Vorsicht bei Salbeitee in der Schwangerschaft und Stillzeit!

Ein übermäßiger Genuss von Salbeitee in der Schwangerschaft und in der Stillzeit sollte vermieden werden. Denn die Wirkung kann im Extremfall vorzeitige Wehen (Frühwehen) auslösen, die Milchproduktion hemmen oder gar zu einer Fehlgeburt führen. Zum Abstillen ist die Wirkung von Salbei als Tee allerdings gut geeignet.

Warum Sie auf große Mengen Salbeitee in der Schwangerschaft und Stillzeit verzichten sollten, wie Sie Salbei im Alltag dennoch verwenden können und wie die Wirkung von Salbei beim Abstillen hilft, erfahren Sie in diesem Ratgeber zum Salbeitee in der Schwangerschaft.

Warum Sie auf Salbeitee in der Schwangerschaft verzichten sollten

Vom Genuss von Salbeitee in der Schwangerschaft sollte eher abgesehen werden. Denn seine Eigenschaften haben eine negative Wirkung auf den Körper der Schwangeren. In der traditionellen Heilpflanze Salbei sind nämlich Tannine enthalten, die bei schwangeren Frauen eine zusammenziehende Wirkung auf ihr Gewebe haben.

Diese Tannine wie beispielsweise Rosmarinsäure, sind in der Wundheilung zwar sehr geschätzt, allerdings in der Schwangerschaft sehr gefährlich. In größeren Mengen kann der Verzehr von Salbeitee in der Schwangerschaft stimulierend auf den Hormonhaushalt und die Gebärmutter wirken. Wenn sich der Uterus durch die Wirkung der Tannine zusammenzieht, werden dadurch im schlimmsten Fall vorzeitige Wehen (Frühwehen) ausgelöst. Auch das Ungeborene kann Schaden davon nehmen oder es kommt im Extremfall zu einer Frühgeburt oder gar Fehlgeburt.

Ein weiterer Inhaltsstoff der Pflanze Salbei ist außerdem Thujon. Thujon ist ein ätherisches Öl, das die Wirksamkeit von Salbei erst richtig ausmacht. In zu hoher Dosierung ist das ätherische Öl allerdings höchst toxisch und kann als Nervengift wirken. Bei empfindlichen Schwangeren kann ein übermäßiger Genuss von Salbeitee in der Schwangerschaft zu einem Übermaß des Inhaltsstoffes Thujon führen, das abortiv wirken kann. Dadurch kann ein ungewollter Schwangerschaftsabbruch ausgelöst werden.

Als Vorbeugung und Vorsichtsmaßnahme gehört Salbeitee in der Schwangerschaft deshalb eher auf die Liste der verbotenen Lebensmittel in der Schwangerschaft.

Achtung: Salbeiöl in der Schwangerschaft ist ebenfalls tabu. Denn das ätherische Öl ist hochkonzentriert und gilt somit als besonders gesundheitlich bedenklich.

Salbeitee in der Schwangerschaft

Ein übermäßiger Genuss von Salbeitee in der Schwangerschaft und Stillzeit sollte gemieden werden. Denn die Wirkung von Salbei kann Frühwehen auslösen und die Milchproduktion hemmen.

Wie Sie Salbeitee in der Schwangerschaft trotzdem anwenden dürfen

Salbeitee in der Schwangerschaft sollte zur Sicherheit nicht getrunken oder als anderweitige konzentrierte Form eingenommen werden. Doch die äußerliche Anwendung von Salbeitee in der Schwangerschaft ist auch über einen längeren Zeitraum möglich.

Brühen Sie zum Beispiel eine Kanne Tee auf und verwenden Sie den abgekühlten Salbeitee in der Schwangerschaft als kühlende Wickel zur Schmerzlinderung oder als Gurgelwasser bei Halsschmerzen.

Bei einer Erkältung mit Rachenraumbeschwerden darf auch ab und zu ein Salbeibonbon in der Schwangerschaft gelutscht werden. Auch die Anwendung von Salbeiblättern als Küchengewürz ist unbedenklich.

Salbeiblättertee in der Stillzeit und zum Abstillen

Wenn Sie Ihr Baby in der Stillzeit noch mit der Brust stillen, sollten Sie auch in der Stillzeit auf Tee aus Salbeiblättern verzichten. Denn die Wirkung dieses Heilkrauts wirkt beim Stillen eher kontraproduktiv. Die Inhaltsstoffe von Salbeitee in der Schwangerschaft und Stillzeit hemmen nämlich die Milchproduktion, wodurch sich der Milchfluss verlangsamt. Auf diese Weise wird das Baby beim Stillen mit zu wenigen Nährstoffen versorgt und benötigt unbedingt zusätzliche Zufütterung mit der Babyflasche.

Der Genuss einer kleinen Menge Salbeiblättertee in der Stillzeit ist allerdings möglich, wenn es während der Stillzeit zu einem Milchstau kommt. Auch kühlende Umschläge sollen in der Stillzeit als äußerliche Anwendung für die Brust, Linderung verschaffen.

Um Ihr Baby von der Brust und dem Stillen zu entwöhnen, ist Salbeiblättertee zur Unterstützung beim Abstillen jedoch bestens geeignet.  Die Milchbildung hemmende Wirkung ist beim Abstillen aktiv erwünscht. Zum Abstillen ist eine Teemischung aus Salbei, Melisse und Pfefferminz ideal.

Dieser Artikel ist Teil der Serie zum Thema Essen und Trinken in der Schwangerschaft. Überblick aller Ratgeber:

  1. Alkoholfreies Bier
  2. Checkliste: Verbotene Lebensmittel
  3. Ernährungsplan bei Schwangerschaftsdiabetes
  4. Lakritz
  5. Leberwurst
  6. Mozzarella
  7. Parmesan
  8. Räucherlachs
  9. Salbei
  10. Salami
  11. Schwangerschaftsvitamine
  12. Teewurst
  13. Toxoplasmose