Ringelröteln in der Schwangerschaft – Symptome & Risiko

Ringelröteln in der Schwangerschaft betrifft ungefähr ein Drittel aller schwangeren Frauen, die vorher noch keine Infektion mit dem Parvovirus B19 hatten und daher noch keine Abwehrkräfte gegen Ringelröteln haben. Die Folgen von Ringelröteln sind insbesondere dann gefährlich, wenn sich die Frau während ihrer Schwangerschaft infiziert. Bei Ringelröteln in der Schwangerschaft kann das ungeborene Kind im schlimmsten Fall durch Blutarmut oder aufgrund eines Herzversagens sterben.


Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie über Schwangerschaftskomplikationen. Überblick aller Ratgeber:

  1. Blasenmole
  2. Eileiterschwangerschaft
  3. KiSS-Syndrom
  4. Neuralrohrdefekt
  5. Nierenbeckenentzündung
  6. Präeklampsie
  7. Ringelröteln
  8. Risikoschwangerschaft
  9. Schwangerschaftsprobleme
  10. Streptokokken
  11. Vorzeitiger Blasensprung

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Ringelröteln in der Schwangerschaft – Anzeichen, Symptome & Diagnose

Die Anzeichen von Ringelröteln in der Schwangerschaft sind meist Gelenkschmerzen, Schwellungen oder in seltenen Fällen auch in Rheumaerkrankungen,  die wochenlang bis monatelang andauern können. Die typischen Symptome von Ringelröteln wie z.B. leichtes Fieber oder ein Ausschlag an Armen, Beinen und Rumpf, so wie sie in der Regel im Kindesalter auftreten, fehlen in der Schwangerschaft. Ringelröteln in der Schwangerschaft sind gefährlich, da Schwangere die Erreger an ihr Ungeborenes weitergeben können, unabhängig davon, ob sich typische Krankheitsanzeichen entwickeln oder nicht. Dadurch ist das Leben des Ungeborenen gefährdet und es kann im schlimmsten Fall an den Folgen der Erkrankung sterben. Der Arzt kann eine Diagnose stellen, in dem er Antikörper gegen das Virus im Blut nachweist. Um eventuelle Schwangerschaftskomplikationen frühzeitig zu erkennen und die Entwicklung des Babys genau zu verfolgen, werden mehrere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt, die sich über einen Zeitraum von acht bis zehn Wochen erstrecken. Vor der 16. SSW findet eine Fruchtwasseruntersuchung statt und ab der 17. SSW wird eine kindliche Blutanalyse erstellt.

Ringelröteln Schwangerschaft

Ringelröteln in der Schwangerschaft sind gefährlich, da die Erreger an das Kind weitergeben werden und im schlimmsten Fall zum Tod des Kindes führen können.

Ringelröteln in der Schwangerschaft – Risiko und Gefahren für das Baby

Ringelröteln in der Schwangerschaft können sehr schwere Folgen für das ungeborene Kind haben. Bis zur 8. SSW (Schwangerschaftswoche) kann eine Infektion mit dem Parvovirus B19 zu einer spontanen Fehlgeburt führen. Erfolgt eine Infizierung mit dem Virus zwischen der 9. SSW und 20. SSW, können die Folgen der Ringelröteln besonders kritisch werden. Ab etwa drei bis zehn Wochen nach der Infektion mit Ringelröteln in der Schwangerschaft kann es zu einem Hydrops fetalis (Wasseransammlungen) beim Kind kommen. Kinder, die schon im sehr frühen Schwangerschaftsverlauf mit den Erregern von Ringelröteln infiziert wurden, können schon im Mutterleib sterben.  Hat eine Infektion erst ab der 21. SSW stattgefunden, brauchen werdende Mütter meist kein Risiko für ihr Kind zu befürchten.

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Ringelröteln in der Schwangerschaft – Therapie und Vorbeugung

Gegen Ringelröteln in der Schwangerschaft gibt es keine Impfung, weshalb es auch keine Möglichkeit gibt, gegen das Parvovirus B19 im Körper der Mutter vorzugehen. Sollte eine Infektion des Kindes diagnostiziert worden sein und leidet es aufgrund der Erkrankung unter einer Blutarmut (Anämie), besteht die Möglichkeit der Behandlung in einer Bluttransfusion. Für Frauen, die bereits an Ringelröteln erkrankt sind besteht keine Ansteckungsgefahr mehr während der Schwangerschaft, da sie bereits Antikörper gebildet haben und sie dadurch ihr Leben lang geschützt sind. Die Krankheit kann also kein zweites Mal ausbrechen und es besteht für sie kein Grund zur Sorge. Da die Erreger über feinste Tropfen durch Niesen, Husten oder Sprechen weitergetragen werden, können sich schwangere Frauen vorbeugend gegen eine Infektion schützen, indem sie sich öfter und gründlich die Hände mit Seife und Wasser waschen und den Kontakt mit angesteckten Menschen meiden.