Schwangerschaftsübelkeit – Ursachen, Hausmittel & Tipps

Schwangerschaftsübelkeit ist ein frühes Schwangerschaftsanzeichen, das viele Schwangere in den ersten Schwangerschaftswochen begleitet. Die Stärke und Dauer der Übelkeit unterscheidet sich dabei von Frau zu Frau. Wann Sie bei Schwangerschaftsübelkeit zum Arzt gehen sollten und Tipps wie Sie der Übelkeit entgegenwirken können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schwangerschaftsübelkeit – Auftreten & Ursachen

Schwangerschaftsübelkeit tritt zwischen der 5. SSW und 12. SSW besonders häufig auf. Die meisten Frauen sind schon morgens direkt nach dem Erwachen von der unangenehmen Begleiterscheinung betroffen. Andere haben am späten Nachmittag oder gar den ganzen Tag über mit Übelkeit zu kämpfen. Die Ursache für die Schwangerschaftsübelkeit liegt unter anderem in der gestiegenen Konzentration des Schwangerschaftshormons hCG. Weitere mögliche Ursachen können die Entwicklung des Kindes, Stress, Angst oder Müdigkeit, sowie ein niedriger Blutzuckerspiegel sein. Insbesondere in der ersten Entwicklungsphase des Kindes kann der Brechreiz stark ausgeprägt sein. In der Regel ist die Schwangerschaftsübelkeit ein positives Zeichen, das darauf hindeutet, dass es dem Baby gut geht. Sollte es der werdenden Mutter in den ersten Schwangerschaftsmonaten blendend gehen, muss sie sich allerdings nicht gleich um ihr Kind sorgen. Einige Frauen vertragen die Hormonumstellung gut und bleiben daher von der Übelkeit verschont.

Schwangerschaftsübelkeit

Schwangerschaftsübelkeit ist ein harmloses Schwangerschaftsanzeichen, das meist zwischen der 14. SSW und 16. SSW wieder nachlässt.

Wann sollte man wegen Schwangerschaftsübelkeit zum Arzt gehen?

In der Regel ist die Schwangerschaftsübelkeit eine harmlose Begleiterscheinung in der Schwangerschaft, die meist zwischen der 14. SSW und 16. SSW wieder nachlässt. In nur wenigen Schwangerschaften können Übelkeit und Erbrechen bis zur Geburt des Kindes andauern. Die Übelkeit und das Erbrechen haben keine Auswirkungen auf das Baby, solange die werdende Mutter ausreichend isst und trinkt. Schwangerschaftsvitamine und Folsäurepräparate können nach Absprache mit dem Arzt als Ergänzung und Unterstützung der Entwicklung von Wirbelsäule und Nervensystem des Babys eingenommen werden. Es empfiehlt sich einen Arzt aufzusuchen, wenn man sich mehrmals täglich übergeben muss, nichts mehr essen oder trinken kann oder an Gewicht verliert. In nur seltenen Fällen ist die Schwangerschaftsübelkeit so stark ausgeprägt, dass es zu einer heftigen Form des Erbrechens (Hyperemesis Gravidarum) kommt. Der Fachbegriff Hyperemesis Gravidarum beschreibt ein übermäßiges Erbrechen (ab etwa 5 Mal am Tag) in der Schwangerschaft, das eine gefährliche Austrocknung von Mutter und Kind zur Folge haben kann. In diesem Fall wird ein stationärer Aufenthalt in einem Krankenhaus notwendig, um mittels Infusionen und ggf. Medikamenten der Austrocknung und „Elektrolytentgleisung“ vorzubeugen.

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Tipps gegen die Schwangerschaftsübelkeit

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung  in der Schwangerschaft, Hausmittel und einfache Tipps für den Alltag können die Übelkeit in der Schwangerschaft lindern und mögliche Ursachen für die Reize vorbeugen. Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Tipps gegen die unangenehme Übelkeit in der Schwangerschaft.

  • Frühstück: lauwarmer Tee, trockenes Brot oder Zwieback
  • elektrische Zahnbürste mit kleinem Kopf und milde Zahnpasta verwenden, statt großer Handzahnbürste und Zahnpasta mit intensivem Geschmack (Achtung: Zähneputzen direkt nach dem Erbrechen greift den Zahnschmelz an!)
  • tagsüber lieber mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen, als wenige große (meiden Sie verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft)
  • Vitamine B6 und B12 verringern die Übelkeit (z.B. in Vollkorngetreide, Soja, Fleisch, Seefisch, Käse oder Milch enthalten)
  • getrocknete Früchte, Haselnüsse oder Mandeln gegen die Übelkeit langsam kauen
  • viel frische Luft, Spaziergänge, Schlaf und Ruhe
  • ausreichen Wasser trinken
  • Lavendelkompressen auf Stirn und Magen

Sollte trotz Hausmittel und einer gesunden Ernährung keine Besserung eintreten bzw. die Übelkeit in einem unangenehmen Maße andauern, sollte ein Arzt aufgesucht werden.