Plötzlicher Kindstod – Ursachen, Risikofaktoren & Vorbeugung

Ein „Plötzlicher Kindstod“ (auch: Sudden Infant Death Syndrome, kurz: SIDS) beschreibt das Ereignis, wenn ein zuvor gesundes Baby unerwartet und ohne eine erkennbare Ursache stirbt. Die meisten Todesfälle treten im Alter zwischen zwei und vier Monaten auf, wobei das Risiko mit zunehmendem Alter des Kindes sinkt. Auf welche Ursachen ein plötzlicher Kindstod zurückzuführen ist, welche Risikofaktoren sich beeinflussen lassen und wie SIDS vorgebeugt werden kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Plötzlicher Kindstod – Bedeutung & Ursachen

Ein plötzlicher Kindstod ist eine schlimme Vorstellung für alle Eltern. Ohne Vorwarnung stirbt das eigene Baby während dem Schlaf und es kann keine eindeutige Ursache identifiziert werden. Meist tritt ein plötzlicher Kindstod zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auf, wobei Jungen häufiger betroffen sind als Mädchen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein plötzlicher Kindstod eintritt, liegt aber nur bei 2 von 10.000 Babys mit sinkender Tendenz. Die Ursachen des SIDS  sind nicht vollständig erforscht, allerdings lassen bisherige Untersuchungsergebnisse vermuten, dass das Zusammenspiel mehrerer Faktoren für den unerwarteten Tod verantwortlich ist. Als Hauptursache für das SIDS wird in der Wissenschaft eine Atemstörung vermutet. Durch einen Sauerstoffmangel steigt die Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO2) im Blut, wodurch das Baby im Schlaf erstickt. Im Normalfall wachen Babys bei Atemproblemen von alleine auf. Dieser Automatismus ist beim SIDS allerdings nicht mehr gegeben. Eine weitere mögliche Ursache kann der Abfall des Blutdrucks darstellen, der nicht automatisch ausgeglichen wird. Dieser kann dazu führen, dass lebenswichtige Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Plötzlicher Kindstod

Ein „Plötzlicher Kindstod“ (Sudden Infant Death Syndrome, SIDS) beschreibt das Ereignis, wenn ein Baby unerwartet im Schlaf stirbt.

Plötzlicher Kindstod – Mögliche Risikofaktoren

Ein plötzlicher Kindstod kann potentiell jedes Baby bis zur Vollendung seines ersten Lebensjahres betreffen. Mit zunehmendem Alter geht das Risiko für das SIDS jedoch weitgehend zurück.  Fachleute gehen außerdem davon aus, dass nachfolgende Risikofaktoren die Gefahr für SIDS erhöhen können:

Ein plötzlicher Kindstod kann insbesondere durch eine falsche Schlafposition des Babys hervorgerufen werden. Wenn das Kind auf dem Bauch schläft, kann es zu einem CO2-Stau zwischen seinem Gesicht und dem Kissen kommen.

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Wie kann man das SIDS-Risiko des Babys vorbeugen?

Es gibt einige Faktoren, die Eltern beachten können, um das SIDS-Risiko ihres Babys zu minimieren. Diese sind nachfolgend aufgelistet:

  • Lassen Sie ihr Baby im Schlafsack schlafen! Dadurch hat es nur begrenzten Bewegungsspielraum und kann sich nicht auf den Bauch drehen.
  • Rauchen Sie nicht in Anwesenheit des Kindes! Sie sollten weder während der Schwangerschaft, noch nach der Geburt wenn das Kind da ist, rauchen. Kinder von rauchenden Müttern haben oft vorbelastete Atemwege und ein schwächeres Immunsystem!
  • Schlafposition: immer in Rückenlage oder in Seitenlage mit ausgestrecktem Arm! So kann das Baby in der Nacht nicht aufs Gesicht rollen und das ausgeatmete Kohlendioxid einatmen.
  • Stillen Sie ihr Baby! Studien haben gezeigt, dass Muttermilch Babys vor SIDS schützt.

Ein plötzlicher Kindstod ist ein schwerer Schicksalsschlag für alle Eltern. Die Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod (GEPS) Deutschland e.V. bietet betroffenen Eltern Hilfe und Rat.