Darf ich Brennesseltee in der Schwangerschaft trinken?

Es gibt viele verschiedene Nahrungsmittel und Getränke, die schwangere Frauen aufgrund verschiedener Risiken für sich selbst und dem Ungeborenen meiden sollten und somit als  „verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft“ gelten. Bei einigen Lebensmitteln wie z.B. Räucherlachs oder Lakritz in der Schwangerschaft besteht beispielsweise die Angst vor einer Lebensmittelvergiftung durch Listeriose oder Toxoplasmose. Andere Lebensmittel sollten aufgrund möglicher Nebenwirkungen gemieden werden – zu diesen gehören auch entwässernde Tees wie z.B.  Brennesseltee in der Schwangerschaft.

Darf ich Brennesseltee in der Schwangerschaft trinken?

Die Meinungen darüber, ob Brennesseltee in der Schwangerschaft erlaubt ist oder nicht, gehen weit auseinander. Zum einen wird der Konsum von Brennesseltee in der Schwangerschaft von manchen Frauen empfohlen, um Wassereinlagerungen (oftmals in den Beinen) in der Schwangerschaft entgegen zu wirken oder um die Niere zu stärken. Zum anderen wird, insbesondere von Ärzten, genau von dieser Empfehlung abgeraten, da sich die starke Entwässerung negativ auf den Körper der Frau und ihrem Ungeborenen auswirken kann, bzw. die ausreichende Versorgung des Kindes mit Nährstoffen nicht mehr gewährleisten kann. Durch den Konsum von Brennesseltee in der Schwangerschaft scheidet die Mutter mehr Wasser aus, als sie zu sich nimmt, da Brennesseltee harntreibend wirkt. Die Wassereinlagerungen befinden sich im Gewebe und nicht in der Blutbahn. Würde das Wasser vom Gewebe ins Blut gelangen, bestünde die Möglichkeit, das Wasser über die Niere auszuscheiden. Da es in der Schwangerschaft allerdings nicht der Fall ist, ist vom Konsum von Brennesseltee in der Schwangerschaft als Mittel gegen Wassereinlagerungen generell abzuraten. Eine Methode um gegen diese Wassereinlagerungen anzukämpfen ist ein Bad zu nehmen. Dadurch wird den Beinen und Händen Wasser entzogen. Ein weiteres Argument, das gegen den Verzehr von Brennesseltee in der Schwangerschaft spricht, ist dass viele schwangere Frauen häufig über Unruhe und Schlaflosigkeit klagen, nachdem sie Brennesseltee getrunken haben.

Brennesseltee in der Schwangerschaft

Brennesseltee in der Schwangerschaft als Mittel gegen Wassereinlagerungen, sollte nicht getrunken werden.

Brennesseltee in der Schwangerschaft – Mögliche Nebenwirkungen

Brennesseltee in der Schwangerschaft wirkt sich nach Erfahrung vieler Frauen und Meinungen vieler Ärzte, vorwiegend negativ auf den Körper aus, was sich insbesondere durch Unruhe, Schlaflosigkeit und Muskelbeschwerden auszeichnet. Der starke Entwässerungsprozess der durch den Tee eingeleitet wird, behindert die Nährstoffversorgung des Kindes dadurch, dass der Körper mehr Wasser ausscheidet, als er zu sich nimmt. Desweiteren muss die Mutter die Ernährung für das Kind übernehmen, wozu ihr Körper ausreichend Ruhe und Kraft benötigt. Insbesondere im letzten Schwangerschaftsdrittel sollte der Konsum von Brennesseltee gemieden werden, da es in dieser Phase Wehen auslösen kann (dies gilt nicht nur für Brennesseltee in der Schwangerschaft, sondern auch für alle anderen entwässernden Teesorten!).

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Alternativen zu Brennesseltee in der Schwangerschaft

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft treten meist in den Beinen auf und verursachen geschwollene Knöchel, die sich meist am Ende des Tages durch ein Kribbeln oder Spannen bemerkbar machen können. Solange kein zusätzlicher hoher Bluthochdruck besteht oder sich vermehrt Eiweiß im Urin befindet, besteht kein Grund zur Sorge. Allerdings dürfen auf keinen Fall Entwässerungsmittel eingesetzt werden (auch keine pflanzlichen)!

Hebammentipps gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

  • Entlasten Sie so oft es geht ihre Beine! (Hochlagern, erhöhtes Liegen in der Nacht unterstützt den Rückfluss des Blutes und der gestauten Flüssigkeit)
  • Vermeiden Sie zu enge Kleidung! (Tragen Sie besser Schwangerenmode)
  • Ernähren Sie sich gesund, bewegen Sie sich regelmäßig (Schwimmen, Spazierengehen, Radfahren) und gönnen Sie sich dazwischen genügend Ruhe
  • 30-minütige Vollbäder bei 37°C (evtl. mit Zusatz von Meersalz) senkt den Blutdruck und regt die Urinproduktion an
  • Tragen Sie am besten schon am Morgen Kompressionsstrümpfe der Klasse 2, um das Thromboserisiko zu senken!

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Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden von Hebammen empfohlen, um den Stoffwechsel anzuregen und die Ausscheidung von Ödemen voran zu bringen.

Es empfiehlt sich Salz 5, 8, 10 und 11 jeweils zweimal 5 Tabletten zu nehmen (auch in stillem Wasser aufgelöst zum Trinken als „heiße Sieben“ möglich).

Hinweis: Holen Sie sich vor Einnahme jeglicher Präparate zur Selbstmedikation, Ratschläge von ihrem Arzt ein!