Parmesan in der Schwangerschaft

Viele Frauen stellen sich die Frage, ob Sie bedenkenlos Parmesan in der Schwangerschaft essen dürfen. Viele Käsesorten gelten in dieser Phase als bedenklich und können im schlimmsten Fall die Gesundheit des Babys gefährden. Wir klären auf, ob und wann Schwangere Käse essen dürfen und ob insbesondere Parmesan in der Schwangerschaft erlaubt ist.

Sollte man Parmesan in der Schwangerschaft essen?

Käse und allgemein Milchprodukte sind ein wichtiger Calciumlieferant für Mutter und Kind. Insbesondere das Baby benötigt in der Wachstumsphase viel Vitamin D und Calcium zum Knochenaufbau. Da dieser von der Mutter geliefert wird, besteht bei ihr ein erhöhter Bedarf, der natürlich gedeckt werden muss. Die nun aufkommende Frage, ob Parmesan in der Schwangerschaft gegessen werden darf, kommt daher, dass Rohmilchprodukte die Gefahr bergen können mit Bakterien verunreinigt zu sein. Insbesondere die Bakterien Listerien können in Käse enthalten sein und bei dem ungeborenen Baby schwere Schäden oder sogar Fehlgeburten auslösen. Problematisch ist, dass der Embryo in der Regel noch keine Abwehrkräfte hier gegen besitzt und der Gefahr (auch wenn diese in der Praxis sehr gering ist) schutzlos ausgeliefert ist. Erwachsenen macht das Bakterium im Normalfall nichts mehr aus, da diese entsprechende Abwehrkräfte besitzen. Mütter die HIV-Positiv sind oder eine Immunschwäche haben, sollten generell bei Rohmilchprodukten Vorsicht walten lassen und nicht nur den Verzehr von Parmesan in der Schwangerschaft kritisch hinterfragen.

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Wie gefährlich ist Parmesan in der Schwangerschaft?

Rohmilchkäse, wie etwa Mozzarella in der Schwangerschaft, ist mitunter gefährlich, wenn er nicht lange gereift ist und die Milch nicht pasteurisiert wurde. Beim Pasteurisieren wird Milch soweit erhitzt, dass die meisten Keime und Bakterien absterben und der Käse eine keimfreie Basis bekommt. Parmesan in der Schwangerschaft kann nahezu bedenkenlos gegessen werden, da er zwar auf Rohmilch basiert, allerdings so lange gereift ist, dass so gut wie keine Bakterien übrig bleiben. Der Grund liegt darin, dass durch die lange Reifedauer von 12 bis 72 Monaten, das Wasser entweicht und so den Bakterien die Lebensgrundlage entzieht. Daher ist, beispielsweise Mozzarella oder anderer Weichkäse aus Rohmilch, grundsätzlich gefährlicher und bietet mehr Überlebensmöglichkeiten für Bakterien. Lediglich in der Rinde von Parmesan besteht eine erhöhte Chance auf Bakterien zu treffen. Die Außenhaut des Käses sollte daher von der Schwangeren großzügig abgeschnitten werden.

Parmesan in der Schwangerschaft

Parmesan in der Schwangerschaft: Während Rohmilchkäse normalerweise gemieden werden sollte, ist diese Sorte so lange gereift, dass kaum Gefahr besteht.

Zubereitung von Parmesan in der Schwangerschaft

Parmesan in der Schwangerschaft zu essen, ist dank der langen Reifezeit in Ordnung, wenn die Rinde entfernt wurde. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, erhitzt den Käse und tötet dadurch verblieben Bakterien ab. Eine gute Lösung ist es auch den Parmesan in eine Soße einzukochen. So verliert man zwar die Form und Konsistenz, kann aber den Geschmack weiterhin genießen. Und noch eine gute Nachricht für alle Leckermäulchen: Gleiches gilt für Weichkäse und andere kritische Rohmilchprodukte. Werden diese einige Zeit auf dem Siedepunkt gekocht, dann sterben alle Bakterien ab und der Verzehr ist bedenkenlos möglich. Schwangere, die sich darüber hinaus für verbotene Lebensmittel in der Schwangerschaft interessieren, sollten einmal einen Blick in unseren gleichnamigen Ratgeber werfen.