Zupfmassage: Anleitung & Tipps gegen Schwangerschaftsstreifen

In der Schwangerschaft ist die Haut besonders belastet und anfällig für Risse. Eine Zupfmassage hilft hier gegen die sogenannten Schwangerschaftsstreifen oder auch Dehnungsstreifen. Ca. 70-90% der schwangeren Frauen kennt das Problem der Streifenbildung. Besonders wenn sich die Haut und das Bindegewebe am Bauch stark ausdehnen ist es sinnvoll, einem Reißen der Hautschichten mit der Zupfmassage vorzubeugen. Zwar verblassen die unästhetischen Streifen im Laufe der Zeit zu feinen, weißen Linien, bleiben aber trotzdem noch sichtbar.

Warum hilft eine Zupfmassage gegen Schwangerschaftsstreifen?

Während der Schwangerschaft dehnt sich besonders am Bauch und an den Brüsten das Bindegewebe durch das Gewicht des Babys aus (siehe Gewichtskurve-Schwangerschaft). Wenn die dabei entstehenden Spannungen vom Gewebe unterhalb der obersten Hautschicht nicht gehalten werden können, dann kommt es zu Rissen in der Haut. Besonders Frauen mit vererbter Bindegewebsschwäche sind hier von betroffen und einem erhöhten Risiko ausgesetzt.

Zupfmassage

Bei der Zupfmassage werden kleine Hautrollen zwischen Daumen und Zeigefinger geklemmt und sanft gezupft.

Durch diese Risse ist die Hautschicht dünner und ermöglicht es den darunter liegenden Blutgefäßen durchzuschimmern. Wir nehmen dies als rötlich-violette Streifen wahr, die sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Eine Zupfmassage kann dabei helfen diese Dehnungsstreifen zu vermeiden, indem das Gewebe besser durchblutet wird und seine Elastizität erhält. Weiterhin wird durch das Auftragen von zusätzlichem Massageöl oder Pflegecremes die Haut mit Feuchtigkeit angereichert, wodurch sie elastisch und geschmeidig bleibt. Es empfiehlt sich, sich über die verschiedenen Produkte und ihre jeweiligen Wirkweise in der Drogerie / Apotheke oder beim Frauenarzt beraten zu lassen. Außerdem wird bei regelmäßiger Anwendung die Haut, sowie das Bindegewebe gestrafft und die Muskulatur wird aufgelockert.

Letzte Aktualisierung am 22.11.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Anleitung für eine Zupfmassage mit Massageöl

  1. Massageöl auftragen:
    • Massageöl in die Hand geben und auf eine angenehme Temperatur erwärmen, alternativ kann auch Pflegecreme verwendet werden.
    • Verteilen des Massageöls auf dem Bauch, dabei immer in Richtung des Bauchnabels streichen.
  2. Zupfmassage durchführen:
    • Mit Daumen und Zeigefinger werden kleine Hautrollen aufgenommen und vorsichtig nach oben gezupft und wieder los gelassen. Mit fortschreitender Schwangerschaft sollten diese Rollen immer kleiner werden.
    • Bevor Sie mit der nächsten Stelle fortfahren, massieren Sie die gezupfte Stelle anschließend noch mit den Fingerkuppen in kleinen Kreisen.
    • Die Massage erfolgt immer Richtung Bauchnabel. Das Schambein sollte nicht gezupft werden um Reizungen der Gebärmutter zu vermeiden.
    • Es empfiehlt sich 2-3 mal pro Tag eine Zupfmassage durchzuführen. Suchen Sie sich hierfür ein ruhiges Plätzchen aus, an dem Sie entspannen und geniessen können.
  3. Ruhephase:
    • Eine Massage sollte angenehm und entspannend sein. Sie darf nicht weh tun! Es empfiehlt sich anschließend liegen zu bleiben und sich auszuruhen und das wohlige Gefühl der gesteigerten Durchblutung zu genießen.

Wissenswertes

Die Behandlung der Haut mit einer Zupfmassage sollte spätestens im dritten Schwangerschaftsmonat bis ca. einen Monat vor der Entbindung durchgeführt werden. Bei einer Neigung zu vorzeitigen Wehen ist es sinnvoll den Frauenarzt zu konsultieren, ob eine Massage risikolos angewendet werden kann. Den letzten Monat vor der Entbindung wird empfohlen nicht mehr zu zupfen, sondern nur noch das Öl in die Haut zu massieren. Weitere Tipps wie man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen kann, finden sich in unserem entsprechenden Ratgeber.