Schlafprobleme in der Schwangerschaft: Ursachen & Tipps

In anderen Umständen zu sein, bedeutet für viele werdende Mütter eine besonders spannende Zeit. Doch bei manchen Frauen trüben Schlafprobleme in der Schwangerschaft dennoch die Vorfreude auf die Geburt und das Baby.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Ursachen Schlafprobleme in der Schwangerschaft haben und was Sie bei Schlafstörungen tun können.

Schlafprobleme in der Schwangerschaft: Progesteron als Ursache

Es gibt verschiedene Ursachen für Schlafprobleme in der Schwangerschaft. Besonders in der Anfangszeit sorgt das Schwangerschaftshormon Progesteron dafür, dass werdende Mütter während des Tages oft sehr müde sind. Denn der Progesteronspiegel steigt in dieser Zeit rasant an und hat dadurch eine erschöpfende Wirkung. Dies hat wiederum zur Folge, dass der erholsame Schlaf in der Nacht ausbleibt.

Machen Sie Schlafprobleme in der Schwangerschaft ständig müde, dann sollten Sie Ihrem Körper die gewünschte Ruhe gönnen, denn er vollbringt während der Schwangerschaft Höchstleistungen für Ihr Baby. Allgemeine Tipps bei Schlafstörungen wie z.B. Entspannungsübungen oder ein heißes Bad helfen auch hier, angespannte Gedanken und Sorgen über die Geburt und die Zeit danach mit dem Kind, zu lösen. Zudem fördern sie einen ruhigen, erholsamen Schlaf.

Was hilft gegen Schlafprobleme in der Schwangerschaft?

  • Direkt vor dem Schlafengehen wenig trinken: Nehmen Sie über den Tag ausreichend Wasser oder ungesüßten Tee zu sich. Denn ihr ungeborenes Kind braucht genügend Flüssigkeit für die Nährstoffversorgung. Unmittelbar vor dem Schlafengehen sollten Sie jedoch nicht zu viel trinken, denn auch eine volle Blase kann Schlafprobleme verursachen.
  • Mineralwasser gegen Wadenkrämpfe: Nächtliche Wadenkrämpfe lösen häufig Schlafprobleme aus. Gleichen Sie Ihren Mineralstoffhaushalt deshalb mit natrium- magnesium- und kalziumhaltigem Mineralwasser aus.
  • Erholung gegen Schlafprobleme: Schenken Sie Ihrem Kopf und Körper ausreichend Entspannung. Nehmen Sie ein heißes Bad vor dem Zubettgehen und gönnen Sie sich beispielsweise regelmäßige Massagen. Auch Yoga, beruhigende Musik oder eine Tasse heißer Kakao wirken manchmal Wunder, wenn Sie Schlafprobleme plagen.
  • Wärmflasche und Wollsocken: Kalte Füße zählen zu den häufigsten Ursachen für schlaflose Nächte. Die Ursache liegt oftmals an einem zu niedrigen Blutdruck. Gegen kalte Füße bewährt, sind zum Beispiel Wärmflaschen und warme Wollsocken.
Schlafprobleme in der Schwangerschaft
Schlafprobleme in der Schwangerschaft können verschiedene Ursachen haben. Mit Entspannungstechniken und Gesundheitsbädern kann man diesen gezielt entgegenwirken.

Schlafstörungen am Ende der Schwangerschaft

Im letzten Drittel der Schwangerschaft macht einigen werdenden Müttern zusätzlich der wachsende Bauch zu schaffen. Jede Bewegung wird nun mühsam und man findet nur noch schwer die richtige Schlafposition. Auch die Bewegungen des Babys rauben einigen Schwangeren den Schlaf. Darüber hinaus sorgen unter Umständen Sodbrennen oder das Restless-Legs-Syndrom (unruhige Beine) oft zusätzlich für Schlafprobleme in der Schwangerschaft.

Tipps gegen Schlaflosigkeit kurz vor der Geburt

  • Auf der linken Seite schlafen: Laut einer Fall-Kohorten-Studie aus Neuseeland soll bei Schwangeren, die auf dem Rücken oder auf der rechten Seite schlafen, das Risiko einer Fehlgeburt steigen. Lastet das Gewicht von Baby und Gebärmutter auf der Vena Cava, einer großen Vene, die rechts entlang der Wirbelsäule verläuft, besteht in seltenen Fällen die Gefahr einer Mangeldurchblutung der Plazenta und somit einer Sauerstoffunterversorgung des Kindes. Daher sollten Sie während der Schwangerschaft besser auf der linken Seite schlafen.
  • Stützkissen verwenden: Ein Schwangerschaftskissen stützt den Bauch und hilft mitunter dabei, eine bequeme Schlafposition zu finden. Zudem lindert ein Kissen in vielen Fällen Rückenschmerzen, die ebenfalls Schlafprobleme verursachen können.
  • Richtige Ernährung in der Schwangerschaft: Wasser ohne Kohlensäure, ungesüßter Tee sowie der Verzicht auf fettreiches Fastfood und verbotene Lebensmittel sind bei Sodbrennen ratsam.
  • Unruhige Beine: Oftmals sind ein Ferritin- oder Folsäuremangel Auslöser des Restless-Leg-Syndroms, das die Nächte zur Qual werden lässt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Hilfe es bei diesen schmerzhaften Beschwerden gibt.
  • Bei starkem Schnarchen zum Arzt: Aufgrund der Gewebeveränderungen beginnt manch schwangere Frau damit, zu schnarchen. Dies ist meist völlig unbedenklich. Fallen Ihrem Partner Atemaussetzer auf und ist das Schnarchen übermäßig laut, sollten Sie allerdings zum Arzt gehen, um mögliche Folgen für Mutter und Kind auszuschließen.

Gut zu wissen: Weiterführende und allgemein verständliche Informationen zum Thema Schlafprobleme in der Schwangerschaft hat auch die Psychiatrische und Psychotherapeutische Klinik am Universitätsklinikum Erlangen in einem Ratgeber zu Schlafstörungen veröffentlicht.