Abstillen: Wann & wie Sie ihr Baby langsam vom Stillen entwöhnen

Das Abstillen leitet das Ende der Stillzeit ein, die eine besondere Erfahrung voller Vertrautheit für stillende Mütter und ihre Kinder war. Doch wann ist der geeignete Zeitpunkt für eine Entwöhnung des Babys von der Muttermilch? Wie Sie den richtigen Zeitpunkt für das Abstillen finden, wie lange die Entwöhnung des Babys dauert und Tipps wie Sie die Milchbildung hemmen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Abstillen: Wann ist der geeignete Zeitpunkt für eine Entwöhnung und wie gehe ich vor?

Das Abstillen sollte als langsamer Prozess gestaltet werden, da es die enge Verbindung zwischen Mutter und Kind löst. In der Regel wird Müttern empfohlen, ihre Babys mindestens bis zu ihrem 6. Lebensmonat ausschließlich zu stillen (WHO). Ab dem 6. Lebensmonat kann das Baby an das Fläschchen gewöhnt werden. Wann letztendlich der richtige Zeitpunkt für ein Abstillen ist, muss die Mutter jedoch selbst bestimmen. Meist erkennt sie den Zeitpunkt daran, dass sie ihr Baby nicht mehr stillen möchte. Bei Zweifeln empfiehlt sich ein Gespräch mit einem Arzt oder einer Hebamme. Wichtig ist, dass sich die Mutter nichts von Dritten einreden lässt, da sich der Zeitpunkt von Beziehung zu Beziehung unterscheidet. Je langsamer die Mutter die Entwöhnung jedoch einleitet und Beikost in den Speiseplan einführt, desto einfacher fällt es Mutter und Kind.

Abstillen

Abstillen: Müttern wird empfohlen, ihre Babies mindestens bis zu ihrem 4. Lebensmonat ausschließlich zu stillen.

Vielen Müttern fällt die Entwöhnung schwer, da ähnlich wie bei der „Abnabelung“ eine enge Verbindung zu ihrem Kind gelöst wird. Allerdings hat sie auch eine gute Seite, da der Vater vermehrt beim Flasche geben oder Brei löffeln integriert werden kann.

Wie kann ich das natürliche Abstillen zusätzlich unterstützen?

Beim natürlichen Abstillen entscheidet das Kind in der Regel selbst, wann es „sich selbst abstillt“. Dies kann beispielsweise im Alter zwischen fünf Monaten oder auch erst nach drei Jahren geschehen. Es verliert automatisch immer mehr die Lust und die Milchproduktion reguliert sich von selbst. Um die Entwöhnung früher einzuleiten und dem Baby die Entwöhnung zu erleichtern ist es hilfreich, die Stilldauer Schritt für Schritt zu verkürzen. Das bedeutet, statt fünf Minuten beispielsweise nur noch drei Minuten lang zu stillen. Im Alter von vier bis sieben Monaten, kann die Fütterung mit einer Tasse ungesüßtem Babytee oder einer gesunden Beikost ergänzt werden. Die Menge sollte dabei langsam gesteigert werden. So kann sich das Kind langsam entwöhnen und sein Verdauungstrakt auf die neue Nahrung umstellen. Am einfachsten ist es, die Mittags- oder Nachmittagsmahlzeiten mit Beikost zu ersetzen. Wenn Sie zusätzlich die Tagesroutine ändern und beispielsweise Ihren Mann die Morgen- und Abendroutine übernehmen lassen, können Sie ihr Kind bei der Entwöhnung ebenfalls unterstützen.

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Wie man die Milchbildung hemmen kann

Die Milchbildung reduziert sich von selbst, je weniger das Baby von der Brust trinkt. Daher empfiehlt es sich nur noch dann zu stillen, wenn die Brust spannt. Der Genuss von Pfefferminztee hat außerdem eine milchbildungshemmende Wirkung, weshalb Pfefferminztee in der Schwangerschaft nur in Maßen getrunken werden sollte. Für das Abstillen sind Pfefferminz- und Salbeitee jedoch gut geeignet. Sollte die Brust druckempfindlich werden und sich prall anfühlen, sollte die Milch sanft ausgestrichen werden, um einem Milchstau entgegenzuwirken. Diese sollte jedoch nicht abgepumpt werden, um die Anregung der Milchproduktion zu vermeiden. Ein knapp sitzender, aber nicht einschneidender, BH kann Druck auf die Brust ausüben, was ebenfalls die Milchbildung reduzieren kann.