Neugeborenenakne – Anzeichen, Ursachen & Behandlung von Babyakne

Neugeborenenakne (Babyakne) ist eine natürliche Reaktion der Babyhaut auf hormonelle Schwankungen. Sie tritt insbesondere in den ersten Lebenswochen auf. Bei den geröteten Pickeln handelt es sich um eine harmlose Form der Acne vulgaris. Im Gegensatz zur Säuglingsakne, die sich erst zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat entwickelt, benötigt die Neugeborenenakne keine zwingende ärztliche Behandlung.


Dieser Artikel gehört zur Serie über Krankheiten bei Babys und Kinder. Überblick aller Beiträge:

  1. 3-Monats-Koliken
  2. Dreitagefieber
  3. Erkältung und Grippe
  4. Kopfgneis
  5. Läuse im Kindergarten
  6. Neugeborenenakne
  7. Neurodermitis

Neugeborenenakne – Anzeichen und Ursachen der Babyakne

Die Neugeborenenakne tritt bei ungefähr jedem fünften Baby ab der dritten Lebenswoche auf und macht sich durch ihr typisches Aussehen bemerkbar. Die ersten Anzeichen für Babyakne, nämlich kleine rote Pusteln, die gelbe Knötchen in der Mitte besitzen, haben ihre Ursache in den mütterlichen Hormonen. Während der Schwangerschaft war das Baby den Hormonen der Mutter ausgesetzt, die über die Plazenta in den Blutkreislauf des Babys gelangen konnten. Da es nach der Geburt nicht mehr zu einem Austausch der Hormone zwischen der Mutter und ihrem Kind kommt, sackt der Hormonspiegel plötzlich wieder ab, woraufhin die Haut des Babys mit kleinen roten Pusteln reagiert. Auf diese Weise kann übrigens auch der Kopfgneis beim Baby (nicht zu verwechseln mit dem Milchschorf) entstehen. Die Neugeborenenakne erscheint zu Beginn meist im Gesicht in der Wangengegend und kann sich von dort aus körperabwärts ausbreiten. Bis auf optische Veränderungen der Haut, geht die Babyakne mit keinen weiteren beeinträchtigenden Symptomen wie z.B. Juckreiz, Narbenbildung oder Schmerzen einher. Neugeborenenakne kann auch als Begleiterscheinung der Wachstumsschübe des Babys auftreten.

Neugeborenenakne

Die harmlose Neugeborenenakne (Babyakne) tritt bei etwa jedem fünften Baby in den ersten Lebenswochen auf.

Behandlung und Hautpflegetipps bei Neugeborenenakne

Da die Neugeborenenakne harmlos und beschwerdefrei verläuft, ist keine dringende ärztliche Behandlung erforderlich. Sollten dennoch Sorgen oder Zweifel von Seiten der Eltern auftreten, kann ein Kinderarzt oder eine Nachsorgehebamme zu Rate gezogen werden. Als einfache Behandlung und zur Hautpflege bei Babyakne gilt: Weniger ist mehr! Die betroffenen Hautstellen sollten nur mit lauwarmem Wasser gewaschen werden und bei Bedarf wöchentlich mit einer milden und feuchtigkeitsspendenden Seife behandelt werden. Auf keinen Fall sollte die Babyhaut dabei intensiv gerubbelt werden, da sie sehr empfindlich ist. Zur anschließenden Hautpflege nach der Reinigung wird empfohlen, Ringelblumensalbe oder einfaches Bio-Olivenöl auf die Haut aufzutragen. Als Hausmittel-Geheimtipp empfehlen manche Mütter auch, die Babyakne mit Muttermilch zu betupfen (erfahren Sie hier, wie Sie Muttermilch abpumpen). Bei der Verwendung von Ölen und Lotionen sollte darauf geachtet werden, dass diese parfümfrei und paraffinfrei sind, da diese Inhaltsstoffe die Babyakne zusätzlich verschlimmern können. Antibiotische oder kortisonhaltige Arzneiprodukte, die oft während der Pubertät verschrieben werden, sollten nicht auf der Babyhaut verwendet werden. Grundsätzlich gilt es, Pickel nicht auszudrücken. Durch das Ausdrücken können sich die Pickel zusätzlich entzünden und Schmerzen nach sich ziehen. In der Regel heilt die Neugeborenenakne nach zwei bis drei Monaten von selbst wieder ab.

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Abgrenzung von der Babyakne zur Säuglingsakne

Die Säuglingsakne entsteht meist zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat des Kindes und macht sich durch Symptome wie z.B. Juckreiz und starken Rötungen bemerkbar. Diese können die Lebensqualität des Kindes über einen längeren Zeitraum als die Neugeborenenakne beträchtlich beeinflussen. Bei einer Diagnose mit Säuglingsakne wird eine ärztliche Behandlung notwendig, um die Leidensdauer zu verkürzen und unschöne Narben zu vermeiden. Dazu werden je nach Grad der Schwere Antibiotika oder entzündungshemmende Medikamente verschrieben. Zusätzlich empfiehlt es sich, den Kindern bei Säuglingsakne und Babyakne Handschuhe anzuziehen, um ein Kratzen an den juckenden Hautpartien zu vermeiden.