Vaterschaftsanerkennung – Beurkundung & Vaterschaftstest

Bei der Vaterschaftsanerkennung bei unverheirateten Paaren, handelt es sich um eine freiwillige Willenserklärung des Mannes (mit Kinderwunsch), als rechtlicher Vater eines Kindes gelten zu wollen. Für die Anerkennung im Jugendamt oder im Standsamt werden die Personalausweise oder Reisepässe beider Elternteile, die Geburtsurkunde des Vaters und der Mutterpass benötigt. Die Zustimmung der Kindesmutter und des Kindes (sofern der Mutter das elterliche Sorgerecht nicht zusteht) ist für die Vaterschaftsanerkennung erforderlich.

Vaterschaftsanerkennung – Allgemeine Hinweise & Infos zu den Kosten

Als Vater eines Kindes gilt der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Kindesmutter verheiratet ist, bereits eine Vaterschaftsanerkennung beurkundet hat oder dessen Vaterschaft nach dem Paragraphen § 1592 Bürgerliches Gesetzbuch gerichtlich festgestellt ist. Ein Vater eines Kindes, das nicht in der Ehe geboren wurde, kann eine Anerkennung der Vaterschaft nur mit Zustimmung der Mutter erklären. Die Vaterschaft zu einem Kind von nicht verheirateten Eltern, kann bereits vor der Geburt des Kindes anerkannt werden. Steht der Mutter die elterliche Sorge für das Kind nicht zu, muss das Kind selbst zustimmen (wenn volljährig oder ein Gericht der Mutter das Sorgerecht entzogen hat). Bei Minderjährigen entscheidet der gesetzliche Vertreter über die Zustimmung. Bei Jugendämtern und Standesämtern ist die Vaterschaftsanerkennung kostenlos durchführbar, wohingegen die Anerkennung der Vaterschaft beim Notar oder beim Amtsgericht kostenpflichtig ist.

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Vaterschaftsanerkennung – Ein Vaterschaftstest schafft Sicherheit

Sollte der in Frage kommende Vater noch an der Vaterschaftsanerkennung zweifeln oder hat er sich die Vaterschaft bereits anerkennen lassen, zweifelt aber im Nachhinein immernoch daran, der leibliche Vater des Kindes zu sein, empfiehlt es sich, einen Vaterschaftstest durchzuführen um Klarheit zu schaffen. Dies ist vorallem auch dann notwendig, wenn sich die Mutter selbst nicht mehr sicher ist, ob der mögliche Vater auch der leibliche Vater des Kindes ist. Beim nicht invasiven Vaterschaftstest werden der Mutter und dem potentiellen Vater Blut aus den Armvenen entnommen, um die DNS des Babys im Blut der Mutter nachzuweisen und dieses mit dem potentiellen Vater über den Test abzugleichen. Die Anerkennung der Vaterschaft kann rückgängig gemacht werden, sofern die Vaterschaft ein Jahr nach der Beurkundung noch nicht wirksam geworden ist (z.B. wenn die Mutter des Kindes der Anerkennung der Vaterschaft seit einem Jahr nicht zugestimmt hat). Bei der Anerkennung der Vaterschaft empfiehlt es sich für den Vater, gleichzeitig (z.B. bei Behördengänge nach der Geburt) eine Erklärung über das Sorgerecht des Kindes mit abzugeben.

Vaterschaftsanerkennung

Bei einer Vaterschaftsanerkennung handelt es sich um eine freiwillige Willenserklärung des Mannes, als rechtlicher Vater des Kindes gelten zu wollen.

Vaterschaftsanerkennung – Voraussetzungen und für die Beurkundung benötigte Unterlagen

Bei der Vaterschaftsanerkennung müssen der anerkennende Vater und die Mutter des Kindes voll geschäftsfähig sein. Sind sie noch unter 18 Jahren alt, ist die Zustimmung einer sorgeberechtigten Person erforderlich. Die Anerkennung der Vaterschaft wird nur dann voll wirksam, wenn die Kindesmutter dieser Anerkennung zustimmt. Der Antrag kann vor dem Urkundsbeamten des Jugendamtes, Notar, Standesbeamten, Richter oder dem bevollmächtigten Urkundsbeamten der deutschen Auslandsvertretung, erklärt werden. Dazu sind Nachweise zur eigenen Person (Personalausweis oder Reisepass), der Mutterpass, sowie die Geburtsurkunde des Vaters, der die Vaterschaftsanerkennung beantragt, vorzulegen. Die Geburtsurkunde des Vaters kann auch im Nachhinein nachgereicht werden. Die Anerkennung der Vaterschaft ist öffentlich und vom jeweiligen Elternteil höchstpersönlich zu erklären und kann schon vor der Geburt des Kindes erfolgen. Die Anerkennung der Vaterschaft wird mit dem Geburtseintrag des Kindes wirksam beurkundet.