Verhütungspflaster – Wirkung, Sicherheit & Kosten

Das Verhütungspflaster (Hormonpflaster) sieht auf den ersten Blick aus wie ein ganz normales Pflaster, das bei kleinen Verletzungen auf die Haut geklebt wird. Allerdings wirkt es direkt auf der Haut mit einer Östrogen-Gestagen-Kombination ähnlich wie die Anti-Baby-Pille („Pille“). Mit dem Verhütungspflaster können Frauen einfach und bequem verhüten und so dem Schwangerschaftstest vorbeugen.

Verhütungspflaster – Wirkungsprinzip & Sicherheit

Das Verhütungspflaster enthält eine Östrogen-Gestagen-Kombination, die ähnlich wie die Anti-Baby-Pille, den Eisprung und die Einnistung einer Eizelle verhindert. Desweiteren wird die Gebärmutterhalsschleimhaut verdickt, sodass das Eindringen von Samenzellen verhindert wird. Das Verhütungspflaster wird am ersten Tag der Menstruation auf eine trockene und saubere Hautstelle, am besten über dem Po, auf dem Unterbauch oder auf der Außenseite des Oberarms oder des Oberkörpers, geklebt. Wegen unangenehmer Reibung wird empfohlen, das Pflaster nicht auf die Innenseite der Arme oder Oberschenkel zu kleben. Auch sollte die Verwendung von Cremes, Make-Up oder Lotionen in unmittelbarer Nähe des Pflasters gemieden werden. Das Verhütungspflaster hält eine Woche und sollte täglich überprüft und wöchentlich gegen ein neues Pflaster ausgetauscht werden. Die Uhrzeit des Wechsels spielt dabei keine Rolle, allerdings sollte das Hormonpflaster jedes Mal an einer anderen Körperstelle, aber im gleichen Körperbereich, anzubringen. Ab der vierten Zykluswoche (22. Zyklustag) wird kein Pflaster mehr aufgeklebt, da in dieser pflasterfreien Zeit die Blutung stattfinden soll, ähnlich der „Pillen-Pause“. Damit Sie diese Zeit im Auge behalten, empfiehlt es sich, die Anwendung mit einem Zykluskalender zu begleiten. Wir haben Ihnen zwei Zykluskalender zum Ausdrucken bereitgestellt. Nach sieben Tagen wird am gewohnten Wochentag ein neues Pflaster angebracht, selbst wenn die Entzugsblutung noch andauert oder gar nicht eingetreten ist. Das Hormonpflaster hat einen Pearl-Index von 0,72 bis 0,9, was bedeutet, dass es bei ordnungsgemäßer Anwendung einen sehr hohen Verhütungsschutz bietet. Auch beim Sport, im Schwimmbad oder in der Sauna, beweist das Pflaster eine gute Haftigkeit. Sollte sich das Pflaster teilweise oder ganz lösen, darf es wieder aufgeklebt werden, solange es noch sicher haftet. Ist dies nicht der Fall, bleibt der Schutz nur noch für 24 Stunden erhalten. In dieser Zeitspanne sollte das Pflaster erneuert werden.

Verhütungspflaster

Ein Verhütungspflaster bietet eine bequeme Anwendung und einen hohen Empfängnisschutz (Pearl-Index 0,7 bis 0,9).

Verhütungspflaster – Vorteile und Nachteile

Das Verhütungspflaster ist bequem und leicht anzuwenden und bietet der Anwenderin einen hohen Empfängnisschutz. Im Gegensatz zu oralen Hormonpräparaten (wie z.B. die Pille) werden die Hormone kontinuierlich in einer gleichmäßigen Menge, über die Haut direkt ins Blut übertragen, sodass die Belastung der Leber deutlich geringer ist. Des Weiteren haben Erkrankungen wie z.B. Durchfall oder Erbrechen keinen Einfluss auf die Wirksamkeit des Verhütungspflasters. Das Verhütungspflaster bietet sich  insbesondere Frauen an, die unter Bulimie oder chronischen Darmerkrankungen leiden, die gegen die Einnahme der Pille sprechen. Das Hormonpflaster ist zudem ein praktisches Verhütungsmittel für Frauen, die Schicht arbeiten, viel unterwegs sind oder keine regelmäßigen Einnahmezeiten der Pille einhalten können, ebenso wie der Verhütungsring.

Tipp: Schaffen Sie jetzt Klarheit und testen Sie, ob eine Schwangerschaft vorliegt.

Zu Beginn der Anwendung kann es zu unregelmäßigen Blutungen, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Hautirritationen rund um den Haftort des Pflasters kommen. Diese vergehen nach einiger Zeit allerdings von selbst. Die Kosten für eine Dreimonatspackung betragen etwa 40 Euro. Sollte sich das Verhütungspflaster unbemerkt über einen längeren Zeitraum gelöst haben, empfiehlt es sich einen Schwangerschaftsfrühtest durchzuführen, um eine Schwangerschaft auszuschließen.