Grünlicher Ausfluss in der Schwangerschaft

Ein grünlicher Ausfluss kann ein Hinweis auf eine Infektion sein und sollte von einem Arzt untersucht werden, da sich unbehandelte Erkrankungen auf die Harnröhre, sowie die inneren Geschlechtsorgane ausbreiten können. Im schlimmsten Fall kann die Infektion zu Unfruchtbarkeit führen. Insbesondere ein grünlicher Ausfluss in der Schwangerschaft sollte umgehend von einem Arzt untersucht werden, da eine Entzündung das ungeborene Kind gefährden kann.

Grünlicher Ausfluss in der Schwangerschaft – Ursachen und Merkmale

Ein grünlicher Ausfluss hat wie gelber Ausfluss oder bräunlicher Ausfluss, meist eine Infektion mit Erregern als Hintergrund, die das Scheidenmillieu verändert und verschiedene Beschwerden auslöst. Normalerweise bildet die gesunde Scheide einen weißen Ausfluss von cremiger und geruchsloser Konsistenz, der abgestoßene Zellen der Schleimhaut, Bakterien der natürlichen Vaginalflora und Flüssigkeit aus den kleinen Blutgefäßen enthält. Der Ausfluss trägt zur Selbstreinigung der Scheide bei und schützt diese somit vor Erregern. Ein grünlicher Ausfluss in Kombination mit verschiedenen Beschwerden, die zeitversetzt auftreten können, kann ein Hinweis dafür sein, dass das natürliche Scheidenmilieu aus dem Gleichgewicht geraten ist. Zu diesen unangenehmen Begleiterscheinungen zählen:

  • dickflüssiges, krümeliges oder schaumiges Scheidensekret
  • Rötungen und Brennen der Scheide (Schmerzen bei der Harnentleerung)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • fischähnlicher Geruch, Juckreiz

Ein grünlicher Ausfluss muss nicht unbedingt in Verbindung diesen Symptomen stehen. Allerdings ist es empfehlenswert, auf diese Veränderungen der Scheide zu achten und gegebenenfalls einen Gynäkologen aufzusuchen.

Grünlicher Ausfluss

Ein grünlicher Ausfluss in der Schwangerschaft kann auf eine Infektion der Scheide hindeuten, die für das ungeborene Kind gefährlich sein kann.

Grünlicher Ausfluss – Erreger und mögliche Krankheiten

Grünlicher Ausfluss wird häufig durch folgende Infektionskrankheiten hervorgerufen:

  • Gonorrhoe
  • Trichomoniasis (Trichomonas vaginalis)
  • andere Bakterien (bakterielle Vaginose)

Gonorrhoe („Tripper“) wird durch Gonokokken ausgelöst, die sexuell übertragen werden. Die Beschwerden treten meist eine bis drei Wochen nach der Ansteckung auf. Die ersten Symptome sind ein Brennen oder Stechen beim Urinieren, sowie ein schaumiger grünlicher Ausfluss. Die Entzündung Trichomoniasis wird durch Trichomonas vaginalis Erreger, die  ebenfalls durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, ausgelöst. Typische Begleiterscheinungen sind ein starker gelber bis grüner Ausfluss, der fischähnlich riecht und mit einem Juckreiz an der Scheide, sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftritt. Eine Vielzahl anderer Bakterien kann ebenfalls grünlichen Ausfluss verursachen, die auch als „bakterielle Vaginose“ bezeichnet wird. Diese Erkrankung wird von dünnflüssigem bis schaumigem Ausfluss, sowie einem strengen fischartigen Geruch begleitet.

Letzte Aktualisierung am 20.10.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Behandlungsmöglichkeiten und Vorbeugung

Grünlicher Ausfluss bei Scheideninfektionen mit Bakterien oder Trichomonas wird meist mit Antibiotika behandelt. Je nach Wirkstoff werden diese als orale Tablette oder in Form von Vaginalcremes und Vaginaltabletten verabreicht. Eine Linderung der Beschwerden wird schon innerhalb von wenigen Tagen erreicht. Bei Verdacht auf auf eine bakterielle Vaginose oder Trichomoniasis, sollten mögliche Therapiemöglichkeiten mit einem Arzt besprochen werden. Bei einer „harmlosen“ Scheideninfektion oder bei einer bekannten Diagnose, reicht meist ein rezeptfreies Anti-Pilz-Mittel aus der Apotheke. Ein grüner Ausfluss hat meist eine sexuell übertragbare Krankkeit als Ursache. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert beim Geschlechtsverkehr Kondome zu verwenden, um sich vor einer Ansteckung zu schützen. Ein Kondom ist das einzige hormonfreie Verhütungsmittel, das eine Ansteckung mit Geschlechtskrankheiten verhindern kann. Ist bei einem Partner eine Infektion identifiziert worden, sollten beide Geschlechtspartner gleichzeitig behandelt werden, um eine gegenseitige Wiederansteckung zu vermeiden.

Tipps zur Erhaltung eines gesunden Scheidenmillieus:

  • Vermeidung falscher Körperhygiene (zu häufige & starke Intimhygiene, täglicher Gebrauch von Slipeinlagen)
  • nur klares Wasser oder pH-neutrale Intimwaschlotionen verwenden
  • Slips aus Baumwolle tragen