Präeklampsie – Ursachen, Symptome, Risiko & Behandlung

Eine Präeklampsie (EPH-Gestose) ist eine Schwangerschaftskomplikation, die verschiedene  Symptome wie z.B. einen erhöhten Blutdruck, eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin oder Wassereinlagerungen zusammenfasst. Bei einer Erkrankung kann die Plazenta nicht mehr richtig durchblutet werden, sodass das Kind nicht genügend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Bekommen die Schwangere und ihr Baby bei einer Präeklampsie keine medizinische Versorgung, können beide schwer krank werden oder es wird ein geplanter Kaiserschnitt nötig.

Präeklampsie – Definition und Symptome

Eine Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, deren Gefahr für eine Erkrankung ab der 27. SSW am größten ist. Eine leichte Erkrankung tritt häufig bei etwa einer von zehn erstgebärenden Frauen auf und kann über den Ultraschall diagnostiziert werden. Die schweren Fälle dieser Erkrankung treten nur sehr selten auf. Betroffene Frauen können die Erkrankung allerdings durch folgende Symptome selbst bemerken:

  • starke Kopfschmerzen, Übelkeit
  • Schmerzen unter den Rippen
  • Sehstörungen
  • Schwellungen im Gesicht oder an Händen und Füßen
  • Wassereinlagerungen

Da viele Schwangere während der Schwangerschaft unter frühen Schwangerschaftsanzeichen leiden, ist es oft schwer abzuwägen, ob eine ernstere Ursache in den Beschwerden liegt. Aus diesem Grund sollten Schwangere ihren Frauenarzt um Rat bitten, sobald sie mindestens eins dieser Merkmale bemerken. Warnzeichen, die unbedingt in die Schwangerschaftsuntersuchung gehören, sind die Messung von Bluthochdruck und Eiweiß im Urin, die zusammen mit Wassereinlagerungen, typische Symptome einer Präeklampsie darstellen. Aus diesen Symptomen leitet sich die Definition des Begriffs EPH-Gestose ab: „E“ steht für den englischen Begriff Edema (Ödem=Wassereinlagerung), P für Protein und H für Hypertension (Bluthochdruck).

Präeklampsie

Eine Präeklampsie (EPH-Gestose) ist eine Erkrankung, die in der Schwangerschaft auftritt und unbehandelt schwere Folgen für Mutter und Kind haben kann.

Welche Faktoren erhöhen das Risiko für eine Präeklampsie?

Eine Präeklampsie kann durch verschiedene Risikofaktoren ausgelöst werden, die einen regelmäßigen Kontrolltermin beim Frauenarzt erforderlich machen. Nach der Untersuchung kann der Arzt die Einnahme einer täglichen Dosis Aspirin empfehlen oder ab der 26. SSW zu einem zusätzlichen Kardiotokogramm (CTG) raten, das auch bei einer Risikoschwangerschaft erforderlich wird. Verschiedene Faktoren wie z.B. eine Autoimmunerkrankung, bereits bestehender Bluthochdruck, Diabetes, chronische Nierenerkrankungen oder wenn eine EPH-Gestose in vorangegangener Schwangerschaft bereits erkannt wurde, können ein Risiko darstellen. Die Erkrankung kann außerdem durch folgende Faktoren begünstigt werden:

Eine Erkrankung kann zu Komplikationen führen, wie z.B. zu Krampfanfällen, dem HELLP Syndrom, Nierenversagen oder Wassereinlagerungen in Hirn und Lunge.

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Präeklampsie – Vorbeugung und Behandlung

Leider gibt es keine Methode zur Vorbeugung einer Präeklampsie. Wenn Sie allerdings die Vermutung haben, aufgrund von auf Sie zutreffenden Risikofaktoren oder bemerkten Symptomen in die Zielgruppe zu fallen, sollten Sie regelmäßig bei den Schwangerschaftsuntersuchungen erscheinen. Wichtig ist, dass Sie verschriebene Medikamente nach Vorschrift einnehmen und jegliche Bedenken ausführlich mit Ihrem Frauenarzt besprechen. Bei einer Diagnose der EPH-Gestose werden Schwangere zur Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen, da sie dort am besten überwacht werden können. Bei einer leichten Erkrankung muss der Blutdruck mehrmals täglich gemessen und Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Je nach Ergebnis kann die Schwangere entweder nach Hause gehen und muss regelmäßig zum Frauenarzt gehen oder bei einer schweren Erkrankung im Krankenhaus verbleiben. Auf diese Weise können Blutdruck, Eiweiß im Urin und Bluttests regelmäßig durchgeführt und das Baby im Ultraschall überwacht werden.