5 Möglichkeiten, wie Sie Ihr Schreikind sanft beruhigen

Sie sind auf der Suche nach Beruhigungstipps für Ihr Schreikind, weil es mehrmals am Tag und stundenlang ausschließlich nur weint und brüllt? Dann ist dieser Ratgeber genau das Richtige für Sie!

Denn in diesem Ratgeber zum Schreikind erfahren Sie

  • ab wann man von einem Schreikind spricht
  • wie lange die Phase des Brüllens und Weinens andauert
  • Tipps wie Sie Ihr schreiendes Kind sanft beruhigen
  • Möglichkeiten zur Therapie mithilfe von sanfter Osteopathie und Homöopathie.

Ab wann ist mein Baby ein Schreikind?

Kaum hat man sich in der Schwangerschaft noch unglaublich auf das Elternwerden gefreut, werden die Eltern nach der Geburt Ihres Babys vor große Herausforderungen gestellt, wenn es ein Schreikind wird. Schreikinder zeichnen sich durch besonders häufiges Weinen und Schreien aus, das nicht mehr aufhören will. Doch ab wann ist ein Baby genau ein Schreikind?

Experten sprechen von einem Schreikind, wenn das Neugeborene

  • über einen Zeitraum von drei Monaten
  • an mindestens drei Tagen die Woche
  • für mindestens drei Stunden am Tag

hysterisch weint und brüllt. Dabei zieht es seine Beine an, ballt die Hände zu kleinen Fäusten, überstreckt den Rücken und das Gesicht läuft hochrot an. Machen Sie sich sorgen, etwas falsch zu machen? Dann sind Sie mit diesem Gefühl nicht alleine. Denn etwa jedes fünfte Baby in Deutschland ist ein Schreikind. Ungefähr 20 bis 25 Prozent aller Neugeborenen haben nach ihrer Geburt Anpassungsschwierigkeiten, die sie ihren Eltern mit viel Weinen und Schreien zum Ausdruck bringen.

Die Ursachen für ein Schreibaby sind sehr vielfältig. So kann beispielsweise eine seelisch belastende Schwangerschaft oder die Schwierigkeit des Babys, Umweltreize zu verarbeiten, Auslöser für die Anspannung des Babys sein. Früher wurde angenommen, dass die Schreiattacken nach dem Abklingen der 3-Monats-Koliken von selbst wieder verschwinden. Inzwischen wurde aber nachgewiesen, dass diese Ursache nur bei sehr wenigen Babys der Fall ist.

Schreikind

Ein Schreikind weint und brüllt häufig über einen Zeitraum von drei Monaten, an mindestens drei Tagen die Woche und für mindestens drei Stunden am Tag.

Wie lange weint und brüllt mein Schreikind?

Meist fällt direkt nach der Geburt erst nicht auf, dass das Baby ein Schreikind ist. Denn oft sind die Babys in der ersten Lebenswoche ruhig und schlafen viel. Bei Schreibabys beginnen die ersten Schreiattacken um ihre zweite Lebenswoche. Von Woche zu Woche nehmen diese Schreiattacken schließlich kontinuierlich zu. In der Regel enden die Schreiattacken des Babys mit dem Beginn seines vierten Lebensmonats. Die Brüllerei dauert nur in seltenen Fällen bis zum Ende des ersten Jahres oder gar noch länger an.

Suchen Sie in jedem Fall einen Kinderarzt auf, wenn sie die Vermutung haben, dass Ihr Baby ein Schreikind ist. So lassen sich gesundheitliche Ursachen untersuchen und ggf. ausschließen.

5 Möglichkeiten, wie Sie Ihr Schreikind sanft beruhigen

Die Anspannung von Ihrem Schreibaby können Sie unterstützend lösen, wenn Sie nachfolgende 5 Tipps zur Beruhigung Ihres Babys kennen.

1. Das Pucktuch oder die Hängewiege zur Beruhigung und Entspannung

Eine traditionelle Wickeltechnik, die dazu dient, das Neugeborene zu beruhigen und zu entspannen, ist das Pucken des Babys. Die Enge des Einwickelns und die dadurch entstehende Wärme durch das Pucktuch, simuliert den Schutz im Mutterleib, sodass sich das Schreikind wohl und geborgen fühlt.

In dem man den sogenannten „Moro-Reflex“ des Schreibabys unterdrückt, der dafür sorgt, dass es im Schlaf unkontrolliert zuckt und davon erwacht, kann es ruhiger und erholsamer schlafen. Das Baby zu pucken ist jedoch nur in den ersten drei bis fünf Monaten sinnvoll, in der dieser frühkindliche Reflex aufritt.

Alternativ können Sie Ihr Baby auch in eine Wiege legen. Diese ist eine natürliche Einschlafhilfe, die Ihr Baby durch sanfte Auf- und Ab-Bewegungen in den Schlaf wiegt.

2. Ein fester Tagesablauf, Rituale und weniger Umweltreize

Versuchen Sie die Flut der Umweltreize einzudämmen und einen regelmäßigen Tagesablauf für Ihr Schreibaby zu schaffen, um es langsam an den Alltag zu gewöhnen.

  • Planen Sie dazu feste Zeiten zum Füttern, Schlafen, Spielen und Spazierengehen ein.
  • Verschaffen Sie Ihrem Schreibaby in der noch fremden Umwelt genug Orientierungs- und Ruhepole.
  • Schaffen Sie regelmäßige Rituale, wie z.B. jeden Abend das gleiche Schlaflied oder ein warmes Entspannungsbad mit sanfter Massage.

3. Der geheime „Babygriff“ zur Entspannung der Eltern

Was sich zunächst nach einem Handauflegen auf das eigene Baby anhört, ist in Wirklichkeit ein einfacher Trick zur Beruhigung und Entspannung von Mama oder Papa.

Legt der Vater beispielsweise der Mutter seine Hand sanft auf den Rücken, während sie mit dem Schreibaby beschäftigt ist, soll sie sich genau darauf konzentrieren. Dadurch, dass sich die Mutter entspannt, wird auch das Schreikind ruhiger. Denn die Anspannung der Eltern überträgt sich häufig auch auf das sowieso schon überreizte Baby.

Finden Sie Ihre eigene innere Ruhe, reduzieren  Reize und vermitteln Sie Ihrem Schreibaby, dass Sie da sind, ohne genug Zeit für sich selbst zu vergessen. Ihre eigene innere Ruhe und Entspannung hilft ihrem Kind, seinen Stress abzubauen.

4. Die Schreiambulanz für das Schreikind

In der modernen Kinderheilkunde wird ein Schreibaby bis zu einem Alter von drei Jahren in einer Schreiambulanz behandelt. Ein Schreibaby fällt durch sein exzessives Weinen und Schreien, sowie Schlaf- und Fütterstörungen auf. Bei der Therapie des exzessiven Schreiens und der Anpassungsschwierigkeiten, steht in der Schreiambulanz die Eltern-Kind-Beziehung im Mittelpunkt. Dabei werden die Feinfühligkeit, die intuitiven Kompetenzen und die Mentalisierungsfähigkeit der Eltern gestärkt. Um Möglichkeiten zur Unterstützung der Kompetenzen des Babys zu erarbeiten, werden Alltagssituationen wie z.B. das Füttern, Wickeln und Spielen durch die Schreiambulanz untersucht.

5. Schreikind mit Osteopathie und Homöopathie therapieren

Möglicherweise hat Ihr Schreibaby eine Blockade, die ständige Schmerzen verursacht. In diesem Fall sollte das Baby zu einem Osteopathen mit Spezialisierung auf Babys und Kinder überweisen, der die Blockade nehmen kann. In der Osteopathie wird der Bewegungsapparat vom Schreikind betrachtet und mögliche Blockaden des Körpers erkannt. Beispielsweise kann das KiSS-Syndrom eine Ursache einer Blockade darstellen.

Mögliche osteopathische Hinweise auf eine Blockade beim Schreikind geben folgende Punkte

  • das Baby überstreckt sich häufig und stark
  • es liegt nicht gerade, wenn es auf den Rücken gelegt wird
  • das Baby wehrt sich dagegen, in Bauchlage hingelegt zu werden
  • das Baby ist berührungsempfindlich beim Waschen und Anziehen

Auch Homöopathie kann einem Schreikind helfen. Je nach Beschwerden können 1 bis 2 Globuli in die Backentaschen gelegt werden.

Folgende homöopathische Mittel können überreizte Sinne vom Schreikind beruhigen

  • Chamomilla D12 bei ununterbrochenem Schreien, außer beim Tragen oder Schaukeln (1 Tag alle 1 bis 2 Stunden, ab Besserung nur noch alle 3 bis 6 Stunden)
  • Stramonium D12 bei nächtlichen Schreiattacken, wenn das Schreibaby eine schwere Geburt hatte (3x täglich)
  • Colocynthis D12 das Schreibaby zieht während des Schreiens die Beine ein (1 Tag alle 1 bis 2 Stunden, ab Besserung nur noch alle 3 bis 6 Stunden)

Achtung: Halten Sie vor der Therapie mittels Osteopathie oder Homöopathie immer Absprache mit einem Arzt, Osteopathen und/oder Homöopathen.




Letzte Aktualisierung am 19.02.2019 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API