Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft treten durchschnittlich bei einer von fünf Frauen in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten auf und können leicht und schmerzlos ausfallen. Leichte, hellrote oder gar starke Blutungen in der Schwangerschaft sollten in jedem Fall von einem Gynäkologen untersucht werden. Wie schnell eine Untersuchung erfolgen sollte, hängt vom Aussehen und der Stärke der Blutung ab. Blutungen in der Frühschwangerschaft können, müssen aber nicht zwangsläufig, auf eine Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft hindeuten.

Blutungen in der Frühschwangerschaft – Symptome & Ursachen

Blutungen in der Frühschwangerschaft können verschiedene Ursachen haben, wie z.B. die Einnistungsblutung (Nidationsblutung), Unvorsichtiger Geschlechtsverkehr, Hämatome in der Gebärmutter oder eine Eileiterschwangerschaft. Die Einnistungsblutung ist eine harmlose Blutung in der Frühschwangerschaft, die einsetzt, sobald sich das befruchtete Ei in der Gebärmutter einnistet. Im Gegensatz zur Regelblutung fällt die Einnistungsblutung konstant schwach und hell aus und klingt nach nur kurzer Zeit wieder ab. Dadurch, dass die Geschlechtsorgane während der Schwangerschaft gut durchblutet werden, kann es nach dem Geschlechtsverkehr zu Blutungen in der Frühschwangerschaft kommen. Hierbei handelt es sich um eine Schmierblutung, die schnell wieder abklingt. Mittels Ultraschalluntersuchung lässt sich feststellen, ob Hämatome (Blutergüsse) in der Gebärmutter bestehen, die Blutungen verursachen. Hämatome können durch gerissene Blutgefäße in der Gebärmutterschleimhaut entstehen. Eine mit Schmerzen verbundene Blutung aufgrund einer Eileiterschwangerschaft deutet auf ernste Komplikationen hin. Sobald sich ein befruchtetes Ei außerhalb der Gebärmutter eingenistet hat (meist im Bereich der Eileiter), spricht man von einer Eileiterschwangerschaft, die das Risiko eines Zerreißens der Eileiterwand mit sich bringt.  In diesem Fall sind medizinische Maßnahmen, wie z.B. eine Fehlgeburt-Ausschabung unumgänglich.

Blutungen in der Frühschwangerschaft

Blutungen in der Frühschwangerschaft sollten in jedem Fall von einem Gynäkologen untersucht werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Blutungen in der Frühschwangerschaft – Wann Sie einen Gynäkologen aufsuchen sollten

Sobald Blutungen in der Frühschwangerschaft bemerkt werden, ist es ratsam einen Gynäkologen aufzusuchen, um eine frauenärztliche Untersuchung mittels Ultraschall durchführen zu lassen. Die Dringlichkeit einen Gynäkologen aufzusuchen hängt dabei vom jeweiligen Aussehen und der Stärke der Blutung in der Frühschwangerschaft ab. Hellrote Blutungen in Stärke einer Periode sind in jeder Schwangerschaftsphase immer ein Anlass dafür, sofort in ein Krankenhaus zu fahren. Dunkle oder braune Blutungen bzw. ein bräunlicher Ausfluss sprechen in der Regel für „altes Blut“, und ähneln meistens einer schwachen Regelblutung. Sobald diese Blutungsform auftritt, ist eine Abklärung durch den Gynäkologen notwendig, die allerdings nicht so umgehend erfolgen muss wie bei einer starken, hellroten Blutung. (Hinweis: ein bräunlicher Ausfluss kann auch auf eine Scheideninfektion hindeuten.).  Treten Blutungen in der Frühschwangerschaft zusammen mit Schmerzen auf, ist es wichtig sofort eine Klinik aufzusuchen, da es sich hierbei um eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft handeln kann. Auch leichte Schmierblutungen sollte man abklären lassen, um sicher zu gehen, dass sich keine schwerwiegenden Ursachen dahinter verbergen.

Tipp: Denken Sie rechtzeitig an Ihre Gesundheit und entlasten Sie Bauch und Rücken!




Blutungen in der Schwangerschaft vorbeugen

Blutungen in der Frühschwangerschaft lassen sich nur bedingt vorbeugen, in dem beispielsweise Stöße und Unfälle vermeidet oder beim Geschlechtsverkehr vorsichtig vorgegangen wird. Während regelmäßigen Schwangerschaftsuntersuchungen lässt sich feststellen, ob ein Risiko für Komplikationen besteht und ob das Verhalten dementsprechend angepasst werden sollte (z.B. besondere Schonung bis zur Entbindung oder besondere Beobachtung von Krankheitsanzeichen). Es empfiehlt sich außerdem, einen Bauchgurt oder Stützgurt in der Schwangerschaft zu tragen und auf bequeme Schwangerenmode, sowie ggf. Hosenerweiterungen über zu greifen, sobald der Bauch zu wachsen beginnt. Somit stützen, schützen und vermeiden Sie ein Einengen des Babys im Bauch.