Wunschkaiserschnitt – Ablauf, Kosten , Pro & Contra

Ein Wunschkaiserschnitt bezeichnet einen geplanten Kaiserschnitt, der aus dem Wunsch der Schwangeren heraus, durchgeführt wird. Meist stehen Ängste vor den Schmerzen und das Gefühl, der Geburt seelisch und körperlich nicht gewachsen zu sein, hinter dieser Entscheidung. Überlegen auch Sie einen Wunschkaiserschnitt bei ihrer Geburt durchführen zu lassen, sollten Sie sich ausführlich über mögliche Risiken informieren, bevor Sie eine Entscheidung treffen.


Dieser Beitrag gehört zur Serie zum Thema Geburt. Überblick weiterer Ratgeber:

  1. Beleghebamme
  2. Geplanter Kaiserschnitt
  3. Wunschkaiserschnitt

Wunschkaiserschnitt – Was ist das?

Der „Wunschkaiserschnitt“ ist kein offizieller Begriff, da Krankenkassen die Kosten für einen Wunschkaiserschnitt nicht übernehmen. Daher bestätigen die behandelnden Ärzte die „medizinische Notwendigkeit“. Ein geplanter Kaiserschnitt ist schneller und weniger betreuungsintensiv als die natürliche Geburt. Ein weiterer Vorteil ist die Planbarkeit von einem Wunschkaiserschnitt. Da ein fester Termin vereinbart wird, kann besser organisiert werden, wann welcher Arzt, welche Krankenschwestern und Hebammen benötigt werden. Infos zum Ablauf: Einige Tage vor Ihrerm geplanten Kaiserschnitt werden diverse Schwangerschaftsuntersuchungen im Krankenhaus durchgeführt. Spätestens 3 Stunden vor dem Eingriff sollten Sie in der Klinik eintreffen und dürfen 6-8 Stunden vor dem Eingriff nichts essen oder trinken. Der Kaiserschnitt wird in der Regel mit einer regionalen Betäubung durchgeführt. Anschließend wird ein horizontaler Schnitt oberhalb des Schambeins durchgeführt und ein zweiter im unteren Teil der Gebärmutter, sodass das Baby herausgeholt werden kann. Zuletzt wird die Plazenta entfernt und die Wunde genäht, was etwa eine halbe Stunde dauert.

Wunschkaiserschnitt

Einige Frauen entscheiden sich aus Angst vor Geburtsschmerzen für einen Wunschkaiserschnitt.

Wunschkaiserschnitt – Pro & Contra

Ein Wunschkaiserschnitt hat den Vorteil, dass er auf einen fixen Termin festgelegt wird und sich die Frau in Ruhe auf die Geburt vorbereiten kann. Sie weiß wann Sie ihre Krankenhaustasche für die Geburt packen und wann sie in der Klinik sein muss. Ein Kaiserschnitt senkt zudem das Risiko, dass Reste der Nachgeburt in der Gebärmutter verbleiben und eine Entzündung auslösen.

Tipp: 12 praktische Baby-Artikel für Schwangere

Ein Wunschkaiserschnitt, ist nicht ungefährlich, da es sich um einen Eingriff handelt, der mit gängigen Risiken und Nebenwirkungen einer OP verbunden ist. Ein Kaiserschnitt schreibt der werdenden Mutter eine passive Rolle bei der Geburt zu, sodass sie nicht an der Geburt mitarbeiten und sich langsam ihrem Baby nähern kann. Wie bereits erwähnt stehen oft Ängste vor Schmerzen hinter der Entscheidung für einen Kaiserschnitt. Bedenkt man allerdings, dass Wehen nachdem das Baby auf die Welt gekommen ist sofort aufhören und ein Bauchschnitt durch einen Kaiserschnitt eine Narbe verursacht, die durchaus schmerzen kann und die Mutter bei der Betreuung ihres Kindes einschränken kann, hat die natürliche Geburt weniger Nachteile (eine geburtsvorbereitende Akupunktur kann helfen, die Geburtsdauer zu kürzen). Nach einem Kaiserschnitt haben Frauen häufiger Schwierigkeiten mit der Plazenta, die in Folgeschwangerschaften zu Komplikationen führen können. Desweiteren sind sie eingeschränkt, da sie erst einmal nur liegen und sich nicht selbstständig um ihr Kind kümmern dürfen. Ein Wunschkaiserschnitt bringt außerdem Risiken für das Baby mit. Babys die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben häufiger Probleme beim Atmen, weil sich noch Flüssigkeit in den Lungen befinden kann, anders als bei einer vaginalen Geburt, bei der die engen Geburtswege dafür sorgen, dass das Fruchtwasser vollständig aus den Lungen gepresst wird. Desweiteren kann das Baby durch den Schnitt Schürfwunden und Schnitte erleiden. Kaiserschnittkinder sind zudem anfälliger für Infekte und Allergien.