unabhängige Embryonen teilt. Diese wandern zur Gebärmutter und nisten sich dort in einer eigenen Fruchthöhle ein, was bedeutet, dass sich für jedes Embryo auch eine eigene Plazenta entwickelt. Wenn in einem Zyklus zwei Eizellen gleichzeitig reifen und befruchtet werden, können zweieiige Zwillinge entstehen. Diese können sich von Geschlecht und Erbanlagen unterscheiden. Wenn sich eine befruchtete Eizelle erst zu einem späten Zeitpunkt in zwei Zellkerne teilt, die bereits bestimmte Organanlagen gemeinsam ausgebildet haben, können siamesische Zwillinge entstehen. Diese sind immer gleichgeschlechtlich und haben identische Erbanlagen.

Zwillingsschwangerschaft

Eine Zwillingsschwangerschaft ist eine schöne Überraschung für die werdenden Eltern, gilt jedoch als Risikoschwangerschaft und bedarf besondere Beobachtung.

Zwillingsschwangerschaft gilt medizinisch grundsätzlich als Risikoschwangerschaft

Da eine Zwillingsschwangerschaft den Körper belastet und im späteren Schwangerschaftsverlauf zu Komplikationen führen kann, gilt sie medizinisch grundsätzlich als Risikoschwangerschaft. Meist genießen Schwangere ihre Zwillingsschwangerschaft ohne Beschwerden oder Komplikationen. Allerdings leiden sie vermehrt unter frühen Schwangerschaftsanzeichen. Im weiteren Schwangerschaftsverlauf ist das Risiko für Präeklampsie oder Blutungen in der Frühschwangerschaft etwas erhöht. Im Ultraschall einer Mehrlingsschwangerschaft lassen sich Zwillinge mit getrennten Fruchthöhlen zwischen der 8. SSW und der 12. SSW erkennen, wohingegen sich im Ultraschall ab der 16. SSW gemeinsame oder getrennte Fruchthöhlen nicht mehr differenzieren lasen. Eine gemeinsame Fruchthöhle zählt zu den Risikofaktoren einer Zwillingsschwangerschaft und wird daher bei Schwangerschaftsuntersuchungen sorgfältig beobachtet. Da weitere Risiken Wachstumsverzögerungen, eine Unterversorgung der Kinder oder Anzeichen für vorzeitige Wehen sein können, werden Schwangere, die Mehrlinge erwarten häufiger untersucht, als andere. Bei Komplikationen müssen regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden, sodass ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich wird. Um den Bauch zu stützen und den Rücken zu entlasten, sollte während der Schwangerschaft unbedingt ein Bauchgurt in der Schwangerschaft getragen werden.

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Zwillingsschwangerschaft – Geburt im Krankenhaus

Bei einer Zwillingsschwangerschaft sollte man mit einer vorzeitigen Geburt rechnen. Tritt diese allerdings nicht ein, wird die Geburt spätestens in der 38. SSW eingeleitet und ein geplanter Kaiserschnitt durchgeführt. Daher sollte die Schwangere ihre Krankenhaustasche für die Geburt rechtzeitig packen und die Baby Erstausstattung Liste durchgehen, um jedes Zubehör, insbesondere Kleidung, Fläschchen und Babyschale, parat zu haben. Der Mutterschutz bei Zwillingen beginnt wie bei jeder Schwangerschaft sechs Wochen vor dem Geburtstermin, wird jedoch für zwölf Wochen gewährt. Weitere Informationen für die Zeit nach der Geburt finden Sie auch unter:

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