Scheinschwangerschaft – Ursachen, Symptome & Therapie

Eine Scheinschwangerschaft bezeichnet eine spezielle Form der Neurose, bei der sich ein extremer Kinderwunsch, der seit einem längerem Zeitraum unerfüllt ist oder eine große Angst vor einer Schwangerschaft, auf den Organismus einwirkt, sodass sie entsprechende hormonelle Reaktionen verursachen. Eine Scheinschwangerschaft ist also psychisch bedingt und muss mittels Psychotherapie behandelt werden.

Scheinschwangerschaft – Definition & Ursachen

Eine Scheinschwangerschaft ist dem Schwangerschaftswahn abzugrenzen, bei dem eine Frau krankhaft davon überzeugt ist, schwanger zu sein. Ein weiterer Unterschied besteht außerdem zur simulierten Schwangerschaft, bei der eine Frau bewusst eine Schwangerschaft vortäuscht, um sich persönliche, finanzielle oder juristische Vorteile zu verschaffen. Ursachen für eine solche Scheinschwangerschaft  sind vor allem psychische Probleme nach einer Abtreibung (z.B. bei einer gefährlichen Eileiterschwangerschaft), eine nicht verarbeitete Fehlgeburt Ausschabung, ein langfristig unerfüllter Kinderwunsch oder eine Angstneurose (wenn Frauen Angst davor haben, schwanger zu werden). Oftmals sind auch persönliche Gründe, wie z.B. der Verlust einer nahestehenden angehörigen Person oder die soziale Isolation der Frau, Auslöser einer neurotischen Scheinschwangerschaft. Neben psychischen Ursachen können auch medizinische Ursachen eine eingebildete Schwangerschaft hervorrufen. Eine Zyste am Eierstock kann beispielsweise, die Monatsblutung ausfallen lassen, sodass die betroffene Frau vermutet, schwanger zu sein. Diese Symptome klingen nach Entfernen der Zyste (mittels Medikament oder operativ) wieder ab. Moderne Methoden der Schwangerschaftsvorsorge und Schwangerschaftsuntersuchungen ermöglichen es heutzutage allerdings, tatsächliche Schwangerschaften zuverlässig als solche zu erkennen, bzw. eine Scheinschwangerschaft auszuschließen, daher tritt eine solche Schwangerschaft heute nur noch in sehr seltenen Fällen auf.

Scheinschwangerschaft

Eine Scheinschwangerschaft ist eine Form der Neurose, bei der sich eine Frau einbildet, schwanger zu sein. Ein unerfüllter Kinderwunsch oder die Angst vor einer Schwangerschaft bilden die häufigsten Ursachen.

Scheinschwangerschaft – Symptome

Bei einer Scheinschwangerschaft redet sich eine Frau meist so stark ein, schwanger zu sein, sodass sich entsprechende frühe Schwangerschaftsanzeichen entwickeln, ohne dass tatsächlich eine Schwangerschaft besteht. Klassische Beispiele für Schwangerschaftssymptome sind wenn die Periode überfällig ist (ein Menstruationskalender ist am besten geeignet, um den Termin der nächsten Periode im Zyklus zu berechnen), die morgendliche Übelkeit, (eingebildete) Heißhungerattacken, plötzliche Gewichtszunahmen (kontrollieren Sie Ihr Gewicht mit der Gewichtskurve Schwangerschaft), ein wachsender Bauch oder sich vergrößernde und spannende Brüste. Bei einer eingebildeten Schwangerschaft entsteht der wachsende Bauch oft durch ein verstärktes Verschlucken von Luft, ein unbewusstes „Einhalten“ von Kot oder Fetteinlagerungen durch Heißhungerattacken zustande, die eine Aufblähung des Bauches zur Folge haben. In seltenen Fällen werden Krankheitssymptome (z.B. Bauchwassersucht) als frühe Schwangerschaftsanzeichen fehlinterpretiert. Einige Frauen bilden sich in der Scheinschwangerschaft ein, Kindsbewegungen oder Wehen spüren zu können. Tatsächlich bestätigt ein frühester Schwangerschaftstest diese Einbildung allerdings, mit einem negativem Testergebnis.

Tipp: Schaffen Sie jetzt Klarheit und testen Sie, ob eine Schwangerschaft vorliegt.

Behandlungsmöglichkeiten einer Scheinschwangerschaft

Sind sich Frauen nicht sicher, ob eine Scheinschwangerschaft besteht, sollten sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Dieser kann anhand von gynäkologischen Untersuchungen feststellen, ob es sich um eine Scheinschwangerschaft handelt. Bei dieser handelt es sich um eine seelische Störung, die mittels psychotherapeutischer Behandlung behandelt werden muss. Häufig stellt sich die Diagnose als einen schweren Schock für die Betroffene und ihren Partner heraus, insbesondere wenn sie einen starken unerfüllten Kinderwunsch haben. Beide müssen sich von den Gedanken an ein Leben mit Nachwuchs verabschieden. In einer Gesprächstherapie werden Ursachen identifiziert, die die Symptome ausgelöst haben und ist wichtig, wenn die eingebildete Schwangerschaft aus einer nicht vollständig verarbeiteten Fehlgeburt oder Totgeburt hervorging.