Elterngeldantrag Checkliste – Elterngeld beantragen

Ein Elterngeldantrag ermöglicht, während der Elternzeit finanzielle Unterstützung vom Staat in Form von Elterngeld zu bekommen. Da das Kind nach der Geburt eine intensive Betreuung benötigt, bleibt für ein Elternteil keine oder nur wenig Zeit, um einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. In diesem Fall kann bei einer Elterngeldstelle ein Elterngeldantrag eingereicht werden, um für bis zu 14 Monate nach der Geburt Elterngeld zu erhalten.


Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie zum Thema Beruf & Recht. Überblick aller Themen:

  1. Kinderpatenschaft
  2. Vaterschaftsanerkennung
  3. Scheidungskinder
  4. Arbeitsverbot
  5. Sonderurlaub
  6. Behördengänge nach Geburt
  7. Elterngeldantrag
  8. Kindergeldtabelle
  9. Mutterschaftsgeld
  10. Elternzeit (Väter)
  11. Elternzeitgesetz
  12. Musterantrag Elternzeit
  13. Seriöse Heimarbeit für Mütter
  14. Schwanger in Probezeit

Elterngeldantrag – Dauer, Höhe & Voraussetzung

Ein Elterngeldantrag kann eingereicht werden, wenn durch die Betreuung des Kindes keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen werden kann oder auf einen Teil des Einkommens verzichtet werden muss. Der Elternteil, der zur Betreuung des Kindes in Elternzeit geht, kann Elterngeld beantragen. Das Elterngeld erstreckt sich über eine Dauer von 2 – 12 Monate ab dem Geburtstermin des Kindes. Wenn die Elternzeit unter beiden Elternteilen aufgeteilt wird oder der betreuende Elternteil alleinerziehend ist, kann der Bezugszeitraum auf bis zu 14 Monate verlängert werden. Voraussetzung für den Bezug von Elterngeld ist, dass das eigene Einkommen des betreuenden Elternteils, für mindestens zwei Monate ab der Geburt ganz oder  teilweise (bei einer Erwerbstätigkeit von maximal 30 Arbeitsstunden pro Woche) ausfällt. Desweiteren darf das zu versteuernde Einkommen vom Vorjahr bei gemeinsamer Veranlagung 500.000 Euro bzw. bei Alleinerziehenden 250.000 Euro nicht überschreiten. Das Elterngeld kann je nach Berücksichtigung des Einkommens, einen Betrag in Höhe von 300 Euro bis 1800 Euro im Monat annehmen. War der betreuende Elternteil vor der Geburt Schüler, Student, arbeitslos oder ohne Einkommen, hat er Anspruch auf den Mindestbetrag.

Elterngeldantrag

Der betreuende Elternteil kann einen Elterngeldantrag stellen, um vom Staat Elterngeld für zwei bis maximal 14 Monate zu erhalten.

Elterngeldantrag bei Arbeitslosengeld I oder II, Zwillinge & Geschwisterbonus

Möchten Sie als Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II (der vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig war) Elterngeld beantragen, wird der Betrag als Einkommen betrachtet und mit den Bezügen verrechnet. Waren Sie vor der Geburt erwerbstätig und beziehen Sie Arbeitslosengeld I oder II, steht Ihnen ein Elterngeldfreibetrag in Höhe von maximal 300 Euro zu. Hatten Sie eine Mehrlingsschwangerschaft/ Zwillingsschwangerschaft (z.B. eineiige Zwillinge / zweieiige Zwillinge), können Sie für jedes Kind einen Elterngeldantrag stellen und einen Mehrlingszuschlag erhalten. Dieser wird auch dann gegeben, wenn das Neugeborene weitere junge Geschwister hat. Der „Geschwisterbonus“ beträgt 10 Prozent des Elterngeldes (mindestens 75 Euro). Möchten Sie Elterngeld beantragen, müssen Sie den Elterngeldantrag rechtzeitig bei der zuständigen Elterngeldstelle einreichen. Sie erhalten von dieser Elterngeldstelle auch alle wichtigen Formulare und Auskünfte zur Elternzeit. Eine rückwirkende Auszahlung des Elterngeldes erfolgt nur für einen Zeitraum von 3 Monaten nach Eingang des Elterngeldantrag bei der Elterngeldstelle. Informationen zu einer Elterngeldstelle in Ihrer Nähe finden Sie bei Ihrer Stadt-, Kreis- und Gemeindeverwaltung oder bei Familienberatungsstellen.

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Checkliste: Elterngeld beantragen

Möchten Sie Elterngeld beantragen, sollten Sie alle wichtigen Unterlagen bereit halten, um einen schnellen und reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Damit Sie alle wichtigen Punkte im Überblick behalten, haben wir für Sie eine Checkliste zum Elterngeldantrag zusammengefasst:

  • Geburtsbescheinigung des Kindes
  • Personalausweis
  • Einkommensnachweise (Arbeitnehmer: Gehaltsbescheinigungen der letzten 12 Monate vor der Geburt, Selbstständige: Steuerbescheid des Vorjahres, Empfänger von Arbeitslosengeld I oder II: die jeweiligen Bescheide)
  • bei Mutterschaftsgeld: Nachweis von Krankenkasse & Arbeitgeber
  • ggf. Bestätigung des Arbeitgebers über Teilzeitarbeit (max. 30h/Woche)
  • für Geschwisterbonus: jeweilige Nachweise (z.B. Geburtsurkunde)