Toxoplasmose in der Schwangerschaft

An Toxoplasmose in der Schwangerschaft zu erkranken stellt ein Risiko für Mutter und Kind dar. Insbesondere das Baby kann in dem Fall durch die Infektion schwer geschädigt werden. Auch wenn die Krankheit eher selten vorkommt, sind die Auswirkungen mitunter extrem. Dieser Ratgeber klärt werdende Mütter auf, was eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft ist, welche Folgen sie haben kann und wie man sich dagegen schützt.

Was ist Toxoplasmose?

Toxoplasmose ist eine durch Parasiten übertragene Infektion. Hauptüberträger sind Katzen, besonders der Katzenkot ist die erste Anlaufstelle um sich zu infizieren. Demgemäß sollten Schwangere Katzenklos, Katzen und potentiell mit Katzenkot verunreinigte Erde (beispielsweise nicht abgedeckte Sandkästen) meiden. Auch über ungewaschenes Obst, rohes oder geräuchertes Fleisch, sowie nicht pasteurisierte Rohmilchprodukte (beispielsweise Käse, Milch, etc.) kann man sich eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft einfangen. Die gute Nachricht ist, dass man daran nur einmal im Leben erkrankt und danach fortwährend Antikörper in sich trägt.

Toxoplasmose Schwangerschaft

Toxoplasmose in der Schwangerschaft: Alles über Risiken, Wirkung und Schutz der Infektion, die primär durch Katzen übertragen wird.

Welche Auswirkungen hat Toxoplasmose in der Schwangerschaft

Zunächst einmal ist die Chance an Toxoplasmose in der Schwangerschaft zu erkranken relativ gering. Nur ca. 0,5% der Frauen, die zuvor noch nicht infiziert waren und keine Antikörper aufweisen erkranken überhaupt daran. Bezieht man die Menge der Personen mit ein, die bereits vor der Schwangerschaft immun waren, dann sinkt das Risiko auf weitere Bruchteile. Warum wird dann trotzdem soviel über die Erkrankung geschrieben? Der Grund liegt darin, dass die Auswirkungen auf das Baby mitunter verheerend sein können. So besteht durch die Infektion, für das Baby die Gefahr von Wasserkopf und Schäden am Kopf, wie etwa Hirnschäden oder an den Augen. Auch die Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden. Bei manchen Babys treten die Schädigungen durch eine Toxoplasmose in der Schwangerschaft auch erst Monate oder Jahre nach der Geburt auf und äußern sich durch Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten, Hörprobleme oder Schäden an den Augen.

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Wie kann man Toxoplasmose in der Schwangerschaft erkennen?

Da die Infektion oftmals unerkannt verläuft, gibt es viele Frauen die bereits vor der Schwangerschaft unwissentlich erkrankt sind und Antikörper gebildet haben. Auch während die Mutter schwanger ist, kann die Erkrankung unbemerkt und weitestgehend symptomfrei verlaufen. Mögliche Symptome sind jedoch:

  • Allgemeine Grippesymptome
  • Dicke Lymphknoten im Kopfbereich
  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit / Erschöpfung

Ihr Arzt kann über einen Bluttest nachweisen, ob Antikörper bestehen. Ist dies der Fall, dann hatten Sie bereits eine Infektion und sind künftig immun gegen die Infektion oder haben sich schlechtesten Falls während der Schwangerschaft infiziert. Ein weiterer Bluttest gibt Aufschluss darüber wie lange die Infektion zurück lag. Bis die Antikörper gebildet werden vergehen ca. drei Wochen, daher kann es bei einem negativem Testergebnis sein, dass der Arzt die Blutuntersuchung wiederholen muss. Ist das Ergebnis im Wiederholungsfall weiterhin negativ, dann hatten Sie bisher keine Erkrankung und können sich aber künftig noch infizieren. Eine Fruchtwasseruntersuchung kann direkt klären, ob das Baby während der Schwangerschaft mit Toxoplasmose infiziert wurde, ist wegen des Risikos des Eingriffs aber nicht empfehlenswert. Nach der Geburt  kann das Baby ebenfalls einem Bluttest unterzogen und gegebenenfalls mit Antibiotika versorgt werden. Dies ist auch die gängige Behandlungsmethode um infizierte Schwangere zu behandeln.