Schwangerschaft und Aberglaube

Schwangerschaft und Geburt haben seit jeher etwas Magisches an sich: viele Mythen ranken sich um das Ereignis, und früher waren die 10 Schwangerschaftsmonate von Aberglaube begleitet. Dabei hatte der Schwangerschaftsaberglaube viele Gesichter.

Woher kommt der Mythos?

Bis ins 19. Jahrhundert war es normal, verschiedene Arten von Aberglauben zu praktizieren, da es während der Schwangerschaft, mangels Diagnoseverfahren, nur wenige Möglichkeiten gab, etwas über die Gesundheit oder das Geschlecht des Kindes zu erfahren.

So wurde zum Beispiel behauptet, dass eine Mutter, die während der Schwangerschaft aus der Flasche trinkt, ein zum Alkoholismus neigendes Kind gebären würde. Auch der Gang unter der Wäscheleine hindurch war verboten, da das Kind ansonsten einem Henker zum Opfer fallen könnte. Viele Mütter glaubten auch daran, dass ihr Kind sich in der Nabelschnur verheddern würde, wenn sie die Arme über den Kopf nahmen.

Heute sind diese Mythen natürlich wissenschaftlich wiederlegt, aber vor mehr als 100 Jahren halfen sie dabei, dass Mütter besondere Obacht über ihre ungeborenen Kinder walten ließen und während der Schwangerschaft auf sich Acht gaben.

Der Aberglaube in unserer Welt

Auch jetzt noch im 21. Jahrhundert trägt die Mutter den größten Teil der Verantwortung selbst. Auch wenn es heutzutage viele medizinische Diagnoseverfahren gibt, die Aufschluss über den Gesundheitszustand des Kindes geben, werden gesundheitliche Probleme häufig dem Fehlverhalten der Mutter zugeschrieben, sodass Ratschläge – und eben auch so mancher Aberglaube – sich durchaus einzuhalten lohnen.

Heutzutage werden Religiosität und Aberglauben häufig gleichgesetzt, da wir in der westlichen Welt den Aberglauben so definieren, dass er aus Glaubenssätzen und auch Praktiken besteht, die wissenschaftlich nicht zu beweisen sind. In einigen Kulturkreisen findet man jedoch noch viel öfter Praktiken und Bräuche, die dem Mythos zugeschrieben werden können – dort sind die Grenzen zwischen Medizin, Wissenschaft und Aberglaube fließend.

Schwangerschaft Aberglaube

Schwangerschaft & Aberglaube: Woher stammen die Mythen rund um die Geburt?

Alternative zur Wissenschaft

Besonders in Fällen, in denen gängige Methoden, medizinische Mittel und rationale Gründe nicht weiterhelfen können, kann der Glaube bekanntlich Berge versetzen, sodass sich auch bei uns immer mehr Menschen – insbesondere in besonderen Zuständen wie der Schwangerschaft – alternativen Methoden wie Homöopathie, Wahrsagen oder religiöse Praktiken zuwenden.

So kann manchen Schwangeren der Blick in die Zukunft beim Wahrsagen dabei helfen, zum Beispiel Ängste zu überwinden und gestärkt in die Geburt zu gehen. Auch das Geschlecht des Kindes kann manchmal auf medizinische Weise nicht bestimmt werden, wenn das Kind zum Beispiel beim Ultraschall ungünstig liegt – ein Blick in die gemeinsame Zukunft von Mutter und Kind kann auch hier Aufschluss über weitere offene Fragen geben.

Viele werdende Mütter fühlen sich von schlechten Träumen verunsichert, dabei ist die Bedeutung oftmals harmlos. Die wichtigsten Antworten bei Träumen über die Schwangerschaft haben wir in unserem Ratgeber „Traumdeutung Schwangerschaft“ zusammengefasst.

Fazit zum Aberglaube

Der Aberglaube kann Schwangeren dabei helfen, schwierige Situationen zu meistern. Auch wenn viele alten Mythen wissenschaftlich widerlegt werden konnten. So kann es auch nicht schaden, an machen Bräuchen festzuhalten – insbesondere, wenn sie der Mutter ein gutes Gefühl geben. Denn schließlich ist es am wichtigsten, dass sich Mutter und Kind wohlfühlen.