Muttermilch einfrieren

Kann man Muttermilch einfrieren um diese langfristig haltbar zu machen? Welche Vorteile und Nachteile bietet das Verfahren für Mutter und Kind? Wir klären über etwaige Risiken auf und zeigen, wie man effektiv und gesund Muttermilch einfrieren kann.

Darf man Muttermilch einfrieren?

Mütter die Ihr Baby stillen liefern dem Kind die bestmögliche, frühkindliche Ernährung. Die Milch der Mutter ist voller wichtiger Nährstoffe für Wachstum und Entwicklung und hilft dabei das Immunsystem weiter aufzubauen. Damit man Muttermilch einfrieren kann, muss diese in abschließbaren Gefäßen hygienisch aufbewahrt werden. Wichtig ist das die Aufbewahrungsgefäße keimfrei sind und vor dem Befüllen sterilisiert oder heiß abgespült werden. Um Muttermilch aufbewahren zu können eignen sich:

  •  Kunststoffbehälter aus Polypropylen
  • Glasgefäße
  • Muttermilchflaschen und Muttermilchbeutel

Die Milch können Sie mit einer einfachen Handpumpe oder einer elektrischen Muttermilchpumpe abpumpen. Um die Muttermilch einfrieren und lange haltbar machen zu können, sollte Sie anschließend ohne lange Lagerung bei -18°C tiefgefroren werden.

Muttermilch einfrieren

Muttermilch einfrieren: Die Aufbewahrung ermöglicht ein flexibles Reagieren auf Zeiten in denen die Mutter vom Kind getrennt ist.

Vorteile beim Muttermilch einfrieren

Wenn Sie Muttermilch einfrieren dann bietet dies eine Reihe von Vorteilen. Zu den positiven Aspekten gehört die lange Haltbarkeit, von bis zu sechs Monaten bei -18°C, in der Tiefkühltruhe. So lange halten sich die wichtigsten Nährstoffe wie Vitamine, Eiweiß, Fette, Enzyme, etc. Lediglich die antibakterielle Wirkung verliert sich nach drei Wochen. Ist die Kühltemperatur geringer, dann sinkt auch die Dauer der Haltbarkeit. Die Vorteile der Tiefkühltruhe beim Muttermilch einfrieren liegen auch darin, dass bei -18°C Lebensmittel gegen Bakterien geschützt sind, da sich diese in der Kälte nicht vermehren können. Achten Sie beim Abfüllen auf eine Portionierungsgröße von 60ml-120ml. Soviel trinken Babys normalerweise pro Mahlzeit. Durch die Portionierung und Aufbewahrung kann das Baby auch dann versorgt werden, wenn die Mutter eine Zeit lang vom Baby getrennt ist.

Tipps zur Aufbewahrung:

  • Füllen Sie die Gefrierbehältnisse nicht bis zum Anschlag, da sich die Muttermilch beim Einfrieren noch ausdehnt.
  • Portionen von 60ml-120ml helfen dabei, keine Milch zu verschwenden.
  • Versehen Sie die Beutel mit einem Datum, damit Sie die Haltbarkeit besser einschätzen können

Letzte Aktualisierung am 19.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Nachteile und Risiko beim Muttermilch einfrieren

Keinesfalls sollten Sie das Risiko eingehen und die Muttermilch einfrieren, wenn Sie nicht die richtigen Behältnisse zur Hand haben. Ungeeignet sind etwa:

  • Unsterilisierte Tiefkühlbeutel
  • normale Eisbeutel
  • Hartplastikgefäße aus Polycarbonat (PC)

Letzteres steht im Verdacht den Organismus hormonell anzureichern (endokrine Wirksamkeit). Die anderen Aufbewahrungsgefäße haben Nachteile bei der Hygiene und können bakteriell verunreinigt werden. Einmal eingefrorene und aufgetaute Milch sollte nicht wieder eingefroren werden. Auch beim Mischen von frischer Milch mit eingefrorener Muttermilch, sollten Sie darauf achten, dass die Temperatur zunächst Körperwarm ist und somit das Eis schmelzen könnte. Lassen Sie die frische Flüssigkeit erst etwas abkühlen. Ein deutlicher Nachteil beim Muttermilch einfrieren besteht in der möglichen Änderung von Geschmack und Geruch, da das Enzym Lipase die Fettsäuren spalten kann. Dies ist nicht schlimm und ein normaler Vorgang, der dem Kind bei der Verdauung hilft. Allerdings können manche Babys die eingefrorene Milch aufgrund dieser Änderung verweigern. In jedem Fall sollte während der Kühlung darauf geachtet werden, dass sich keine Eiskristalle bilden und dass Sie nach der Entnahme schonend die Muttermilch erwärmen.