Schwanger in der Probezeit – Gilt ein Kündigungsschutz?

Sollte eine Frau nach Antritt eines neuen Jobs schwanger in der Probezeit werden, so ist sie laut Gesetz vor einer Kündigung geschützt. Da der Mutterschutz während der Schwangerschaft greift, selbst wenn die Arbeitnehmerin sich noch in der Probephase befindet, ist sie vom Gesetz vor einer Kündigung geschützt. Während der Schwangerschaft bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Geburt können Arbeitgeber eine Frau nicht kündigen, sollte sie schwanger in der Probezeit sein.

Schwanger in der Probezeit – Besteht während der Probezeit ein Kündigungsschutz?

Wenn eine Frau gerade einen neuen Job angetreten hat und schwanger in der Probezeit wird, ist sie gesetzlich vor einer Kündigung durch ihren Arbeitgeber geschützt. Der Mutterschutz greift während der Schwangerschaft, auch wenn die Arbeitnehmerin sich noch in ihrer Probezeit befindet und gilt für alle Arbeitnehmerinnen, egal ob Auszubildende oder geringfügig Beschäftigte. Ein Arbeitgeber kann seine Angestellte also während der Schwangerschaft bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Geburt nicht kündigen, sollte sie schwanger in der Probezeit geworden sein. Kündigungen, die während der Schwangerschaft ausgesprochen werden, sind laut § 9  des Mutterschutzgesetzes unwirksam. Das Mutterschutzgesetz dient unter anderem dazu, die finanzielle Absicherung der Schwangeren sicherzustellen und sie vor dem belastenden Druck einer möglichen Kündigung zu schützen. Frauen, die schwanger in der Probezeit werden, sind dazu verpflichtet, ihre Arbeitgeber über die festgestellte Schwangerschaft unverzüglich zu informieren, andernfalls kann eine Kündigung für wirksam erklärt werden.

Schwanger in der Probezeit

Frauen, die schwanger in der Probezeit werden, sind gesetzlich vor einer Kündigung geschützt.

Schwanger in der Probezeit – Welche Ausnahmeregelungen sind möglich?

Für den Arbeitgeber gilt ein Kündigungsverbot, sobald eine Angestellte schwanger in der Probezeit wird und ihre Schwangerschaft verkündet. Liegen dem Arbeitgeber allerdings andere betriebliche oder verhaltensbedingte Gründe vor, die nichts damit zu tun haben, dass eine Angestellte schwanger in der Probezeit geworden ist, kann die zuständige oberste Landesbehörde eine Kündigung in Ausnahmeregelungen für wirksam erklären. Er ist daraufhin dazu verpflichtet, geeignete Arbeitsbedingungen für die Schwangere zu schaffen, die sie weniger beanspruchen (z.B. Verbot von schwerer körperlicher Arbeit oder der Schutz vor Chemikalien und anderen schädlichen Umwelteinflüssen). Der Arbeitgeber muss sich, um eine Kündigung aussprechen zu dürfen, die Genehmigung der obersten Landesbehörde einholen. Besondere Kündigungsfälle und Ausnahmeregelungen treten in der Praxis nur sehr selten auf, da der Beweis, dass die Kündigung nichts damit zu tun hat, dass die Angestellte schwanger in der Probezeit geworden ist selten gelingt oder Extremfälle (z.B. Insolvenz eines Arbeitsgebers) nur selten vorkommen. Kündigt ein Arbeitgeber seine Angestellte, ohne dass sie ihn vorher über die bestehende Schwangerschaft informiert hat, wird ihr eine Frist gegeben, um dies nachzuholen. Lässt die Frau diese Frist verstreichen, wird die Kündigung wirksam. Sollte ein Arbeitgeber eine Arbeitnehmerin kündigen und Ärzte bestätigen ihr erst nach der Kündigung, dass sie schon zum Zeitpunkt der Kündigung schwanger war, erhält sie den vollen Kündigungsschutz, wenn sie ihrem Arbeitgeber die Schwangerschaft sofort mitteilt.

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Schon bei der Bewerbung schwanger?

Die meisten Arbeitgeber sind nicht bestrebt schwangere Frauen einzustellen, da sie aufgrund ihrer Schwangerschaft mindestens 14 Wochen ausfallen (sechs Wochen und acht Wochen nach der Geburt des Kindes). Während dieser Zeit muss der Gehalt weiterhin gezahlt werden und die Möglichkeit der Elternzeit steht im Raum. Zwar dürfen Arbeitgeber schwangere Bewerber aus diesen Gründen nicht ablehnen, jedoch werden in der Praxis häufig Ausreden gesucht, warum sie sich letztendlich für einen anderen Bewerber entschieden haben.