Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft: Ursachen & Risiko

Ein unangenehmes Ziehen im Unterleib kennt jede Frau. Egal ob während der Menstruation, während des Eisprungs oder während der Schwangerschaft – die Beschwerden können mitunter sehr schmerzhaft werden.

Gerade in der Schwangerschaft sind Unterleibsschmerzen vorprogrammiert, die von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausfallen. Hier liegt die Ursache im natürlichen Wachstumsprozess der Gebärmutter. In der Regel sind diese Beschwerden in der Schwangerschaft normal und kein Grund zur Sorge. Treten allerdings gleichzeitig Blutungen, zunehmende Schmerzen oder Fieber auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

In diesem Ratgeber zu Unterleibsschmerzen in der Schwangerschaft erfahren Sie

  • welche Ursachen ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft hat
  • bei welchen Symptomen und Beschwerden besser ein Arzt aufgesucht werden sollte
  • was Sie mit einfachen Hausmitteln gegen Unterleibsschmerzen tun können.

Welche Ursachen hat ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft?

Ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft ist völlig normal und kann unterschiedlich stark ausfallen. Die Ursache liegt nicht nur in der Hormonschwankung, sondern auch im zunehmenden Wachstum der Gebärmutter. Denn der Uterus gewinnt von Woche zu Woche immer mehr an Volumen und beansprucht somit regelrecht die Mutterbänder.

Die Mutterbänder sind Strukturen aus Bindegewebe, die die Gebärmutter in ihrer anatomischen Position fixieren. Sie verlaufen auf beiden Seiten der Gebärmutter zur Beckenwand und von dort weiter runter bis zur Vulva. Durch das zunehmende Gewicht des Babys und die Entwicklung seines Körpers, wird der Uterus immer weiter gedehnt.

Ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft tritt insbesondere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (also ab der 13. SSW bis 28. SSW) auf. Denn in dieser Zeit schreitet die Entwicklung des Kindes besonders voran. Als natürliches Begleitsymptom einer Schwangerschaft, ist ein einfaches Ziehen im Unterleib also kein Zeichen für Komplikationen.

Übrigens: Ein Ziehen im Unterleib ist nicht immer ein frühes Schwangerschaftsanzeichen. Dennoch gibt es Frauen mit Kinderwunsch, die genau dieses Gefühl als Indiz für eine erfolgreiche Befruchtung richtig deuten. 🙂

Ziehen im Unterleib Schwangerschaft

Ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft ist ganz natürlich. Ein dauerhafter Schmerz oder zusätzlich auftretende Symptome wie Fieber, Blutungen oder Erbrechen sollten allerdings ärztlich abgeklärt werden.

Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft: Bei diesen Symptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen

In der Regel ist ein Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft kein Grund zur Panik. Halten die Schmerzen allerdings länger an, verschlimmern sich oder gehen mit weiteren Symptomen einher, ist ein Besuch beim Arzt erforderlich. Zu gefährlichen Symptomen und Beschwerden, die den Schwangerschaftsverlauf gefährden, gehören:

  • Krämpfe
  • Blutungen
  • Fieber
  • Durchfall und Erbrechen.

Denn hinter diesen Symptomen können sich schwerwiegende Erkrankungen verbergen, die die Schwangerschaft gefährden. Eine Risikoschwangerschaft mit erhöhter Gefahr für eine Fehlgeburt oder vorzeitige Wehen ist die Folge.

Achtung: Besteht insbesondere ein anhaltendes schmerzhaftes Ziehen links im Unterleib, die Periode ist überfällig, aber ein Schwangerschaftstest fällt negativ aus, dann kann dies ein Indiz für eine Eileiterschwangerschaft sein. Ein Ziehen rechts im Unterleib kann auf andere Ursachen wie z.B. eine Blinddarm-Entzündung hinweisen.

Wenn Sie sich unsicher sind, wie Sie Ihre Symptome deuten sollen, dann zögern Sie nicht und suchen Sie Ihren Gynäkologen für eine Untersuchung auf. Denn im schlimmsten Fall kann Ihr Zögern gravierende Folgen für Ihr Baby haben. Eine Ultraschalluntersuchung oder ein Abtasten kann bereits Abhilfe schaffen.

Schnelle Tipps gegen ein Ziehen im Unterleib

Sollte das unangenehme Ziehen im Unterleib während der Schwangerschaft länger anhalten und Sie im Alltag körperlich belasten oder einen erholsamen Schlaf verhindern, können Sie mit einfachen Tipps dagegen vorgehen.

Ein Stützgurt entlastet Mutterbänder und den Rücken

Denken Sie im späteren Schwangerschaftsverlauf daran, einen Bauchgurt bzw. Stützgurt zu tragen. Denn dieses Accessoire aus der Schwangerschaftsmode stützt Ihren Bauch auf sanfte Weise und entlastet die Mutterbänder, sowie die Rückenmuskulatur.

Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung

Achten Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft, anstrengende körperliche Tätigkeiten zu vermeiden und sich viel Ruhe und Entspannung zu gönnen. Selbstverständlich spricht nichts gegen leichten Ausgleichssport, halten Sie jedoch immer genügend Ruhepausen ein!

Bauchmassagen lösen Verspannungen

Außerdem entspannt eine sanfte Schwangerschaftsmassage mit Massageölen oder Lotionen gestresste Mutterbänder und lindert Verspannungen. Ein positiver Nebeneffekt der Zupfmassage-Technik ist außerdem, dass Sie Schwangerschaftsstreifen vorbeugt.

Mit Wärme Krämpfen entgegenwirken

Viele werdende Mütter schwören außerdem auf Wärme gegen ein Ziehen im Unterleib. Eine kuschelige Wärmflasche, ein praktisches Heizkissen oder ein warmes Bad leisten schnell Abhilfe gegen Krämpfe.

Dieser Ratgeber ist Teil unserer Serie zum Thema Gesundheit. Weitere Ratgeber:

  1. Einnistungsblutung
  2. Folsäuremangel
  3. Gestationsdiabetes
  4. Halsschmerzen
  5. Häufige Schwangerschaftsbeschwerden
  6. Ischias
  7. Kindbettfieber
  8. Kopfschmerztabletten
  9. Krankheit
  10. Nasenbluten
  11. Nierenstau
  12. Rückenschmerzen
  13. Scharlach
  14. Schwangerschaftsmassage
  15. Schwangerschaftsübelkeit
  16. Sodbrennen
  17. Unterleibsziehen
  18. Wadenkrämpfe
  19. Wassereinlagerungen
  20. Wochenbettdepression
  21. Zuckertest

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