Windelsoor – Ursachen, Symptome, Behandlung & Vorbeugung

Windelsoor ist eine spezielle Form der Windeldermatitis, einem Hautausschlag im Windelbereich bei Babys und inkontinenten Menschen. Die Infektion entsteht durch den Hefepilz Candida albicans, der sich durch Wärme und Feuchtigkeit in der Windel vermehrt. Auf diese Weise entsteht der typische rote Hautausschlag, der von weiteren Symptomen wie Pusteln, Pöckchen oder Schuppen begleitet wird. Woran Sie Windelsoor erkennen und wie Sie ihn behandeln können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Windelsoor – Ursachen und Symptome

Windelsoor hat ihre Ursache im Hefepilz Candida albicans, der bei gesunden Menschen im Darm, im Mund- und Rachenraum, sowie an den Geschlechtsorganen nachweisbar ist. Durch das feucht-warme Klima in der Windel und den andauernden Kontakt mit Urin und Stuhl wird die Haut aufgeraut. Auf diese Weise wird die Haut im Windelbereich anfälliger für Irritationen und Reibungen und bietet somit eine optimale Angriffsfläche für Bakterien und Pilze. Eine weitere Ursache ist das Immunsystem von Babys, da dieses noch nicht vollständig ausgeprägt ist. Insbesondere Neugeborene bis zu ihrem 3. Lebensmonat haben ein hohes Risiko für Windelsoor. Zu Beginn der Infektion treten ähnliche Anzeichen wie bei der Windeldermatitis auf. Es entstehen Rötungen um den Afterbereich des Babys, die bis zum Rücken, zu den Innenseiten der Oberschenkel und auf den Bauch wandern können. Im weiteren unbehandelten Verlauf entstehen Bläschen, Pusteln, Pocken und Schuppen, die typische Anzeichen für Windelsoor sind. Die Folgen sind, dass es zu Juckreiz und Schmerzen an den betroffenen Hautpartien kommt, sodass das Baby viel und oft weint, empfindlich für Berührungen ist, schlechter schlafen kann oder gar das Essen verweigert.

Windelsoor Baby

Windelsoor ist eine Form der Windeldermatitis, die durch Hefepilze ausgelöst wird.

Diagnose & Behandlung von Windelsoor

Windelsoor kann beim Kinderarzt diagnostiziert werden. Dazu werden Fragen über den Beginn und den Ablauf der Anzeichen gestellt und ob neben den Rötungen der Haut weitere Symptome aufgetreten sind. Meist bietet das charakteristische Aussehen des Ausschlags bereits Aufschluss darüber, ob es sich um eine normale Hautirritation durch die Windel handelt oder ob sie durch Bakterien oder Pilze ausgelöst wurde. Zusätzlich kann der Arzt einen Abstrich der entzündeten Hautstellen vornehmen, um die genauen Erreger zu ermitteln. Im Gegensatz zur Windeldermatitis wird eine ärztliche Behandlung mit Medikamenten benötigt. In der Regel verschreibt der Arzt Salben oder Pasten für die betroffenen Hautpartien. Zinkpasten haben beispielsweise eine schützende Funktion und helfen der Haut bei der Regeneration. Gegen den Hefepilz werden Antimykotika (Anti-Pilz-Mittel) verschrieben, die meistens Clotrimazol oder Miconazol enthalten. Eine weitere Methode zur Diagnose bietet die Stuhlprobe. Können im Stuhl viele Pilze nachgewiesen werden, lässt es darauf schließen, dass eine zu starke Pilzbesiedelung im Darm den Windelsoor verursacht.

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Wie Sie Windelsoor vorbeugen können

Neben der regelmäßigen Anwendung von verschriebenen Salben und Pasten ist es wichtig, den Windelbereich des Babys richtig zu pflegen. Dabei ist Hygiene ein wichtiger Aspekt, der beachtet werden sollte, damit die Entzündung folgenlos abheilen kann. Die nachfolgenden Hinweise helfen der entzündeten Haut bei ihrer Heilung:

  • Wechseln Sie die Windeln in kürzeren Abständen!
  • Verwenden Sie besonders saugfähige und atmungsaktive Windeln oder kochen Sie Baumwollwindeln nach jeder Benutzung direkt aus!
  • Waschen Sie die Haut des Babys beim Wickeln immer sorgfältig und trocknen Sie die Haut anschließend sanft ab! Achten Sie bei der Wahl der Babypflegeprodukte darauf, dass diese frei von Duft- und Konservierungsstoffen sind.
  • Lassen Sie ihr Baby öfter keine Windeln tragen! Unter frischer Luft heilen Hautausschläge schneller ab!

Sollten die Symptome länger andauern oder wiederkehren, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um andere Ursachen für die Entzündung auszuschließen.