Einnistungsblutung – So erkennen Sie Anzeichen, Dauer & Stärke

Die Einnistungsblutung (auch Nidationsblutung) ist neben dem plötzlichen Spannen in der Brust, Übelkeit oder Stimmungsschwankungen, eines der vielen frühen Schwangerschaftsanzeichen. Häufig fällt es Frauen schwer, die Einnistungsblutung von ihrer Periode oder nicht seltenen Zwischenblutungen zu unterscheiden. Dies ist oftmals ein Grund, weshalb manche Frauen schließlich vermuten, schwanger trotz Periode zu sein. Generell tritt eine sichtbare Einnistungsblutung jedoch selten auf. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie die Anzeichen einer Nidationsblutung richtig erkennen und  von der Periode unterscheiden.

Dieser Ratgeber ist Teil unserer Serie zum Thema Gesundheit. Weitere Ratgeber:

  1. Einnistungsblutung
  2. Folsäuremangel
  3. Gestationsdiabetes
  4. Häufige Schwangerschaftsbeschwerden
  5. Ischias
  6. Kopfschmerztabletten
  7. Krankheit
  8. Nasenbluten
  9. Nierenstau
  10. Rückenschmerzen
  11. Scharlach
  12. Schwangerschaftsübelkeit
  13. Sodbrennen
  14. Wadenkrämpfe
  15. Wassereinlagerungen
  16. Wochenbettdepression

Weiter zum Thema Probleme in der Schwangerschaft.

Wann tritt die Einnistungsblutung auf und woran erkennt man sie?

Bereits vorab: Die Einnistungsblutung ensteht durch die Beschädigung von Blutgefäßen der Gebärmutter und der Gebärmutterschleimhaut und ist ein natürlicher Prozess. Sie tritt etwa sieben bis vierzehn Tage nach der Befruchtung ein.

Sobald eine Eizelle während der fruchtbaren Tage von einem Spermium erfolgreich befruchtet wurde, wandert sie langsam in Richtung der Gebärmutter. Dort nistet sie sich im Idealfall fünf bis sieben Tage nach der Befruchtung ein. Dieser Vorgang ruft die Einnistungsblutung hervor, die von Frau zu Frau unterschiedlich stark bzw. schwach ausfällt. Bei manchen Frauen fällt die Einnistungsblutung so schwach aus, dass sie nicht aus der Scheide austritt und unbemerkt bleibt. Bei den anderen Frauen fällt sie so stark aus, dass diese sie mit der Periode verwechseln.

Beide Blutungsarten kann man jedoch voneinander unterscheiden, wenn man die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale kennt. Diese Merkmale sind Aussehen, Dauer, Intensität der Schmerzen und Blutungsstärke. Sie werden im nächsten Abschnitt genauer erläutert.

Einnistungsblutung

Die Einnistungsblutung ist eine der frühen Schwangerschaftsanzeichen, die oft mit Menstruations- oder Zwischenblutungen verwechselt wird. Aus diesem Grund vermuten Frauen oft, schwanger trotz Periode zu sein.

Schwanger trotz Periode oder Einnistungsblutung?

Die Einnistungsblutung tritt sieben bis vierzehn Tage nach der Befruchtung auf. Zu dieser Zeit findet ebenfalls der Eisprung statt. Deshalb fällt sie in manchen Fällen mit dem Zeitpunkt der Menstruation zusammen. (Tipp: Berechnen Sie mit einem Menstruationskalender die nächste Periode). Manche Frauen, die auf keine Schwangerschaft hingearbeitet haben, bemerken daher nicht, wenn ihre Periode überfällig ist. Denn zu dem erwarteten Zeitpunkt findet stattdessen die Einnistungsblutung statt.

Die Verwechslung dieser beiden Blutungsarten ist der Grund, der zum Mythosschwanger trotz Periode“ beigetragen hat. (Frauen können nicht schwanger trotz Periode werden!) Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal von Nidationsblutung und Periode sind Dauer, Stärke, Aussehen und Schmerzen. Die Periode dauert zwischen vier und sieben Tage an, während die Nidationsblutung nach ein oder zwei Tagen bereits vorbei ist.

Betrachtet man die Blutungsstärken  fällt auf, dass die Menstruation meist mit einer leichten Blutung beginnt, die sich steigert und wieder abschwächt. Die Einnistungsblutung bleibt hingegen meist gleichmäßig schwach verteilt. In Ausnahmefällen, fällt die Nidationsblutung so stark aus, dass sie mit der Menstruation verwechselt wird. Aus diesem Grund vermuten viele Frauen, schwanger trotz Periode zu sein.

Tipp: Schaffen Sie jetzt Klarheit und testen Sie, ob eine Schwangerschaft vorliegt.

Die Periode hat eine dunkelrote bis bräunliche Färbung, die Nidationsblutung hingegen eine hellrote, die sich nicht ändert.

Viele Frauen empfinden Schmerzen, Krämpfe oder ein Ziehen während der Periode. Diese Begleiterscheinungen können bei der Einnistungsblutung ebenfalls auftreten, sind aber sehr selten. Die Nidationsblutung lässt sich eher an Schmerzfreiheit erkennen.

Wie bei allen anderen Schwangerschaftsanzeichen, sollten Sie bei erstmaligem Auftreten nicht zu viel hineininterpretieren. Denn Ihre Periode kann stressbedingt oder krankheitsbedingt auch einmal stärker oder schwächer ausfallen.

Die zuverlässigste Antwort auf eine Schwangerschaft bringt ein Schwangerschaftsfrühtest. Ein frühester Schwangerschaftstest kann bereits 4 Tage vor ausbleiben der zu erwartenden Periode durchgeführt werden.

Es empfiehlt sich allerdings zu einem späteren Zeitpunkt zu testen, da ein Schwangerschaftstest ungültig sein kann. Ein ungültiges Ergebnis entsteht, wenn die Konzentration der Schwangerschaftshormone noch nicht hoch genug ist. Alle Infos zum Schwangerschaftstest finden Sie in diesem Artikel.

Tipps zum Kinderwunsch

Haben Sie einen Kinderwunsch, wissen aber nicht wann Ihre fruchtbaren Tage beginnen? Dann empfehlen wir Ihnen, einen Zyklusrechner oder Eisprungrechner bzw. Eisprungtest (Ovulationstest) zu verwenden. Auch der Clearblue Fertilitätsmonitor ist ein zuverlässiges Hilfsmittel bei der natürlichen Familienplanung (NFP).