Nasenbluten in der Schwangerschaft

Nasenbluten in der Schwangerschaft ist ein häufig auftretendes Symptom unter dem viele werdende Mütter leiden. Eine der Ursachen für die Blutung ist in den Schwangerschaftshormonen zu finden. Warum auch häufiges Nasenbluten in der Schwangerschaft meistens ungefährlich ist und welche Gefahren, Wirkungen und Ursachen Sie kennen sollten und wie Sie die Blutung stoppen, erfahren Sie in diesem Ratgeber.


Dieser Ratgeber ist Teil unserer Serie zum Thema Gesundheit. Weitere Ratgeber:

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  2. Folsäuremangel
  3. Gestationsdiabetes
  4. Häufige Schwangerschaftsbeschwerden
  5. Ischias
  6. Kopfschmerztabletten
  7. Krankheit
  8. Nasenbluten
  9. Nierenstau
  10. Rückenschmerzen
  11. Scharlach
  12. Schwangerschaftsübelkeit
  13. Sodbrennen
  14. Wadenkrämpfe
  15. Wassereinlagerungen
  16. Wochenbettdepression

Weiter zum Thema Probleme in der Schwangerschaft.

Funktion der Nase

Die Nase ist das Organ im menschlichen Körper mit dem wir riechen und Luft einatmen können. Da in der eingeatmeten Luft allerhand schädliche Fremdstoffe vorhanden sind, ist eine der Aufgaben diese Luft zu filtern und bestmöglich zu reinigen. Kommt es häufig zum Nasenbluten in der Schwangerschaft, dann ist dies zwar meist lästig, aber für die Funktionalität, sowie die Gesundheit des Babys, keine große Gefahr. Die Nase ist besonders gut durchblutet und kann über die Schleimhäute die eingeatmete Luft erwärmen und befeuchten. Die Nasenhaare und das Nasensekret wirken wie ein natürlicher Filter und verhindern das Eindringen von Partikeln mit der Atemluft. Beim Nasenbluten in der Schwangerschaft hat besonders die Nasenschleimhaut mit ihrer Vielzahl an feinen Kapillargefäßen das Potential zur Blutung. Der Körper versucht zwar durch einseitig abwechselnde Beanspruchung der Nasenlöcher die Schleimhaut zu regenerieren, allerdings unterliegen Schwangere häufig zusätzlichen Beanspruchungen und erhöhten Hormonmengen. Blutungen setzen oftmals im vorderen Teil der Nasenscheidewand (Locus Kiesselbachi) ein, wo die Äderchen nahe der Hautoberfläche verlaufen.

Häufiges Nasenbluten in der Schwangerschaft: Ursachen und Auslöser

Ursachen und Auslöser für häufiges Nasenbluten in der Schwangerschaft sind oftmals die besagten Schwangerschaftshormone. Insbesondere Progesteron und Östrogene sind dafür verantwortlich, dass das Gewebe gelockert und elastischer, aber auch instabiler, wird. Ein weiterer Grund ist das ansteigende Blutvolumen im Schwangerschaftsverlauf. Je mehr Blut vorhanden ist und in den Adern zirkuliert, desto mehr steigt auch der Blutdruck an und drückt auf die Gefäßwände. Da die Gefäße der Nase sehr sensibel sind, kann es hier schon mal verstärkt zum Nasenbluten in der Schwangerschaft kommen. Vor allem wenn die Nasenschleimhäute durch äußere Einflüsse wie Kälte oder niedrige Luftfeuchtigkeit zusätzlich ausgetrocknet wird, steigt das Risiko für eine ungewollte Blutung.

Nasenbluten in der Schwangerschaft

Nasenbluten in der Schwangerschaft: Bei einer ungewollten Blutung in der Nase besteht normalerweise kein Risiko für die Gesundheit.

Gefahren und Risiko bei Nasenbluten in der Schwangerschaft

Normalerweise kommt es zwar häufiger zum Nasenbluten in der Schwangerschaft, aber nur ganz selten werden dabei Blutmengen verloren, die für den Körper wirklich schädlich sind. Damit es zu so einem seltenen Fall kommt, muss schon eine Arterie aufplatzen oder blutverdünnende Medizin genommen werden. Ersteres ist meistens auch eine Folge von bereits bestehendem Bluthochdruck oder Schäden an der Leber, zweiteres erschwert ein Stillen der Blutung und sorgt so für zusätzlichen Blutverlust. Wenn Sie unter häufigem Nasenbluten leiden und nicht in der Lage sind, die Blutung zu stoppen, dann kann Ihnen der Arzt sehr einfach weiter helfen. Mit Tampons oder einer Verödung der Wunde wird das austretende Blut gestoppt. Wenn es häufig zu starkem Nasenbluten kommt, dann sollten Sie den Arzt konsultieren und sich auf Bluthochdruck untersuchen lassen. Gerade in der Schwangerschaft kann dieses Symptom auf die Anfangsphase einer Präeklampsie (sogenannte „Schwangerschaftsvergiftung“) hindeuten.

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Tipps und Hausmittel: Was tun bei Nasenbluten?

Damit es gar nicht erst zum Nasenbluten in der Schwangerschaft kommt, sollten Sie die Nase vorsichtig und ohne zu viel Druck putzen. Je stärker Sie schnäuzen, desto eher können die Adern platzen. Bei Kälte und trockener Raumluft sollten Sie die Schleimhäute feucht halten und mit einer geeigneten Kochsalzlösung besprühen oder entsprechende Cremes anwenden. Ganz wichtig ist es Nasenbluten in der Schwangerschaft schnell zu stoppen. Das alte Hausmittel, welches besagt, dass der Kopf in den Nacken gelegt werden soll, sollten Sie besser nicht anwenden, da dadurch Blut in den Rachen läuft und im Magen zu Übelkeit führen kann. Besser ist ein kühles Tuch im Nacken und eine aufrechte Sitzposition. Beugen Sie den Kopf nach vorne, sodass das Blut durch die Nasenlöcher abläuft und pressen Sie anschließend für wenige Minuten die Nasenflügel mit den Fingern zusammen. Ein weiteres Hausmittel kann angewendet werden, wenn man Zitronensaft auf ein Tempotaschentuch träufelt und dieses vorsichtig an den Ort der Blutung einführt.