3-Monats-Koliken: Anzeichen, Ursachen & Behandlung

3-Monats-Koliken (Dreimonatskoliken) bezeichnen Schmerzen im Bauchbereich von Babys, die vor allem nach dem Essen auftreten. Die krampfartigen Bauchschmerzen betreffen etwa 10-15 Prozent aller Babys und setzen etwa zwischen der zweiten und vierten Lebenswoche ein. An welchen Anzeichen Sie 3-Monats-Koliken erkennen, was Sie dagegen tun können und wann ein Arzt aufgesucht werden sollte, erfahren Sie in diesem Artikel.


Dieser Artikel gehört zur Serie über Krankheiten bei Babys und Kinder. Überblick aller Beiträge:

  1. 3-Monats-Koliken
  2. Dreitagefieber
  3. Erkältung und Grippe
  4. Kopfgneis
  5. Läuse im Kindergarten
  6. Neugeborenenakne
  7. Neurodermitis

3-Monats-Koliken: Ursachen

3-Monats-Koliken tragen ihren Namen nicht ohne Grund, denn sie treten vorwiegend in den ersten drei Lebensmonaten der Babys auf. Dreimonatskoliken sind heftige, krampfartige Bauchschmerzen, die insbesondere nach den Mahlzeiten einsetzen. Die genauen Ursachen von 3-Monats-Koliken sind bisher noch unbekannt. Allerdings wird in einigen Theorien Vermutungen aufgestellt, dass zu langsame Darmbewegungen die Ansammlung von Darmgasen verursachen, die schließlich zu einem schmerzhaften Weiten des Darmes führen oder verstärkte Darmbewegungen Krämpfe verursachen. Andere Theorien behaupten, dass das Essverhalten der Babys Dreimonatskoliken auslösen kann, beispielsweise wenn das Baby zu schnell trinkt, zu wenig isst oder beim Essen zu viel Luft verschluckt. Einige blähende Lebensmittel die die Mutter isst, können beim Baby Koliken auslösen, wenn diese über die Muttermilch aufgenommen werden. Im Zweifelsfall, wenn das Baby untröstlich weint, sollte immer ein Arzt um Rat gefragt werden, um anderweitige Erkrankungen (z.B. einen Darmverschluss oder das KiSS-Syndrom) auszuschließen.

3-Monats-Koliken

3-Monats-Koliken sind krampfartige Bauchschmerzen beim Baby, die in den ersten drei Lebenswochen auftreten und meist 3 Monate dauern.

3-Monats-Koliken: Die typischen Anzeichen von Dreimonatskoliken

Typische Anzeichen für 3-Monats-Koliken sind insbesondere die heftigen Schrei- und Weinattacken der Babys, die sich aufgrund der Schmerzen kaum beruhigen lassen. Weiterhin werden die Babies meist von gluckernden Bauchgeräuschen, Magenknurren und Blähungen verfolgt, die kaum Linderung der Schmerzen verschaffen. Bei einigen Babys sind die Dreimonatskoliken erst ab etwa dem Ende des neunten Lebensmonats überstanden. Weitere Anzeichen, anhand derer sich erkennen lässt, ob ein Baby unter Dreimonatskoliken leidet sind:

  • 3-Monats-Koliken treten in den ersten zwei bis vier Lebenswochen des Babys auf und dauern etwa 3 Monate
  • das Baby weint viel und lange (bis zu drei Stunden) und ist nicht mehr zu beruhigen
  • Schrei- und Weinattacken beginnen zur selben Tageszeit und treten mindestens zweimal am Tag auf
  • das Baby zieht die Füße eng an den Körper und ballt die Hände zu Fäusten
  • das Baby hat Magenknurren, Magengluckern und Blähungen

Letzte Aktualisierung am 22.11.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Ratschläge zur Behandlung & zum Umgang mit 3-Monats-Koliken

Eine gezielte Behandlung gegen 3-Monats-Koliken existiert nicht, allerdings gibt es viele kleine Tipps, die gegen die Dreimonatskoliken helfen können:

  • beruhigen Sie ihr Kind im Schaukelstuhl oder in einer Wiege
  • tragen Sie ihr Baby in einer Bauchtrage (die körperliche Wärme hilft wie bei einer Wärmflasche)
  • füttern Sie ihr Baby langsam, lassen Sie das Baby dabei öfter aufrecht sitzen, um ein Aufstoßen zu erleichtern
  • massieren Sie den Bauch des Babys leicht mit Zirkelbewegungen, um Schmerzen zu lindern

Tipps für stillende Mütter:
Einigen Lebensmitteln, die bei der stillenden Mutter Blähungen hervorrufen, wird nachgesagt, dass sie Koliken beim Baby verstärken können. Zu diesen Lebensmitteln gehören beispielsweise Kohl, Orangensaft oder Zwiebeln. Probieren Sie verschiedene Lebensmittel, um herauszufinden, auf welches Ihr Baby reagiert.

Ein Baby das unter 3-Monats-Koliken leidet, kann eine große Belastung für die Eltern darstellen, da diese nicht sofort etwas gegen die Schmerzen tun können. Für die Eltern ist es in dieser Zeit wichtig daran zu denken, dass das Baby eigentlich gesund ist und dass die Koliken in einigen Monaten wieder von selbst vorbeigehen.