Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft treten durchschnittlich bei einer von fünf Frauen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf und können schmerzlos ausfallen. Leichte, hellrote oder gar starke Anzeichen für Blutungen in der Frühschwangerschaft sollten immer von einem Gynäkologen untersucht werden. Blutungen in der Frühschwangerschaft mit Schmerzen wie z.B. Rückenschmerzen oder Unterleibsschmerzen, können, müssen aber nicht zwangsläufig, auf eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft hindeuten.


Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie zum Thema Ausfluss in der SchwangerschaftWeitere Themen:

  1. Bräunliches Sekret
  2. Gelbes Sekret
  3. Grünliches Sekret
  4. Sekret als Schwangerschaftsanzeichen
  5. Weisses Sekret
  6. Frühe Schwangerschaftsanzeichen
  7. Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft – Symptome & Ursachen

Unterleibsschmerzen oder Blutungen in der Frühschwangerschaft mit Schmerzen können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. die Einnistungsblutung, Unvorsichtiger Geschlechtsverkehr, Hämatome in der Gebärmutter oder eine Eileiterschwangerschaft. Die Einnistungsblutung ist eine harmlose Blutung in der Frühschwangerschaft, die einsetzt, sobald sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter einnistet. Im Gegensatz zur Regelblutung fällt die Einnistungsblutung konstant schwach und hell aus und klingt nach nur kurzer Zeit wieder ab. Dadurch, dass die Geschlechtsorgane während der Schwangerschaft gut durchblutet werden, kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu Blutungen in der Frühschwangerschaft kommen. Hierbei handelt es sich um eine Schmierblutung, die schnell wieder abklingt. Mittels Ultraschalluntersuchung lässt sich feststellen, ob Hämatome in der Gebärmutter bestehen. Hämatome können durch gerissene Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut entstehen. Eine mit Schmerzen verbundene Blutung aufgrund einer Eileiterschwangerschaft deutet auf ernste Komplikationen hin. Sobald sich ein befruchtetes Ei außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat (meist im Bereich der Eileiter), spricht man von einer Eileiterschwangerschaft, die das Risiko eines Zerreißens der Eileiterwand mit sich bringt.  In diesem Fall sind medizinische Maßnahmen, wie z.B. eine Fehlgeburt-Ausschabung unumgänglich.

Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft sollten in jedem Fall von einem Gynäkologen untersucht werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Blutungen in der Frühschwangerschaft – Wann Sie einen Gynäkologen aufsuchen sollten

Sobald Blutungen in der Frühschwangerschaft bemerkt werden, ist es ratsam einen Gynäkologen aufzusuchen, um eine frauenärztliche Untersuchung mittels Ultraschall durchführen zu lassen. Die Dringlichkeit einen Gynäkologen aufzusuchen hängt dabei vom jeweiligen Aussehen und der Stärke der Blutung in der Frühschwangerschaft ab. Hellrote Blutungen in Stärke einer Periode sind in jeder Schwangerschaftsphase immer ein Anlass dafür, sofort in ein Krankenhaus zu fahren. Ein bräunlicher Ausfluss sprechen in der Regel für „altes Blut“, und ähneln meistens einer schwachen Regelblutung. Sobald diese Blutungsform auftritt, ist eine Abklärung durch den Gynäkologen notwendig, die allerdings nicht so umgehend erfolgen muss wie bei einer starken, hellroten Blutung. (Hinweis: ein bräunlicher Ausfluss kann auch auf eine Scheideninfektion hindeuten.).  Treten Blutungen in der Frühschwangerschaft zusammen mit Schmerzen auf, ist es wichtig sofort eine Klinik aufzusuchen, da es sich hierbei um eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft handeln kann. Auch leichte Schmierblutungen sollte man abklären lassen, um sicher zu gehen, dass sich keine schwerwiegenden Ursachen dahinter verbergen.

Letzte Aktualisierung am 20.11.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Blutungen in der Schwangerschaft vorbeugen

Blutungen in der Frühschwangerschaft lassen sich nur bedingt vorbeugen, in dem Stöße und Unfälle vermeidet oder beim Geschlechtsverkehr vorsichtig vorgegangen wird. Während regelmäßigen Schwangerschaftsuntersuchungen lässt sich feststellen, ob ein Risiko für Komplikationen besteht und ob das Verhalten dementsprechend angepasst werden sollte (z.B. besondere Schonung bis zur Entbindung oder besondere Beobachtung von Krankheitsanzeichen). Es empfiehlt sich außerdem, einen Bauchgurt oder Stützgurt in der Schwangerschaft zu tragen und auf bequeme Schwangerenmode, sowie ggf. Hosenerweiterungen über zu greifen, sobald der Bauch zu wachsen beginnt. Somit stützen, schützen und vermeiden Sie ein Einengen des Babys im Bauch.