Wie Sie den richtigen Kindernamen finden

Den richtigen Kindernamen finden: Eine wichtige Entscheidung

Kaum zeigt sich auf dem Schwangerschaftstest die so sehr erhoffte zweite Linie, stehen werdende Eltern vor zahlreichen Aufgaben. Nicht nur die Ernährung will nun an die Bedürfnisse des Babys angepasst werden, denn auch Bettchen, Kinderwagen und Tragetuch landen im Einkaufswagen. Ist dann zwischen all den Terminen und Besorgungen Zeit für etwas Ruhe, beschäftigen sich Schwangere und ihre Partner mit der Namensfindung. Schließlich soll das eigene Baby nicht nur gesund und glücklich ins Leben starten, sondern einen Kindernamen erhalten, auf den es auch im Erwachsenenalter noch stolz sein kann.

Ausgefallene Kindernamen sind nicht immer eine gute Idee

Es gibt zahlreiche Kindernamen, die in Schulen und Kindergärten besonders selten am Garderobenhaken stehen. Oralie und Kasimir, Tiberio und Oleander mögen auf den ersten Blick sehr ausgefallen und klangvoll wirken, werdende Eltern sollten sich jedoch auch bei der Wahl ausgefallener Kindernamen einige Gedanken machen. So bieten lange und seltene Namen nicht selten Angriffsfläche für Hänseleien im späteren Kindergarten- und Schulleben. Da wird der kleine Oleander als Busch beschimpft und Kasimir mit der Figur aus „Hallo Spencer“ verglichen. Das sorgt letztlich für Tränen und Unmut über den eigenen Kindernamen.

Schwanger Namenssuche

Die Namensfindung ist ein langer Prozess.

Auch Prominente, die sich viele werdende Eltern zum Vorbild nehmen, sind bei der Namenswahl für ihre Kinder meist in wenig erforschten Gebieten unterwegs. Alanis Morisettes Tochter beispielsweise trägt den Namen „Onyx Solace“, während die Kinder von Franziska van Almsick „Don Hugo“ und „Mo Vito“ heißen. Ganz zu schweigen von „Harper Seven“, der Tochter von Victoria und David Beckham. Solche Kindernamen klingen im ersten Moment sehr besonders und einzigartig, eignen sich jedoch weniger gut für Kinder, die nicht in das Leben prominenter Eltern hineingeboren werden.

So besonders und einzigartig das eigene Kind auch werden wird – und daran besteht kein Zweifel – sollten Eltern darauf achten, ihm einen gesellschaftsfähigen Kindernamen zu geben. Dieser steht ihm oder ihr dann im späteren Leben und bei wichtigen Schritten in der Schule oder im Beruf nicht im Wege.

Der Haken an beliebten Kindernamen

Als äußerst gesellschaftsfähig gelten Kindernamen, die jährlich auf den oberen Rängen der Toplisten zu finden sind. Hier jedoch bietet sich bei der Auswahl ein Risiko, denn beliebte Namen gelangen nicht ohne Grund in Statistiken. So gibt es zahllose Kinder, die ein und denselben Kindernamen tragen. Im Jahr 2016 waren laut Brigitte bei Mädchen die Namen

  • Emma
  • Marie
  • und Sophie

und bei Jungen die Namen

  • Luca
  • Leon
  • und Paul

besonders heiß begehrt. Dass es sich dabei zweifellos um schöne Kindernamen handelt, sollte nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass häufig vorkommende Namen eine gewisse Verwechslungsgefahr bergen. In der Schulklasse sitzen dann unter zwanzig Kindern gleich vier Emmas, drei Sophies und fünf Lucas. Das mag einerseits lustig klingen, schafft jedoch nicht die Individualität, die sich Eltern für ihr Kind wünschen. Es lohnt sich daher, nach Kindernamen zu suchen, die ebenso klangvoll und schön sind, jedoch weniger häufig verwendet werden. Wer ein wenig Inspiration benötigt, findet auf Kindername.de übersichtliche Listen.

Auch an später denken

Ein weiterer Fallstrick bei der Namenswahl für das eigene Baby ist die Tatsache, dass aus dem süßen Kind einmal ein Erwachsener werden wird. Eltern, die sich für allzu süße und verniedlichende Namen entscheiden, sollten daher auch daran denken, wie sich erwachsene Männer oder Frauen mit diesem Namen fühlen würden. So verleihen die Kindernamen Lilli, Fee oder Romeo sogar der Zeit der 3-Monats-Koliken einen zuckersüßen Anstrich, könnten jedoch dafür sorgen, dass das eigene Kind im späteren Leben nicht ernst genommen wird.

Anderen Kindernamen haftet schon seit Jahren ein eher negatives Image an. Kevin, Chantal oder Jaqueline sind gute Beispiele hierfür. Auch wenn Eltern bei der Wahl des Namens nichts Böses im Schilde führen, schaffen sie mit solchen Namen meist schlechtere Voraussetzungen für das eigene Kind. Der Grund: Namen wie die bereits genannten werden von Vorgesetzten und Lehrern mit der Unterschicht verbunden. Das wiederum sorgt dafür, dass dem späteren Jugendlichen oder Erwachsenen Persönlichkeitsmerkmale wie geringe Intelligenz, Faulheit oder sogar Unehrlichkeit unterstellt werden, obwohl es keine klaren Beweise hierfür gibt.

Die Wahl eines passenden Namens für das Baby ist daher eine große und wichtige Aufgabe, der sich werdende Eltern nicht früh genug widmen können. Auch über Wochen und Monate hinweg ist es dann möglich, verschiedene Namen zu notieren und diese immer wieder auf ihre Eignung zu testen. Wer Freunden und Familienmitgliedern den Namen schon vor der Geburt verraten möchte, kann auch gemeinsam mit ihnen über die richtige Wahl diskutieren. Wichtig ist jedoch, dass die letztendliche Entscheidung allein bei den werdenden Eltern liegt.  Auch ein leises Hineinhören in den eigenen Babybauch und ein Ansprechen des Babys mit verschiedenen Namen kann in vielen Fällen den berühmten Groschen fallen lassen. Dann macht es plötzlich „klick“ und der Name steht fest.