5 Fragen zum Vaterschaftstest während der Schwangerschaft

Ein pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft ermöglicht den genetischen Abgleich zwischen Vater und Kind. Dadurch können Mütter zweifelsfrei den Vater bestimmen und beispielsweise Unterhaltsforderungen zielgerichtet an die richtige Person stellen. Für Lebenspartner ist ein pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft besonders dann interessant, wenn der Verdacht auf Untreue besteht oder Unterhaltsforderungen der Mutter belegt werden sollen. Dies beseitigt Zweifel und sorgt schon frühzeitig für Klarheit und Planbarkeit, auch wenn diese Form des Tests vor Gericht nicht anerkannt wird! Es gilt zu beachten, dass in Deutschland seit 2010 ein pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft ohnehin nur noch für die Aufklärung sexueller Straftaten angewendet werden darf.

1. Wie funktioniert ein pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft?

Beim pränatalen Vaterschaftstest während der Schwangerschaft gilt es zwei Varianten zu unterscheiden:
  1. Invasiver Test (Fruchtwasseruntersuchung oder Chorionbiopsie)
  2. Nicht-invasiver Test (Blutentnahme)

Invasiver Test: Hierbei handelt es sich um die Überprüfung der DNS mittels einer ca. 60 Minuten dauernden Fruchtwasserentnahme durch einen gynäkologischen Chirurgen. Dieses Verfahren ist risikoreich und bietet die Gefahr von Schädigungen des Embryos bis hin zu Fehlgeburten (ca. 0,5-2% Wahrscheinlichkeit!). Wird der pränatale Vaterschaftstest während der Schwangerschaft invasiv durchgeführt, dann kann es durch den Einstich der Nadel bei der Mutter zu Nebenwirkungen wie Schmerzen, Krämpfen, Fieber und Infektionen kommen. Aufgrund der Risiken ist ein invasiver, pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft heutzutage nicht mehr gebräuchlich.

Nicht-invasiver Test: Dieses risikoarme Verfahren wird mittels Blutentnahme am Arm der Mutter und des Vaters durchgeführt. Ein derartiger pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft ermöglicht es, die DNS des Babys im Mutterblut nachzuweisen und dann mit den potentiellen Vätern abzugleichen. Das Verfahren funktioniert allerdings nicht, wenn die Mutter Zwillinge erwartet oder zwischen den Vätern ein hoher Verwandtschaftsgrad besteht. Die Blutentnahme erfolgt beispielsweise durch eine Krankenschwester oder den Hausarzt und kann danach eingeschickt werden. Praktisch für britische Patienten ist das Angebot des Anbieters Easy-DNA bei dem für den pränatalen Vaterschaftstest während der Schwangerschaft auch ein Set mit Anleitung für die häusliche Blutentnahme angefordert werden kann und der ebenfalls einen speziellen, frankierten Umschlag für den Turboversand ans Labor mitliefert.
Pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft

Pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft: Der DNA Test gibt Aufschluss über die Herkunft des Kindes und schafft Klarheit bei der weiteren Familienplanung.

2. Wie lange dauert ein Vaterschaftstest?

Die Frage wie lange ein Vaterschaftstest dauert lässt sich ebenfalls nicht pauschal beantworten, da Zeitpunkte und Vorgehensweisen Unterschiede aufweisen. Während ein invasiver Test erst zwischen der 15. und 20. Woche durchgeführt werden kann, darf die Blutentnahme für die nicht-invasive Variante bereits zwischen der 10. und 13. Woche erfolgen. Die Blutentnahme wird mit einer Nadel durchgeführt und dauert nur einen kurzen Moment bei allen Beteiligten. Der invasive Vaterschaftstest erfordert hingegen wesentlich mehr Zeit, da zunächst eine Ultraschalluntersuchung erfolgt und der Arzt anschließen unter lokaler Betäubung mit der Spritze das Fruchtwasser durch die Bauchdecke entnimmt. Bei allen pränatalen Vaterschaftstests während der Schwangerschaft dauert es abschließend noch zwischen einigen Tagen und bis zu zwei Wochen bis der DNS-Test im Labor das Endergebnis liefert. Wie lange der gesamte Vaterschaftstest dauert, ist natürlich auch abhängig davon, ob die Blutprobe zuhause entnommen wurde und noch die Zeit für den Versand ans Labor mit einberechnet werden muss.

3. Was kostet ein Vaterschaftstest während der Schwangerschaft?

Ein pränataler Vaterschaftstest während der Schwangerschaft ist in Deutschland seit 2010 nur noch zur Aufklärung sexueller Straftaten und Inzestfälle erlaubt. Dies gilt jedoch nicht für die Nachbarländer wie beispielsweise Österreich, Schweiz oder Großbritannien. Im folgenden finden sich die Kosten von internationalen Anbietern, die online kontaktiert werden können und deutsche Internetpräsenzen unterhalten.
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4. Kann man einen Vaterschaftstest heimlich ohne Einwilligung der Mutter durchführen?

Einen Vaterschaftstest heimlich, ohne Einwilligung der Mutter, durchzuführen ist insofern schwierig, da während der Schwangerschaft die DNA-Probe der Mutter per Blutentnahme benötigt wird. Eine entsprechende Blutprobe ungefragt zu organisieren, dürfte in aller Regel mit strafrechtlichen Konsequenzen einhergehen und ist daher nicht ratsam. Nach der Geburt ist die DNA von Kind und Vater ausreichend, um einen Vaterschaftstest heimlich ohne die Einwilligung der Mutter durchzuführen

5. Kann man einen Vaterschaftstest fälschen?

Die Frage, ob man einen Vaterschaftstest fälschen kann, mag auf den ersten Blick eine Lösung sein, um sich einer eventuellen finanziellen und familiären Verantwortung zu entziehen, ist aber in der Praxis wenig sinnvoll. Dies liegt daran, dass die Zahl der in Frage kommenden Väter endlich ist und die Mutter sich in den meisten Fällen an die entsprechenden Personen erinnern dürfte. Wenn also der richtige Vater den Vaterschaftstest fälschen würde und keiner der Personen eindeutig als Papa identifiziert wird, würde die Mutter sicher Einspruch erheben und solange testen lassen, bis der richtige Vater gefunden ist. Desweiteren macht es bei einem pränatalen Vaterschaftstest während der Schwangerschaft keinen großen Sinn diesen zu fälschen, da ohnehin nur postnatale Tests  vor Gericht akzeptiert werden.