Mundfäule bei Kleinkindern, Kindern & Babys: Ursachen, Symptome & Behandlung

Mundfäule bei Kleinkindern, Kindern und Babys geht mit äußerst schmerzhaften Mundgeschwüren (Stomatitis aphthosa) einher. Die weißen Punkte auf Zunge, Zahnfleisch, Lippen oder Gaumen werden von einem Herpesvirus verursacht und sind, so lange sich die typischen Bläschen im Mundbereich zeigen, hochgradig ansteckend.

Die Inkubationszeit bei Mundfäule beträgt zwischen zwei und zwölf Tagen. Erste Symptome zeigen sich bei Infizierung bereits wenige Tage nach dem Erstkontakt mit dem Herpesvirus. Eltern sollten es vermeiden, den Schnuller oder das Besteck ihres Babys zu berühren, um das Risiko einer Ansteckung zu minimieren.

In diesem Ratgeber zur Mundfäule bei Kindern, Kleinkindern und Babys, erfahren Sie

  • mit welchen Anzeichen und Symptomen die Krankheit einhergeht und welche Ursachen sie hat
  • welche Hausmittel zur Behandlung von Mundfäule nützlich sind
  • wie man einer Ansteckung mit dem Herpesvirus vorbeugen kann

Mundfäule bei Kindern, Kleinkindern und Babys: Ursachen und typische Anzeichen & Symptome

Die Erkrankung „Mundfäule“ wird von Herpesviren ausgelöst und ist deshalb sehr ansteckend. Sie betrifft insbesondere Babys und Kleinkinder im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahren, die zum ersten Mal mit dem Herpes-Simplex-Virus vom Typ 1 (HSV-1) in Berührung gekommen sind.

Erste Anzeichen für eine Infektion sind die sogenannten Aphten auf Zahnfleisch, Gaumen, Zunge oder Lippen. Diese kleinen Bläschen haben eine weiße bis gelbliche Farbe und stellen offene, entzündete Wunden der Mundschleimhaut dar. Die Symptome einer Ansteckung äußern sich durch eine brennende und schmerzhafte Mundentzündung, sowie einen fauligen Mundgeruch. Letzteres Symptom ist schließlich der Namensgeber der Infektion „Stomatitis aphtosa“.

Weitere typische Anzeichen und Symptome der Mundfäulnis bei Babys und Kleinkindern sind:

  • Appetitlosigkeit
  • geschwollene Lymphknoten im Halsbereich
  • Abgeschlagenheit
  • (hohes) Fieber
  • Speichelfluss

Sie erkennen schnell, ob Ihr Baby unter Mundfäulnis leidet, wenn es wegen der starken Schmerzen, die die Mundentzündung hervorruft, die Nahrung ablehnt. Spätestens aber bei der optischen Untersuchung des Mundraumes. Achten Sie bei Ihrem Kind unbedingt darauf, dass die Nahrungsverweigerung nicht Überhand nimmt. Denn hierin liegt die Gefahr der Dehydrierung!

Mundfäule

Mundfäule wird durch Herpesviren hervorgerufen und tritt oft bei Babys und Kleinkindern auf. Typische Anzeichen sind weiße Bläschen (Aphten) in der Mundschleimhaut.

Einfache Hausmittel gegen Mundfäulnis beim Baby

Hat die Mundfäulnis Ihr Baby oder Kleinkind erwischt, heißt es tapfer sein! Denn leider lässt sich nicht viel tun, um die Krankheitsdauer zu verkürzen. Die Entzündung mit den Herpesviren ist sehr hartnäckig und muss von selbst binnen zehn bis zwölf Tage verheilen. Allerdings kann eine Behandlung von Mundfäule mit einfachen Hausmitteln Linderung und Erleichterung verschaffen.

Kamillentee

Die natürlichen Inhaltsstoffe der Kamille wirken beruhigend und entzündungshemmend auf die Mundfäule. Träufeln Sie abgekühlten Kamillentee auf die betroffenen Mundstellen oder geben Sie ihn Ihrem Kind zum Trinken.

Zahnungsgel

Tragen Sie Zahnungsgel auf die betroffenen Stellen der Mundschleimhaut auf. Dieses Gel ist für empfindliche Baby-Mundschleimhaut während des Zahnens geeignet und enthält eine niedrige Dosis an unbedenklichem Betäubungsmittel. Alternativ gibt es anderweitige Gels oder Lösungen aus der Apotheke. Lassen Sie sich dazu am besten vom Kinderarzt beraten.

Kalte und weiche Speisen zur Schmerzlinderung

Auch wenn Ihr Kleinkind die Nahrungsaufnahme verweigert, sollte es etwas zu sich nehmen. Geben Sie ihm am besten kühle Speisen wie z.B. Joghurt, Pudding oder Eis. Aber auch lauwarme Speisen wie z.B. Milch- bzw. Gemüsebrei sind geeignet. Vermeiden Sie heiße, scharfe und saure Speisen, da diese die entzündete Mundschleimhaut nur zusätzlich angreifen.

Medikamentöse Behandlung bei Fieber

Nur bei einer Infektion mit schwerem Verlauf oder wenn zusätzlich Fieber auftritt, ist eine medikamentöse Behandlung mittels Virustatikum denkbar.

Wie kann man Mundfäule beim Kleinkind vorbeugen?

Einer Ansteckung mit Mundfäule kann man nicht direkt vorbeugen, da so gut wie jeder Mensch den Virus bereits in sich trägt. Wann die Erkrankung ausbricht, ist letztendlich eine Frage der Zeit. Zwar bilden einige Kleinkinder bis zum 2. Lebensjahr Antikörper, jedoch ist ein Ausbruch der Infektion bei Erstkontakt sehr wahrscheinlich.

Da sich der Herpesvirus durch Schmier- und Tröpfcheninfektion überträgt, sind Vorsicht und Hygiene wichtige Maßnahmen zur Vorbeugung. Spielsachen müssen nach Gebrauch gründlich gereinigt werden, da sie Babys und Kleinkinder in den Mund nehmen. Gerade wenn mehrere Kinder zusammen spielen, so wie es etwa im Kindergarten der Fall ist, ist das Risiko einer gegenseitigen Ansteckung groß.

Auch Erwachsene können anfällig für Mundfäule sein, deshalb sollten sich Eltern besonders gut schützen, wenn ihr Kind erkrankt ist. Richtige Verhaltensweisen bei einer Infektion eines Kindes sind deshalb:

  • Nicht den Schnuller, Sauger etc. mit dem eigenen Speichel säubern.
  • Temperaturmessung von Babynahrung oder der Babyflasche nicht in direktem Kontakt mit dem Mund vornehmen.
  • Vor und nach jedem Stillen die Brustwarzen waschen.
  • Einweg-Taschentücher zum Reinigen des Mundes des Kindes verwenden.
  • Krankschreibung für Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. Kindergarten) vom Arzt einholen.

Dieser Artikel gehört zur Serie über Krankheiten bei Babys und Kinder. Überblick aller Beiträge:

  1. 3-Monats-Koliken
  2. Dreitagefieber
  3. Engelwurzbalsam
  4. Erkältung und Grippe
  5. Kopfgneis
  6. Läuse im Kindergarten
  7. Mundfäulnis
  8. Neugeborenenakne
  9. Neurodermitis




Letzte Aktualisierung am 29.09.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API