Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft

Ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft zu tragen, wirft bei vielen werdenden und gepiercten Müttern Fragen auf. Großer Informationsbedarf besteht unter anderem bei den Themen „gesundheitliche Risiken“, „Piercingart und -Material“, sowie Tragedauer. Laut einer britischen Studie bevorzugen 33% der britischen Frauen den Bauchnabel als Ort für ein Piercing, womit es vor Nase (19%) und Ohr (13%) das beliebteste Piercing ist.Verständlich, ist ein Bauchnabelpiercing doch ein sehr schönes Schmuckstück um den Bauch zu betonen, sodass viele Frauen auf ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft nicht verzichten möchten.

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft – Risiken & Tipps zur Auswahl des geeigneten Piercings

Ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft zu tragen ist prinzipiell möglich, aber genau wie das Tätowieren in der Schwangerschaft oder Gelnägel in der Schwangerschaft mit gewissen Risiken verbunden. Da der Bauchnabel schwach durchblutet wird, dauert es länger bis Verletzungen verheilen, als an stärker durchbluteten Stellen. Dehnt sich der Bauch in der Schwangerschaft aus, sollte man nicht nur mit einer Zupfmassage lästige Schwangerschaftsstreifen vorbeugen, sondern auch Risse durch das Bauchnabelpiercing vermeiden, die andernfalls längere Zeit ausheilen müssen. Da der Körper in der Schwangerschaft durch die hormonellen Veränderungen besonders anfällig für Entzündungen und Allergien ist, sollte auf eine bestmögliche Körperhygiene geachtet und auf unreines Metall im Piercing verzichtet werden. Wenn die Haut durch das Bauchnabelpiercing während der Schwangerschaft trotzdem gerissen und offen ist, dann sollte umgehend gesäubert werden, um die Risiken einer Infektion zu verringern.

Bauchnabelpiercing Schwangerschaft

Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft: Ein Bauchnabelpiercing ist ein hübsches Schmuckstück das den Bauch besonders betonen kann. Werdende Mütter sollten wegen der bestehenden Risiken jedoch darauf verzichten.

Wegen der angesprochenen Risiken sollte ein Bauchnabelpiercing in der Schwangerschaft aus möglichst reinem Metall wie Titan bestehen und antiallergene Eigenschaften aufweisen. Solche „normalen“ Piercings können ca. bis zum fünften Schwangerschaftsmonat getragen werden, danach sorgt ihre mangelnde Flexibilität für Komplikationen mit dem schnell wachsenden Babybauch. Um sich diesem Wachstum anzupassen, sind flexible Kunststoffpiercings besser geeignet. Diese können sie für kleines Geld unter dem Begriff „Schwangerschaftspiercings“ beim Tättowierer oder in einschlägigen Onlineshops kaufen:

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Dort gibt es die Bauchnabelpiercings auch in thematisch passenden Schwangerschaftsmotiven wie Storch, Baby, Herz, Steinchen, etc. Alternativ kann auch auf Klebe- oder Magnetpiercings zurück gegriffen werden. Diese eignen sich besonders für den temporären Einsatz und sind leicht zu entfernen. Wem keine dieser Varianten zusagt, der kann sich an Stelle eines Bauchnabelpiercings in der Schwangerschaft auch einen „Platzhalter“ aus medizinischem Silikon oder PTFE-Kunststoff einsetzen lassen um das Loch vor dem Zuwachsen zu schützen. Beide Materialien sind flexibel genug die Ausdehnung des Bauches auszugleichen und können auch bei der Geburt getragen werden.

Gerüchte rund ums Piercing – Wahr oder falsch?

Ein Vorurteil das sich hartnäckig hält ist, dass ein Bauchnabelpiercing Probleme beim Ultraschall verursacht. Bis zum fünften Monat finden Ultraschalluntersuchungen in der Regel unterhalb des Bauchnabels statt oder der Ultraschallkopf wird um den Bauchnabel herum bewegt, da auf der flachen Bauchdecke die Bildqualität besser ist als auf dem vernarbten Gewebe des Bauchnabels. Normalerweise werden Patientinnen während der Schwangerschaftsuntersuchungen vom Frauenarzt nur dann gebeten dass Piercing zu entfernen, wenn Verdacht auf Probleme beim Fötus bestehen und eine detaillierte Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden soll. Im Laufe der Schwangerschaft nehmen viele Frauen das Bauchnabelpiercing ohnehin von selbst raus, wenn sie merken, dass es anfängt zu spannen oder drückt. Frauen die bis zur Geburt keinen Ersatzstecker einsetzen müssen das zugewachsene Loch nicht unbedingt neu stechen lassen. Nachdem der Bauch zurück gegangen ist, kann der Piercer, das Loch in den meisten Fällen durch Dehnen wieder so erweitern, dass es sich auch nach der Schwangerschaft für Bauchnabelpiercings eignet. Das Stechen eines neuen Piercings im Bauchbereich sollte wegen der langen Heildauer und etwaiger Komplikationen unbedingt vermeiden werden.