Eileiterschwangerschaft – Anzeichen, Ursache & Risiko

Eine Eileiterschwangerschaft entsteht, wenn sich das Ei nach der Befruchtung nicht wie normalerweise in der Gebärmutter (Uterus) einnistet, sondern in der Schleimhaut des Eileiters (Tube). Eine fehleingenistete Schwangerschaft ist eine akute Erkrankung, die lebensgefährliche Ausmaße haben kann. Mechanische Hindernisse und funktionelle Störungen bei der Wanderung der befruchteten Eizelle zur Gebärmutter stellen Risikofaktoren dar, die eine Eileiterschwangerschaft begünstigen.

Eileiterschwangerschaft – Anzeichen, Ursachen und Risikofaktoren

Die Anzeichen einer Eileiterschwangerschaft können den gängigen frühen Schwangerschaftsanzeichen (z.B. Übelkeit, Brustspannen, Periode überfällig) ähneln. Allerdings setzen vor allem in der 6. bis 9. Schwangerschaftswoche in vielen Fällen starke Beschwerden wie z.B. Unterleibsschmerzen oder Schmierblutungen ein (die oft mit der Einnistungsblutung verwechselt werden. (Tipp: Ein Schwangerschaftswochenrechner kann Ihnen Ihre aktuelle Schwangerschaftswoche ermitteln.) Verletzungen der betroffenen Eileiter werden durch die Schmerzen leicht verdeckt, sodass eine Eileiterschwangerschaft zu dieser Zeit meist unbemerkt bleibt. In einem fortgeschrittenen Stadium kann die betroffene Eileiter jedoch reißen (Tubarruptur) und aufgrund des massiven Blutverlusts zu einem Kreislaufzusammenbruch führen, der in einer lebensbedrohlichen Situation ausarten kann. Eine Tubarruptur muss schnell operativ behandelt werden.

Eileiterschwangerschaft

Eine Eileiterschwangerschaft ist eine akute und lebensgefährliche Erkrankung, die umgehend behandelt werden muss.

Eine Eileiterschwangerschaft entsteht durch Barrieren und funktionellen Störungen der Eileiter, die die Wanderung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutter behindern. Eine befruchtete Eizelle braucht bis zu 5 Tage, um in die Gebärmutter zu gelangen – schafft sie es in dieser Zeit nicht, die Gebärmutter zu erreichen, nistet sie sich trotzdem nach spätestens 7 Tagen an ihrem gegenwärtigen Standort ein. Risikofaktoren, die eine Schwangerschaft in der Eileiter verursachen können, sind Barrieren in der Eileiterstruktur, Verwachsungen/Vernarbungen, Hormonstörungen, Endometriose (Versprengungen von Gebärmutterschleimhaut im Unterleib) oder Eileiterentzündungen. Letztere gelten als größte Risikofaktoren, da sie die Gefahr einer Fehleinnistung um das 6- bis 8-fache erhöhen. Eine Fehleinnistung der Eizelle kommt bei etwa 1 bis 2 Prozent aller Schwangerschaften vor und wird unter anderem durch die Durchführung einer heterologen Insemination hervorgerufen. Frauen, die schwanger trotz Sterilisation geworden sind, da diese unsauber durchgeführt wurde, können ebenfalls von einer Schwangerschaft in der Eileiter betroffen sein.

Eileiterschwangerschaft – Diagnose, Therapie und Vorsorge

Eine Eileiterschwangerschaft kann wie eine normale Schwangerschaft durch einen handelsüblichen Schwangerschaftsfrühtest erkannt werden. Ein frühester Schwangerschaftstest kann jedoch nicht aussagen, ob es sich um eine gesunde Schwangerschaft oder eine Fehleinnistung handelt. Eine gynäkologische Untersuchung beim Frauenarzt (z.B. per Ultraschall) kann Aufschluss über den Gesundheitsstatus geben und eine Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter lokalisieren. Durch ein inneres und äußeres Abtasten kann ebenfalls ein Verdacht auf eine Eileiterschwangerschaft untersucht werden. Die betroffene Seite und der Gebärmutterhals würden sehr schmerzempfindlich reagieren und die Gebärmutter aufgelockert wirken. Wird eine Fehleinnistung erkannt, muss je nach Untersuchungsergebnis (Ort der Fehleinnistung, Stadium der Schwangerschaft, körperliche und physische Verfassung der Schwangeren, Konzentration des hCG-Hormons) eine umgehende Behandlung eingeleitet werden. Grundsätzlich sind drei Vorgehensweisen möglich:

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Eine Eileiterschwangerschaft ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die heutzutage gut mit früherkennenden Maßnahmen behandelt werden kann. Da das größte Risiko Eileiterentzündungen sind, ist die wirksamste Prävention eine schnelle und zielgerichtete Behandlung. Nur in Extremfällen kann eine unbehandelte Schwangerschaft in der Eileiter zum Tode führen (Sterblichkeit bei 0,1 Prozent).