Blasenmole – Anzeichen, Ursachen & Behandlung

Eine Blasenmole (Mola hydatidosa) bezeichnet eine seltene Schwangerschaftskomplikation, bei der es zu einem Fehler bei der Befruchtung der Eizelle kommt. Der Fehler löst ein unkontrolliertes Wachstum der Zellen aus, die später zur Plazenta heranwachsen sollen (Trophoblasten) und macht eine gesunde Schwangerschaft unmöglich. Als Resultat muss das wuchernde Gewebe operativ entfernt werden. Eine vorangegangene Blasenmole hat jedoch keinen Einfluss auf die Chancen auf eine gesunde Schwangerschaft beim nächsten Versuch.

Blasenmole – Definition & Ursachen

Eine Blasenmole ist eine Schwangerschaftskomplikation die entsteht, wenn ein Fehler bei der Befruchtung der Eizelle stattgefunden hat. Man unterscheidet zwischen vollständigen und partiellen Blasenmolen. Bei der vollständigen Blasenmole trägt die befruchtete Eizelle keine Eizellen der Mutter und die Chromosomen des Vaters werden verdoppelt, so dass der Chromosomensatz des Vaters schließlich zweimal vorhanden ist. Daraus resultierend können sich kein Embryoblast und keine Fruchthöhle bilden, was bedeutet, dass kein Embryo heranwachsen wird. Stattdessen bildet der Trophoblast, der später zur Plazenta heranwachsen sollte, eine Zellwucherung in der Gebärmutter. Die befruchtete Eizelle hat bei einer partiellen Blasenmole 23 Chromosomen der Mutter, aber mit 69 Chromosomen die doppelte Anzahl der Väterlichen. Dies kann beispielsweise dann zustande kommen, wenn zwei Spermien dieselbe Eizelle gleichzeitig befruchten. Als Resultat dieser Entwicklung beginnt die Plazenta zu wachsen und es entwickelt sich ein Embryo. Allerdings ist dieser genetisch so sehr geschädigt, dass er nicht lebensfähig ist und sich zu keinem Baby entwickeln kann.

Blasenmole

Eine Blasenmole bezeichnet eine seltene Schwangerschaftskomplikation, die aus einem Fehler bei der Befruchtung einer Eizelle resultiert.

Häufigkeit und Anzeichen einer Blasenmole

Eine Blasenmole tritt mit einer Häufigkeit von ungefähr einer von 1000 Schwangerschaften (0,1 Prozent) eher selten auf. Bei Frauen ab einem Alter von 40 Jahren oder bei einer Vorgeschichte mit Blasenmolen oder Fehlgeburten ist die Wahrscheinlichkeit einer Mola hydatidosa größer. Wie bei jeder Schwangerschaft bemerkt die Schwangere bei einer Blasenmole zunächst die üblichen frühen Schwangerschaftsanzeichen, während erst später Blutungen hinzukommen. Da Blutungen in der Frühschwangerschaft jedoch häufig auftreten können und Blasenmolen eher selten sind, sollte man den Arzt aufsuchen, um die Blutungsursache abzuklären. Blutungen, die durch eine Mola hydatidosa verursacht werden, können bereits ab der 6. SSW oder erst ab der 16. SSW auftreten. Die Blutungen sind hellrot oder dunkelbraun, können dauerhaft oder gelegentlich auftreten und unterschiedlich stark ausfallen. Weitere Anzeichen für Blasenmolen können starker Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Schwellungen des Bauches sein, da die Plazenta schnell wächst und die Gebärmutter ausdehnt.

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Behandlung und erneute Schwangerschaft

Bei einer Blasenmole muss in der Regel unter Vollnarkose ein kleiner operativer Eingriff (Saugkürettage) als „Abtreibungsmethode“ vorgenommen werden, um das wuchernde Gewebe zu entfernen. Dieser Eingriff benötigt in einigen Fällen einen zweiten Termin, um die Mola hydatidosa vollständig zu entfernen. Manchmal kann der Arzt der Schwangeren aber auch ein Medikament in Form einer Tablette zum Einnehmen, als Gel oder als Vaginalzäpfchen verschreiben, dessen Wirkung den Körper in die Lage versetzt, das wuchernde Gewebe selbst abzustoßen. Nach dem operativen Eingriff müssen für ungefähr 6 Monate Blutproben beim Arzt abgegeben werden, um die hCG-Werte zu überprüfen. Ein Fallen der Werte ist ein Indiz dafür, dass kein wucherndes Gewebe mehr vorhanden ist. Erst nach Absprache mit dem Arzt darf ein erneuter Versuch schwanger zu werden, stattfinden. Bis dahin sollte beim Geschlechtsverkehr zusätzlich verhütet werden. Jedoch haben vergangene Blasenmolen keinen Einfluss auf die nächste Schwangerschaft oder das Risiko einer Fehlgeburt, Totgebut, Frühgeburt oder anderen Schwangerschaftskomplikationen.