Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft – Risiko

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind normale Schwangerschaftsanzeichen, die nach der Geburt des Kindes von selbst wieder verschwinden. Bei den meisten Frauen treten diese „Ödeme“ zuerst an den Beinen auf und machen sich speziell am Abend oder nach ausgiebigem Sitzen oder Stehen bemerkbar. Durch Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sammelt sich zusätzliche Flüssigkeit im Bindegewebe an, die das Risiko für ein „Versacken“ des Blutes erhöhen kann.

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft – Wie viel Flüssigkeit ist normal?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft (medizinischer Begriff: Ödeme) treten bei den meisten Schwangeren vorwiegend an den Beinen auf. Insbesondere am Ende eines Tages, nach langem Sitzen oder Stehen machen sich die Wassereinlagerungen bemerkbar. Durch die angesammelte Flüssigkeit im Gewebe werden die Knöchel, Füße und Unterschenkel dick. Während die Schwangere tagsüber beispielsweise noch in ihre Pumps schlüpfen konnte, passen ihre Füße am Abend nur noch in bequeme Hausschuhe. In anderen Fällen treten Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft vermehrt in den Unterarmen, an den Händen oder im Gesicht auf, sodass Ringe zu eng werden und sich alles geschwollen anfühlt. In der Regel sind Schwangerschaftshormone für die Wassereinlagerungen verantwortlich, da sie bewirken, dass sich Blutgefäße weiten und somit an Elastizität verlieren. Bei einigen Schwangeren lagert sich insbesondere ab der 27. SSW vermehrt Flüssigkeit ein, wobei sich die Menge der Flüssigkeit von Frau zu Frau unterscheidet. Zwar sind die Ödeme äußerst unangenehm, jedoch sind sie normal und für die Schwangere und ihr Kind unschädlich, so lange neben den Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft keine weiteren Beschwerden auftreten. Nach der Geburt des Kindes wird das überschüssige Wasser auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden.

Wassereinlagerungen Schwangerschaft

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft: Während die Frau tagsüber noch problemlos in Pumps schlüpfen konnte, passen ihre Füße am Abend meist nur noch in bequeme Hausschuhe.

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft – Wann besteht ein Risiko für Mutter und Kind?

Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft sind ohne begleitende Symptome normal, allerdings können sie auch auf eine ernsthafte Schwangerschaftskomplikation hinweisen, die der Mutter und ihrem Kind schaden kann. Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft können gefährlich sein, wenn sie mit nachfolgenden Symptomen verbunden sind:

  • Kopfschmerzen
  • erhöhter Blutdruck
  • vermehrt Eiweiß im Urin
  • Schwindel
  • Schmerzen im Oberbauch

In Kombination mit oben genannten Symptomen kann eine Wassereinlagerung in der Schwangerschaft auf eine Schwangerschaftsvergiftung (Gestose, Präeklampsie) hinweisen, die die vermehrte Wasseransammlung verursacht. Da nicht alle Symptome unbedingt gleichzeitig auftreten müssen, ist es ratsam schon bei geringstem Verdacht einen Arzt aufzusuchen. Wichtig ist, dass die Schwangere aufgrund der Wassereinlagerungen in den Beinen nicht die tägliche Flüssigkeitszufuhr verringert oder gar entwässernde Medikamente oder Tees (Brennesseltee) zu sich nimmt. Eine gesunde ausgewogene Ernährung mit Verzicht auf „Verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft“ ist Pflicht. Um das Thromboserisiko zu verringern und die Beine zu entlasten, sollten während der Schwangerschaft Thrombose-/ Kompressionsstrümpfe getragen werden.

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Tipps gegen Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft

  • Beine so oft wie möglich entlasten, aber nicht über längere Zeit stehen/ hochlagern
  • Thrombosestrümpfe tragen, um das Thromboserisiko zu senken (am besten direkt am Morgen nach dem Aufstehen)
  • bequeme Kleidung und Schuhe tragen (nicht zu eng und nicht zu hoch), bei geschwollenen Händen auf Accessoires wie Ringe oder Armreife verzichten!
  • viel Ruhe genießen
  • mindestens 2 Liter Wasser trinken (auf keinen Fall entwässernde Kuren durchführen!)
  • regelmäßig bewegen, leichten Sport wie Wassergymnastik, Schwimmen oder Walking durchführen
  • ausgewogene und gesunde Ernährung
  • Fußbad mit Meersalz bei geschwollenen Füßen
  • kalte und warme Wechselduschen