Anovulatorischer Zyklus – Wenn der Zyklus ohne Eisprung verläuft

Ein anovulatorischer Zyklus ist ein Menstruationszyklus, bei dem keine Ovulation (kein Eisprung) stattfindet. Diesem Menstruationszyklus fehlt also ein zweiter Abschnitt, in dem ein Ei zur Befruchtung ausreift.

Eine Anovulation kann auf Zyklusstörungen hinweisen oder aber auch in den ersten Monaten nach der Menarche oder in der Zeit vor der Menopause als natürliche Ursache auftreten.

Dieser Ratgeber zum Zyklus ohne Eisprung erklärt Ihnen,

  • was ein anovulatorischer Zyklus ist
  • welche Ursachen und Risikofaktoren einen Zyklus ohne Eisprung verursachen
  • und wie man sich trotz Zyklus ohne Eisprung, einen Kinderwunsch erfüllt.

Was ist ein anovulatorischer Zyklus?

Ein anovulatorischer Zyklus wird auch als monophasischer Zyklus bezeichnet. Dieser Zyklus bedeutet, dass trotz regelmäßiger Menstruationsblutung kein Eisprung stattfindet. Auch wenn beide Partner scheinbar fruchtbar und zeugungsfähig sind, kann eine Zyklusstörung die Eizelle daran hindern, befruchtet zu werden.

Ein anovulatorischer Zyklus reift in den Eierstöcken zwar genügend Follikel heran, jedoch bleiben die fruchtbaren Tage und der Eisprung aus. Der Impuls, der den Eisprung auslöst, fehlt, sodass sich die herangereifte Eizelle nicht vom Eierstock löst. Dadurch befruchtet sie auch keine Samenzelle. Frauen mit Kinderwunsch können während einem anovulatorischen Zyklus also folglich nicht schwanger werden.

Da die Regelblutung dennoch wie gewohnt zum Zyklusende auftritt, wird ein anovulatorischer Zyklus von den Frauen meist erst nicht bemerkt.

Häufig tritt ein anovulatorischer Zyklus in der Pubertät, in den Wechseljahren, nach einer Schwangerschaft oder nach dem Absetzen der Anti-Baby-Pille ein. Gerade in der Menarche, also der ersten Menstruationsblutung eines Mädchens verläuft der Zyklus anovulatorisch.

Anovulatorischer Zyklus (Zyklus ohne Ei)
Ein anovulatorischer Zyklus (Zyklus ohne Ei) ist eine Zyklusstörung, bei der keine Eizelle zur Befruchtung ausreift. Frauen mit Zyklus ohne Ei, können demnach nicht schwanger werden.

Anovulatorischer Zyklus – Was ist die Ursache?

Frauen, die Jahre lang die Pille genommen haben, stellen oft ein Problem mit einem monophasischem Zyklus fest. Denn ihr Zyklus muss sich zunächst wieder in seinen natürlichen Rhythmus einpendeln. Auf diese Weise entsteht ein vorübergehender anovulatorischer Zyklus.

Ein anovulatorischer Zyklus wird auch durch Hormonstörungen wie das PCO-Syndrom ausgelöst. Beim PCO-Syndrom bildet der Körper zu viele männliche Hormone, die den Impuls des Körpers zum Eisprung unterdrücken.

Ab einem bestimmten Alter stellen die Eierstöcke ihre Tätigkeit ein. Dieser natürliche Prozess wird als Wechseljahre bezeichnet. Wenn die Eierstöcke ihre Tätigkeit bereits vor dem 40. Lebensjahr abbrechen, handelt es sich um vorzeitige Wechseljahre. Diese können in seltenen Fällen bereits ab dem 20. Lebensjahr auftreten. Die Ursachen sind vielfältig und können durch Autoimmunkrankheiten oder genetischen Erkrankungen hervorgerufen werden.

Übrigens: Vor allem Frauen, die rauchen, kommen schneller in die Wechseljahre.

Häufig verhindert auch eine Schilddrüsenunterfunktion eine Schwangerschaft. Denn eine Störung der Schilddrüse kann die Fruchtbarkeit der Frau negativ beeinflussen. Dadurch kann es ebenfalls zu einer Hemmung des Eisprungs führen.

Wie kann ein anovulatorischer Zyklus festgestellt werden?

Ein anovulatorischer Zyklus wird meist erst spät bemerkt. Denn wenn eine Frau regelmäßig die Pille nimmt, bekommt sie auch weiterhin eine Monatsblutung. Demnach werden Frauen erst skeptisch, wenn ein Kinderwunsch unmittelbar bevorsteht und es auch ohne Pille mit der Befruchtung nicht klappt. Schließlich heißt es hier, einen Frauenarzt aufzusuchen.

Mittels verschiedener Methoden kann ein anovulatorischer Zyklus festgestellt werden.

  • Basaltemperatur: Wenn Sie im Rahmen der natürlichen Familienplanung (NFP) die Basaltemperatur regelmäßig überprüfen, können Sie anhand der Kurve beobachten, ob ein Eisprung stattfindet.
  • Blutuntersuchung beim Frauenarzt: Der Frauenarzt kann einen Eisprung anhand einer Blutuntersuchung diagnostizieren.
  • Ultraschall: Im Ultraschall erkennt der Frauenarzt schnell, ob ein Eisprung bevorsteht oder stattgefunden hat.

Anovulatorischer Zyklus – Möglichkeiten zur Behandlung

Nachdem der Frauenarzt verschiedene Fruchtbarkeitstests der Frau durchgeführt hat, können Ursachen für die ausbleibende Schwangerschaft identifiziert und Möglichkeiten zur Behandlung der Zyklusstörung vorgeschlagen werden. Eine Anovulation lässt sich nahezu in 85 Prozent der Fälle behandeln. Ein anovulatorischer Zyklus wird häufig mit ovulationsinduzierenden Medikamenten behandelt. Diese ermöglichen es, trotz Zyklus ohne Eisprung schwanger zu werden. Kann ein anovulatorischer Zyklus mittels Medikamenten nicht behandelt werden, kann als letzte Maßnahme ein operativer Eingriff versucht werden.



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