Sind Salmonellen in der Schwangerschaft gefährlich für’s Baby?

Die gute Nachricht vorneweg: Eine Infektion mit Salmonellen in der Schwangerschaft ist in der Regel nicht gefährlich für die Schwangere oder ihr Baby. Denn die Bakterien werden nicht über die Blutbahn auf das Ungeborene übertragen.

Dennoch sind die Symptome einer Infektion sehr unangenehm für die Schwangere und ein schwerer Krankheitsverlauf kann die Versorgung des Kindes beeinträchtigen. Deshalb wird eine rechtzeitige Behandlung der Symptome empfohlen.

In diesem Ratgeber zu Salmonellen in der Schwangerschaft erfahren Sie

  • an welchen Symptomen Sie eine Infektion erkennen und wie die Bakterien übertragen werden
  • wann Salmonellen in der Schwangerschaft gefährlich werden
  • wie Sie eine Infektion behandeln & vorbeugen können.

Salmonellen in der Schwangerschaft: Symptome und Ursachen

Salmonellen sind stäbchenförmige Bakterien, die sich hauptsächlich durch infizierte Lebensmittel auf den Menschen übertragen [1]. Allerdings ist auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch möglich.

Eine Infektion mit Salmonellen in der Schwangerschaft erkennen Sie an den folgenden Symptomen:

  • starke Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Erbrechen)
  • Schüttelfrost
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Abgeschlagenheit

Die ersten Anzeichen zeigen sich in der Regel bereits kurz nach der Infektion – spätestens aber nach drei Tagen.

Die Ursache der Infektion liegt hauptsächlich in eiweißhaltigen und flüssigen Lebensmitteln, wie z.B. Eiern und Geflügel. Denn auf diesen vermehren sich die Bakterien bei hohen Temperaturen besonders schnell. Die Gefahr liegt insbesondere darin, dass man den Bakterienbefall weder an seinem Aussehen, noch an seinem Geruch oder Geschmack erkennen kann. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich in der Küche stets an Hygienevorschriften zu halten.

Salmonellen in der Schwangerschaft

Salmonellen in der Schwangerschaft sind ungefährlich für das Baby. Trotzdem sollten die Symptome behandelt werden, um einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf zu vermeiden.

Wie gefährlich sind Salmonellen in der Schwangerschaft?

Normalerweise sind Salmonellen in der Schwangerschaft ungefährlich für die Schwangere und ihr ungeborenes Baby.  Denn die Infektion verläuft bei den meisten Frauen nur leicht bis mittelschwer und ist zum Teil gar binnen 24 Stunden überstanden. Außerdem übertragen sich die Bakterien auch nicht auf das Baby.

Trotz alledem sollte bei Verdacht einer Infektion ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, um Folgeschäden zu vermeiden. Ein schwerer Krankheitsverlauf, der mit viel Erbrechen und Durchfall einhergeht und den Körper der Schwangeren stark fordert, kann dadurch zur Unterversorgung des Babys führen. Folglich steigt dadurch das Risiko einer Frühgeburt oder Fehlgeburt.

Tipps zur Behandlung und Vorbeugung von Salmonellen in der Schwangerschaft

Zur Behandlung von Salmonellen in der Schwangerschaft sind einfache Hausmittel bereits hilfreich. Wichtig ist vor allem, viel Wasser zu trinken, um die Bakterien aus dem Körper zu schwemmen. Ungesüßte Kräutertees beruhigen zusätzlich den Magen. Des Weiteren hilft der Verzehr von Salzstangen oder Zwieback, den durcheinander geratenen Elektrolyt-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Zur Vorbeugung von Salmonellen in der Schwangerschaft sind eine strenge Lebensmittelhygiene, sowie der Verzicht auf verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft sehr wichtig.

Achten Sie während des gesamten Schwangerschaftsverlaufs auf folgende Punkte:

  • Unterbrechen Sie nach dem Einkauf nicht zu lange die Kühlkette und lagern Sie rohe Lebensmittel immer direkt im Kühlschrank. Das gilt insbesondere für (Geflügel-)Fleisch und Eier.
  • Gegenstände, die mit rohen oder aufgetauten Produkten in Berührung gekommen sind, müssen unmittelbar mit heißem Wasser abgespült werden.
  • Waschen Sie sich vor und nach jeder Mahlzeit bzw. Zubereitung gründlich die Hände.
  • Tauen Sie tiefgeforene Fleisch- und Fischprodukte am besten in einem Abtropfsieb auf. Auftauwasser, das sich im Kühlschrank sammelt sollte sofort weggewischt werden. Denn die Bakterien überleben auch bei Minusgraden.
  • Wechseln Sie regelmäßig Geschirr- und Wischtücher und waschen Sie diese in der Waschmaschine bei mindestens 60°C.
  • Nehmen Sie Abstand von infizierten Personen und Personen, die an einem Magen-Darm-Infekt leiden.

Ähnliche Lebensmittelinfektionen, die jedoch gefährlich für die Schwangere und ihr Baby sein können, sind die Listeriose und Toxoplasmose.

Quellen:

[1] https://www.docsonnet.com/de/krankheiten/salmonellen, letzter Zugriff: 29.10.2018

Dieser Artikel ist Teil der Serie zum Thema Essen und Trinken in der Schwangerschaft. Überblick aller Ratgeber:

  1. Alkoholfreies Bier
  2. Checkliste: Verbotene Lebensmittel
  3. Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes
  4. Lakritz
  5. Leberwurst
  6. Mozzarella
  7. Parmesan
  8. Räucherlachs
  9. Rohmilchkäse
  10. Salbei
  11. Salami
  12. Salmonellen
  13. Schwangerschaftsvitamine
  14. Teewurst
  15. Toxoplasmose




Letzte Aktualisierung am 29.09.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API