Rohmilchkäse in der Schwangerschaft

Vorsicht beim Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft! Käse ist zwar ein leckerer und wichtiger Kalzium- und Proteinspender für schwangere Frauen, allerdings gibt es sehr viele verschiedene Käsesorten, die als verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft gelten. Zu diesen gehört auch  Rohmilchkäse in der Schwangerschaft.

Warum Sie Rohmilchkäse in der Schwangerschaft besser nicht essen sollten und welche Käse-Alternativen Sie haben, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Rohmilchkäse in der Schwangerschaft: Welche Käseprodukte darf ich nicht essen?

Der Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft sollte vermieden werden, da er das Wachstum von Bakterien – den sogenannten Listerien, fördert. Listerien können eine Lebensmittelvergiftung verursachen, die sich sowohl negativ auf das Wohlbefinden der Mutter auswirkt, als auch über ihr Blut zum Ungeborenen gelangen. Dort richten sie im schlimmsten Fall erheblichen Schaden an.

Die Lebensmittelinfektion Listeriose tritt vermehrt nach dem Verzehr von rohen, tierischen Produkten und verarbeiteten Lebensmitteln wie z.B. Rohmilchkäse in der Schwangerschaft auf. Bei gesunden Menschen verläuft die Erkrankung mild, wohingegen sie bei schwächeren Menschen und schwangeren Frauen (und ihrem Kind) lebensbedrohlich ausfallen kann.

Bei einer Lebensmittelinfektion mit Listerien kommen häufig Antibiotika zum Einsatz. Da diese allerdings in der Schwangerschaft nicht verwendet werden sollten, kann die Behandlung der Listeriose nicht medikamentös erfolgen, was ein zusätzliches Risiko bedeutet. Aus diesem Grund ist dem Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft abzuraten.

Weitere gefährliche Käsesorten, die Sie in der Schwangerschaft nicht essen sollten sind:

  • Weißschimmelkäse, Weichkäse (z.B. Brie)
  • Camembert
  • Blauschimmelkäse, Roquefort, Gorgonzola
  • Käse mit Oberflächenschmiere (z.B. Limburger, Handkäse, Harzer Roller, Korbkäse, Tilsiter, Esrom, Münster)
  • eingelegter Käse, (nicht erhitzter) Frischkäse & Kräuterquark
Rohmilchkäse in der Schwangerschaft
Der Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft sollte aufgrund der erhöhten Gefahr, an einer Lebensmittelvergiftung durch Listerien zu erkranken, vermieden werden.

Tipps zum Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft

Wenn Sie auf den Genuss von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft nicht verzichten möchten, sollten Sie diesen vor dem Verzehr seht gut erhitzen, um Listeriose-Erreger abzutöten. Ein weiterer Tipp ist es, vor dem Verzehr von Rohmilchkäse in der Schwangerschaft, die Rinde abzuschneiden.

Je älter ein Käse reift, desto unbedenklicher wird er allerdings, da die Listerien die lange Reifezeiten nicht überleben. Abhängig von der Dauer der Reifezeit können auch einige Weichkäse-, Schnittkäse- oder halbfeste Schnittkäse aus Rohmilch in der Schwangerschaft verzehrt werden. Joghurt, Frischkäse und Quarkprodukte, die aus erhitzter Milch hergestellt werden, sind ebenfalls unbedenklich.

Wichtiger Hinweis: Achten Sie beim Kauf von Produkten aus Rohmilch immer auf die Verpackung! Produkte aus Rohmilch werden auf dem Etikett nämlich immer mit der Bezeichnung „aus Rohmilch hergestellt“ vermerkt.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, welche Lebensmittel Sie in der Schwangerschaft meiden sollten, empfiehlt es sich Bücher und Ratgeber zum Thema Ernährung in der Schwangerschaft zu lesen. Diese geben Ihnen Gewissheit darüber, was sie essen dürfen und enthalten viele leckere und gesunde Rezepte!

Welche Lebensmittel sind außerdem in der Schwangerschaft verboten?

Neben Rohmilchkäse in der Schwangerschaft, gibt es noch eine weitere Vielzahl an Nahrungsmitteln, die in der Schwangerschaft gemieden werden sollten.

Zu diesen Produkten gehören unter anderem Fischprodukte und Meerestiere (z.B. Austern oder Räucherlachs in der Schwangerschaft), Fleischprodukte wie Mett oder Teewurst in der Schwangerschaft oder auch Süßigkeiten wie Lakritz.

Damit Sie erkennen können, was Sie in der Schwangerschaft essen dürfen und welche Lebensmittel neben Rohmilchkäse in der Schwangerschaft nicht auf ihren Speiseplan gehören, haben wir einen Artikel mit einer Checkliste für Sie zusammengestellt. Um zum Artikel zu gelangen, folgen Sie bitte diesem Link: Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft – Checkliste. Diese Checkliste listet ihnen alle Produktkategorien mit Beispiel-Nahrungsmitteln auf, sodass sie einen Gesamteindruck über alle Produktkategorien hinweg erhalten können.

Weitere wichtige Informationen rund um das Thema gesunde und erlaubte Ernährung in der Schwangerschaft liefert Ihnen das nachfolgende Video.





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