Muttermilch anregen: So steigern Sie effektiv die Milchbildung

Manche stillende Mütter fragen sich, wie sie Muttermilch anregen und die Menge steigern können, damit sie genug Milch für Ihr Baby produzieren. Denn nicht jede Mutter hat auf Anhieb einen reichen Milchfluss.

Anzeichen für zu wenig Muttermilch sind beispielsweise:

  • Baby verlangt öfter die Brust
  • Brust fühlt sich leerer und weicher an
  • beim Abpumpen kommt nur wenig Milch
  • Milchspendereflex nicht oder kaum spürbar

Zu wenig Milch beim Stillen zu produzieren, ist meist die Folge einer falschen Stilltechnik. Entweder liegt das Baby nicht korrekt an der Brust, es wird zu unregelmäßig gestillt oder die Mutter nimmt eine falsche Position beim Stillen ein.

In diesem Beitrag zur Förderung der Milchbildung erfahren Sie, wie Sie effektiv die Produktion von Muttermilch anregen, steigern und fördern.

Muttermilch anregen und effektiv steigern – Mit der richtigen Stillhaltung den Milchfluss fördern

Die Produktion von Muttermilch anregen ist nicht so schwer. Denn mit dem Saugreflex des Babys, setzt die Milchbildung fast ganz von selbst ein. Die Voraussetzung ist, dass das Baby richtig an der Brust liegt und saugt. Wenn dies bereits scheitert, ist zu hoher Wahrscheinlichkeit die Position der Mutter beim Stillen falsch. Korrigieren Sie Ihre Stillhaltung und setzen Sie sich mit geradem Rücken hin. Legen Sie Ihr Baby an die Brust und nehmen Sie ein Stillkissen zur Hilfe.

Weiterhin können Sie die Produktion von Muttermilch anregen und steigern, indem Sie Ihr Baby häufiger mit der Brust stillen. Prinzipiell fördert das Abpumpen der Brust mit einer Milchpumpe zwar den Milchfluss, in dem es die Brust massiert und stimuliert. Jedoch wird das Baby danach mit der Babyflasche gefüttert. Gerade in den ersten sechs Lebensmonaten ist ein regelmäßiges Stillen des Babys aber wichtig.

Damit Sie mehr Muttermilch anregen und produzieren, müssen die Brüste regelmäßig und komplett entleert werden. Lassen Sie Sie Ihr Baby also so lange an der Brust trinken, bis es selbst aufhört. Wenn eine Brust zur Sättigung ausreicht, wechseln Sie beim Füttern zwischen beiden Brüsten ab. So können Sie auf beiden Brüsten gleichmäßig die Produktion von Muttermilch anregen und fördern. Grundsätzlich sollten Sie das Baby acht bis zehn Mal am Tag (etwa alle drei Stunden) stillen. Während dieser Anfangszeit ist es wichtig, dass Sie kontinuierlich die Produktion von Muttermilch anregen und steigern. Denn dadurch reduziert sich der Bedarf des Babys an Stillmahlzeiten nach und nach auf sechs bis acht Mal am Tag.

Muttermilch anregen

Mit einer gesunden Ernährung und Lebensweise, sowie der richtigen Stilltechnik, können Sie die Produktion von Muttermilch anregen.

Muttermilch anregen – Leben Sie gesund und ernähren Sie sich ausgewogen

Nicht nur durch die künftige Anpassung der Stilltechnik, sondern auch durch eine gesunde Ernährung und Lebensweise, werden Sie wirksam die Produktion von Muttermilch anregen und fördern. Essen Sie gesunde Lebensmittel und trinken Sie viel Wasser. Achten Sie jedoch darauf, keinen Pfefferminztee oder Salbeitee in der Stillzeit zu trinken. Denn diese Teesorten haben eine milchbildungshemmende Wirkung.

Greifen Sie außerdem zu einer kohlenhydratreichen Ernährung mit viel Vitamin-B, Malzbier, alkoholfreies Bier und Bockshornklee zum Stillen. Denn diese Hausmittel sollen die Produktion von Muttermilch anregen und verbessern.

Vermeiden Sie den Konsum von Alkohol und Zigaretten. Denn die gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffe setzen sich in der Brustmilch ab. Wenn Sie rauchen oder trinken, dürfen Sie außerdem nicht im selben Bett wie Ihr Baby schlafen. Denn hier ist das Risiko für einen plötzlichen Kindstod erhöht.

Muttermilch anregen bei Frühgeburt und Schwangerschaftskomplikationen

Nach seiner Geburt wird ein Baby in der Regel an der Brust gestillt. Auf diese Weise bereitet sich die Mutter auf die bevorstehende Stillzeit vor und der Beginn der Milchbildung wird eingeleitet. Liegen jedoch eine Frühgeburt oder eine Risikoschwangerschaft vor, wird das Kind nach der Geburt auf die Intensivstation gebracht. In diesem Fall werden Mutter und Kind voneinander getrennt, sodass es nicht möglich ist, das Baby an der Brust zu stillen. Wichtig ist deshalb, dass Mütter spätestens nach 4 bis 6 Stunden nach der Geburt mit einer Milchpumpe Muttermilch anregen. Die Milchbildung muss nämlich stabil aufrechterhalten werden, bis das Baby schließlich selbst an der Brust saugen kann.